Eine Legende, Currywurst und ein Schlittschuh

Von Frank Göbel

 

Gestern wurde die Aufstellung zum Winter Classic Edmonton vs. Winnipeg bekanntgegeben. Jetzt schon?!
Immer ruhig bleiben. Es handelt sich dabei lediglich um das Vorspiel der sogenannten Legenden. Die Creme de la Creme des Eishockeys wird hier auflaufen. Auch wenn einige schon in die Jahre gekommen sind, so können sie den ein oder anderen MacDavid noch schwindelig spielen (nach 5 Runden an der Bar.).

Spiele wie solche sind in Kanada nichts Neues. Es finden mittlerweile immer mehr Freiluftspiele statt. Da gehört so ein Seniorentreff dazu. Geschenkt.

Was mir aber bei der Oilers-Aufstellung auffiel ist ein Name. Der hat mich direkt zurückgeworfen als ich im Moskitos-Sweater und Currywurst in der Eishalle Essen West stand.
Und das ist schon lange her!
Und ich staunte über einen Spieler, der, mal wieder die Wende im trostlosen Essener Eishockey bringen sollte. Esa Tikkanen.
Meine Fresse, haben wir den abgefeiert als der ankam.
„Sturmpartner von Wayne Gretzky unterschreibt in Essen!“, war nur eine Überschrift. Es raschelte im deutschen Blätterwald. Und nicht zu knapp.

Trikots wurden in Maßen verkauft und der Hype war nicht mehr aufzuhalten. Man war schon kurz davor Essen in die Play-Offs zu komplimentieren.

11195324_885492278181857_257011261_n

Ich mache es kurz, denn alle wissen was passiert ist. Die DEL-Zeit der Moskitos waren 3 Jahre mit Schrecken ohne Ende. Derbe Niederlagen, Trainer gaben sich die Klinke in die Hand und (surprise surprise) am Ende hatte man kein Geld. Besser gesagt weniger als Nichts…

 

Wir waren enttäuscht. Von allem. Von den Spielern, von der Halle und vom Wetter sowieso. Seit dem geht es mehr oder minder bergauf. Aber das ist nicht Teil dieses Blogs.

Tikkanen. Diesen Namen werde ich niemals vergessen. Auch wenn er nicht das geschafft hat, was er hier in Essen vorhatte. Dass er ein klasse Eishockeyspieler ist, steht völlig außer Frage. Und so schluffe ich in den Ruinen einer Eishockey-Zeit, die zwar nicht immer hübsch war, aber ich dennoch nicht missen möchte.

Ich wünsche Esa auf jeden Fall viel Spaß bei seinem Spiel mit seinen ehemaligen Buddies!

Pitäkää hauskaa!

1

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Sam Gagner unterschreibt in Columbus.

von Frank Göbel
Montag abend gaben die Columbus Blue Jackets bekannt, das sie Free Agent Sam Gagner für ein Jahr unter Vertrag nehmen. Schauen wir uns den mal genauer an.
Der 26-jährige wurde 2007 von den Edmonton Oilers gedraftet und spielte auch für die Arizona Coyotes und die Philadelphia Flyers.
Insgesamt kam er auf 615 Spiele in der NHL, machte 124 Buden und 228 Assists (352 Punkte). Gagner spielt Center. Eine Position die, die Blue Jackets zu besetzen haben. Mit einem Salär von gerade mal 650.000$ ein Schnäppchen?
Letzte Saison kam er bei den Flyers auf 16 Punkte in 53 Spielen.
Mit zarten 26 Jahren (beim Verfasser Lichjahre her!), zählt Gagner alles andere als zum altes Eisen. Und das er es kann hat er bewiesen. Zum Beispiel sein 8 (!!!) Punkte-Spiel gegen die Chicago Blackhawks:

Ich erwarte nicht, das er das in Ohio macht, aber ich zähle auf ihn ein wichtiger Teil eines Teams zu sein, was in die Endrunde will.

„Getting a chance to play a key role was a big thing for me,“ sagte Gangner auf seiner ersten PK als Blue Jacket. „I had a chance to speak with management and the coaching staff, and they think my best hockey is still in front of me, which I agree with. They felt there was a good opportunity for me to get some pretty prime offensive minutes, and that’s something I was really looking for in my next team. It’s a great city with great fans, so there were many different things that led to making this decision.“

in diesem Sinne:

Welcome to Columbus, Sam Gagner!

