DEL-Finale / Alle mal durchatmen!

von Frank Göbel

Die aktuelle DEL-Finalserie ist im vollen Gange. Spiel 1 ging an RedBull München. Und damit sind wir auch schon beim Thema. Neben diesem Finale der beiden besten Eishockeyteams Deutschlands, gibt es auch einen Fight zwischen den Fanlagern. In sozialen Medien liest man Kommentare, die an Anstand unserer Gesellschaft zweifeln lassen. Neben unterdurchschnittlichen und wenig konstruktiven Beiträgen liest man immer wieder das Wort Tradition. RB München hätte keine Tradition. „Schande für das Eishockey“ oder kurz, knapp und (un-)sachlich „Scheiss München!“ liest man immer häufiger. Tradition ist, wenn ich nach jedem Morgenkaffe kacken geh.

Was genau ist denn Tradition? Seit 2012, also seit 7 Jahren ist Red Bull im Münchener Eishockey. In diesen 7 Jahren hat Red Bull das geschafft, was andere in 100 Jahren nicht hinbekommen haben. Meistertitel? Nein, das Jugendleistungszentrum in Salzburg, welches auf diesem Kontinent ihresgleichen sucht.
Was das jetzt mit Tradition zu tun hat? Noch nichts. Es nennt sich „Engagement in die Jugend“. So etwas sollte man würdigen und nicht bashen.
Ja, Red Bull investiert viel Geld in das aktuelle Eishockeyteam und sie haben sehr gute Spieler. Aber Mannheim ist jetzt auch kein mittelloser Obdachloser der jeden Cent umdrehen muss. Sind wir nicht auch sauer, wenn unser Oberligateam sein Talent von Mannheim abgekauft bekommt? Das ist der Lauf im Eishockeybusiness. Und wenn Spieler nach München gehen, regen sich viele auf, dass mit Geldscheinen gewedelt wird.

Wir sollten uns lieber auf die sportlichen Aspekte auf dem Eis konzentrieren als uns darüber zu pikieren, das angeblich nur 63 Fans zu Spiel 1 aus München nach Mannheim reisen. In den Farben getrennt, in der Sache verein. Das wirkt in diesen Tagen wie blanker Hohn.

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Gefühlte 100 Drittel Spannung

von Helmut Krebs

Der EHC Red Bull München steht zum