DSC_1321

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Nur der ETC/ Das kannste dir Spar(r)en

von Erk Oelsner

Mission Pre-Playoffs.
Dresden. 8. März 2016. Um 21:47 Uhr zerstörte Dresdens Youngster Vladislav Filin alle Träume der Eispiraten Crimmitschau um den Einzug ins Playoff-Viertelfinale. Dresden gegen Crimmitschau hieß die Pre-Playoff Runde der abgelaufenen Saison,da die Dresdner die Hauptrunde auf Platz 7 und die Eispiraten die Hauptrunde auf Platz 10 abschlossen, für die meisten Fans waren die Eislöwen aufgrund der Derbybrisanz der absolute Wunschgegner in dieser Best-Of-Three-Serie. Mit 1:2 mussten sich die Eispiraten damals geschlagen geben, welche sich in dieser Serie in jedem Spiel nie unter Wert verkauften. Minutenlang feierten die Fans nach Spielende im stark überfüllten Gästeblock die Crimmitschauer Jungs, die Spiel eins mit 1:2 (1:1, 0:0, 0:0, 0:0, 1:0) verloren, Spiel 2 mit 4:1 (0:0, 2:1, 2:0) gewannen und Spiel drei unglaublich bitter mit 0:1 (0:0, 0:0, 0:0, 1:0) verloren. Nach einem Pre-Playoff-Platz sah es aber zur Halbserie überhaupt nicht aus, im Dezember hatte man 14 Punkte (!) Rückstand auf Platz 10, welchen zu dieser Zeit der ESV Kaufbeuren belegte. Man kämpfte sich aber bis zum 52. Spieltag eindrucksvoll heran und nutzte die bis Saisonende andauernde Schwächephase des ESVK aus, und wurde schließlich mit 6 Punkten Vorsprung vor den Lausitzer Füchsen Zehnter.
Was wünschen wir Fans uns nun in der kommenden Saison?
„Einmal Platz 10 bitte, aber diesmal bitte nicht so viel Krimi oben drauf.“
Motivation für die kommende Spielzeit gibt allein die Tatsache, das direkt nach Ablauf der Saison gleich 14 Crimmitschauer ihre Verträge verlängerten. Kapitän Andre Schietzold gleich um 10 Jahre, was den Fans unglaublich viel Euphorie gibt. Derzeit zählt der Kader der Eispiraten 20 Spieler. Das Kontingent ist bisher zur Hälfte belastet, mit dem kanadischen Ausnahme-Goalie Ryan Nie wurde der Vertrag ja schon zum Ablauf der vorletzten Saison um 2 Jahre verlängert. Gestern gaben die Verantwortlichen die Verpflichtung des zweiten Ausländers bekannt. Mike Hoeffel heißt der neue Leftwing aus den USA, welcher vom norwegischen Meister Stavanger Oilers von Ronny Bauer an die Pleiße gelockt wurde. Mit einer Körpergröße von 1,93 m und einem Gewicht von 95 kg eigentlich Gardemaße für einen Spieler, hoffen wir mal, dass er auch die nötige Torgefahr und Geschwindigkeit aus Norwegen mit im Gepäck hat. 2 Kontingentstellen sind also noch übrig. Doch wie besetzt man diese? Natürlich am besten mit einem Verteidiger und einem Stürmer. Dort wird die GmbH sicherlich in den nächsten Tage Zuwachs präsentieren.
Aber kein Name beschäftigt die Fans des Clubs wie dieser: Kris Sparre. Der Mann, der vor 2 Jahren die Dresdner und in der selben Saison die Düsseldorfer Fans ins Schwärmen brachte. Laut „Eishockey News“ stehen die Verantwortlichen der Westsachsen seit Wochen in ernsthaften Gesprächen mit Sparre, welcher in der abgelaufenen Spielzeit die Frankfurter Fans polarisierte. „Ein Mensch zwischen Genie und Wahnsinn“ sagte mir ein Fan des Frankfurter Eishockeysports. „Spielt er ab oder schießt er?“ „Egotrip oder Teamgeist?“? Schwierige Person auf den ersten Blick. Man darf gespannt sein, ob die Eispiraten den Vollblutstürmer unter Vertrag nehmen.
Die Faktoren, die das Erreichen von Platz 10 positiv beeinflussen, heißen:
Teamgeist,
Spielstärke,
Konzentration,
Ausdauer,
Wille und
Zusammenhalt.
Wir sind uns ganz sicher: Unsere Jungs schaffen die Sensation erneut! Wir sind heiß auf die neue Saison! Let’s go!
An dieser Stelle wie immer ein Gruß an Kersten, Jörg, Sascha, Gunther, Katrin, Max und Jürgen, die jedes Eishockeyspiel mit mir gemeinsam auf der Tribüne zu einem unvergessenen Ereignis werden lassen. Nur der ETC!11203566_679136072213541_4454428521867625445_o

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

The Riverman / #isitoctoberyet?!

Von Frank Göbel

Sommer. Da ist er also. Für uns Menschen, und damit meine ich die der Eishockey-Lebenden Menschen, eine furchtbare Zeit.

Da sitzen wir nun, kucken zum x-ten Male „Game of Thrones“ oder jagen Pokemons.

Da muss doch mehr drin sein. Ist es auch. Denn bei der oben genannten Sparte von Menschen gibt es auch Unterschiede. (Oha!) Aufgepasst und mitgemacht.

Nehmen wir die Singles. Die wöchentlichen Besuche in den Eishallen dienen als gesellschaftliches Großereignis fùr Kommunikation mit Gleichgesinnten. Ja, es gibt auch Whatsapp und Eishockeyforen. Aber komm schon! #getyourassup

Für diese Sorte Menschen vergeht der Sommer viiiiel zu langsam. Meldungen auf DEL.org werden frenetisch gefeiert. Kari Waeschelainen heuert in Bremerhaven an. Das ist dann für zwei Wochen der Headliner. Das tut weh. Nichts tut sich. Selbs die CHL reisst einen nicht vom klebrigen Sessel. Und so zählt man die Tage bis September.

Kommen wir zur zweiten Gattung. (Wo ich definitiv dazu gehöre) Einige wissen es bereits, ich bin Vater von zwei gesundenen und manchmal nervraubenden Kindern. Die erfordern Zeit und Aufmerksamkeit. Das führte dazu, das ich die Play-Offs der DEL nur anhand von nackten Ergebnissen auf meinem Handy erleben durfte (yeahhhhhh!).

„Selber schuld!“, rotzen mir die Singles gegen meinen Ford S-Max.


Ja, schon. Aber hier kommt die andere Seite der Münze. Mein Sommer vergeht wie im Flug. Wenn ich abends von der Arbeit nach Hause komme, erwartet mich alles andere als die Couch. Mein Jüngster lernt gerade Fahrrad fahren (und ich das hinterher rennen…), Streethockey kommt bei ihm auch so langsam und die noch jüngere Tochter hat partout aufgehört einfach nur so rumzuliegen (verdammte Evolution).

Eine Woche ist in unserem Hause nichts. Das geht immer so schnell. Apropo schnell: Sollte ich mich doch mal auf DEL.org verlaufen, freue ich mich das Waeschelainen einen neuen Verein gefunden hat.

Aber sobald die Saison wieder anfängt, geht es wieder los. Wenn es gut läuft, schaffe ich mal die Highlights am nächsten Tag zu schauen. Eine Dauerkarte für den KEC?! Das ist genauso wie ich gerne mit Noel Gallagher ein Bier trinken würde. Aber ich weiss, das es niemals passieren wird.

Bin ich deswegen enttäuscht? Quatsch. Das Eishockey ist auch noch da wenn die Kinder aus dem Haus sind.

Hoffentlich.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Erik Oelsner

Geboren bin ich im Jahre 1998 in der Rennstadt Schleiz (Thüringen). Seit meiner Geburt lebe ich in dem beschaulichen Städtchen Zeulenroda-Triebes, welche eine dreiviertel Stunde Fahrtzeit von Crimmitschau entfernt ist. Und da kommen wir schon zu meiner Leidenschaft. Eishockey. Seit vielen Jahren, eigentlich seit ich denken kann, bin ich großer Fan der Eispiraten Crimmitschau aus der DEL2. Zu fast jedem Spiel fahren mein Kumpel Max und ich (Grüße an dich an dieser Stelle) und mussten auf diesem Weg schon einige Hürden (Wildunfälle) hinnehmen. Aber auch das hinderte uns nicht, pünktlich zum ersten Bully zu kommen und unser Team zum Sieg zu schreien.

Texte und Geschichten schreibe ich schon mein Leben lang und das mit viel Freude. Das Hauptaugenmerk in meinen Texten ist die direkte Einbringung meiner Emotionen, Gefühle und Gedanken um den Verein, den ich über alles liebe. Es gibt in meinem Leben eigentlich nichts geileres als Eishockey.

Im November 2014 hörte ich von diesem Blog und meldete mich kurzerhand bei unserem Chefredakteur Frank. Ich bekam sehr schnell die Zusage für Bully schreiben zu dürfen, und mit Ausnahme einer kurzen Auszeit in diesem Jahr tue ich das unentbehrlich und mit so viel wie möglich Eifer und Spaß. Mir persönlich tut es einfach gut, meine Emotionen ausserhalb des Stadions auszulassen, und das am liebsten im schreiben von Blogs für Bully.

Kurz gesagt, Freunde, Eishockey ist mein Leben!

Bis bald, euer Erik!

IMG-20160714-WA0002

Rotes T-Shirt. Erik hängt mit Bernhard Keil ab.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

New Jersey Devils vs. Ungerechtigkeit 

von Frank Göbel

Vor einiger Zeit gab es einen Blog bezüglich der Attraktivität der aktuellen NHL Teams. Ein Ranking, was heutzutage in Mode ist, welches das Interessanteste Team ist und, viel spektakulärer, welches Team das langweiligste ist. Gegensätze. Der Grund für Aufmerksamkeit.

Und für wahr. An erster Stelle waren, so glaube ich, Pittsburgh oder Toronto oder so. Jedenfalls das was man erwartet hatte. Sprich, langweilig.

An letzter Stelle, also das langweiligste Team, (oha!) waren die New Jersey Devils.

Man liest diesen Namen. Liest ihn nochmal und denkt: Jep.

Was ist da schief gegangen?! Warum hat jeder („How i met your mother“, „Die etwas anderen Cops“ etc.) etwas gegen New Jersey?!

Und warum sind nicht die Arizona Coyotes oder die Rentnerhochburg Florida Panthers an letzter Stelle?!

New Jersey gehört zum Staate New York und ist quasi Vorstadt zur Betonhölle New York City (NYC). Damit hat diese Stadt schon ihr Ticket zum Hofnarren bereits gezogen. Keiner mag Leverkusen. Schon mal aufgefallen?!

Aber was hat das mit der Hockey -Franchise zu tun?! Das schnieke Prudential Center ist quasi noch fast neu und ist auf dem neuesten Stand. Die Jerseys sind ein Klassiker und im Kopf eines jeden Fans fest verankert.

Hands down: Das Team ist im Rebuild. Seit vier Jahren kämpft man für eine Rückkehr in die Playoffs. Aber das versucht Edmonton seit gefühlten 25 Jahren.

Seit letzter Woche scheint sich das Bild der Devils geändert zu haben. Ein „simpler“ Trade und New Jersey war in aller Munde.

Adam Larsson hat man nach Edmonton geschickt. Ein junger Vereidiger, der, Hand auf’s Herz, nicht jedem in den Sinn kommt, wenn er an die Verteidigung denkt. Im Gegenzug kam, dramatische Pause: Taylor Hall. Punkt.

Hall war eine Nummer 1 im Draft 2010 und gilt/galt als DER neue Superstar der NHL. Nun, im Talentpool der Edmonton Oilers (scheinbar gehen alle Draft Picks der Top 3 immer an Edmonton) ist Hall also der Sündenbock dafür, das in Alberta nicht alles nach Plan läuft wie erhofft.


Ist es also eine Strafe nach New Jersey geschickt zu werden? Oder sollte sich Larsson beschweren in die Pampa West Kanadas geschickt worden zu sein?!

Oilers Fans waren geschockt, Devils Fans entzückt. Gewinner im diesem Trade ist aktuell New Jersey. Hall ist das komplette Sturmpaket. Larsson hingegen ist ausbaufähig, wird aber der wackeligen Defense der Oilers helfen.

New Jersey also mit Hall. Aber die Devils haben noch andere Spieler (die auch vorher da waren). Dauerbrenner Mike Cammalleri, „in your face“- Ryan Clowe oder Veteran Patrick Elias. Die Verteidigung benötigt noch die ein oder andere Ergänzung, aber da wird wohl die AHL-Filiale in Albany bald einen Anruf erhalten.

Im Tor ist Corey Schneider gesetzt.

Mit Taylor Hall hat man nun noch mehr Offensiv-Power.

Aber auch ohne ihn haben die Devils es nicht verdient als „langweilig“ abgestempelt zu werden. Das wäre unfair dem Team und der Stadt gegenüber.

Als ich nun diese Zeilen schreibe, wächst in mir die Lust auf die New Jersey Devils. Blöd nur das wir Juli haben…

Aber NHL Gamecenter sei Dank! Stanley Cup 2002-2003 Anaheim vs. New Jersey.

Die Devils mit Scott Stevens (Der letzte harte Kerl…^^), Langenbrunner, Gomez und Brodeur.

Toll: Shorts, eiskaltes Bier und Eishockey. Was geht?!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Deinstallation eines Enforcers / #tschöööö!

von Frank Göbel

Die letzten Wochen der Columbus Blue Jackets waren sehr interessant. Zuerst schockte man die Eishockeywelt indem man beim Draft in Buffalo nicht wie erwartet Jesse Puljujärvi zog, sondern Pierre-Luc Dubois.
Noch Tage danach rätselte die ganze Welt warum man Dubois und nicht Puljujärvi gezogen hatte. Stirnrunzeln aber auch Respekt gab es zu dieser Entscheidung.

ZOMoA9yhY_N9O5B4E5HlxdjeXGZWbpMM2tTJs9PCHV0=w438-h657-no

Ready for Takeover!

„Maybe in 5 Years!“, sagte GM Kekäläinen als er gefragt wurde, ob er wüßte ob seine Entscheidung richtig war. Ja, wir werden sehen…

Eine Woche später kam dann der neue Vertrag für Abwehr-Hüne Seth Jones. Ganze 6 Jahre soll er ein Blue Jackets sein und wird dafür mit 32,4 Millionen US-$ entlohnt. Nebenbei: Da hätte ich auch unterschrieben. Seth Jones kam im Tausch für „Star“-Stürmer Ryan Johansen in der abgelaufenen Saison aus Nashvile.
Soweit so gut. Dann kam eine in meinen Augen eher unangenehme Entscheidung. Verteidiger-Ass Fedor „Toots“ Tyutin wurde sein noch 2 Jahre laufender Vertrag ausgezahlt. Gilt Tyutin als Veteran, sah das Management leider keine andere Lösung. Was viele Fans traurig stimmt, sollte der Führungsetage egal sein. Echt jetzt. Hier geht es ums Business und nicht um Lieblingsspieler. Und wer weiss, welchen Grund es wirklich gab, das sich die Wege trennten. Tyutin hat sich oft genug über Coach Tortorella negativ geäußert. Das kommt nirgendwo gut an.
Nun bekommt er 8,75 Millionen überwiesen und wird zum Ausgang begleitet. So long!
Lange musste er aber nicht warten. Die Colorado Avalanche schnappten zu und hiessen ihn herzlich willkommen. Ein Veteran in der Verteidigung wird dieser jungen Mannschaft gut tun.
Dann wurde sich endlich eines lästigen Themas entledigt. Jared Boll.
Auch sein Vertrag wurde ausbezahlt. Und das wurde Zeit! Letzte Saison kam er auf gerade mal 30 Spiele mit einem Törchen. Boll ist ein Enforcer. Einer der richtig auf den Putz haut und den Gegners zeigt wo der Hammer (oder die Faust) hängt. Nun, wir haben 2016 und solche Spieltypen gibt es nicht mehr.
Die spielerischen Qualitäten eines Jared Boll sind leider auch nur begrenzt und somit für ein NHL-Team was hoch hinaus will nicht mehr tragbar.
Solche „tough Guys“ gibt es noch, auch welche, die mal einen Faustkampf provozieren. Aber diese Spieler haben einen kleinen aber gewaltigen Unterschied: Sie punkten.
Als Ablöse in Columbus steht für mich Dalton Prout parat. Der smarte Vertediger geht keinem Zweikampf aus dem Weg und macht zudem wichtige Tore.
Vor drei Jahren aufgrund von Verletzungsserien, wurde Prout hochgezogen und hat sich absolut in der NHL etabliert.
Boll muss man trotzdem für seine Zeit hier in Ohio danken. Er war in der Community oft gesehen und verbrachte viele freie Minuten um bei Wohltätigkeitsveranstaltungen mit anzupacken. Hut ab. Das wird man ihm auch nie vergessen.
Aber was Eishockey angeht, so sehe ich für ihn vorerst keine Chance in der NHL.
Alles in allem gute Entscheidungen, die das Management getroffen hat.

Ein weiterer Faktor wird der Unterbau sein. Die Lake Erie Monsters haben die AHL gerockt und den Calder-Cup gewonnen. Da wird sich auch der ein oder andere Spieler diese Saison an NHL Eis gewöhnen müssen. Wie unangenehm…

Mal schauen was noch so geht diesen Sommer!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein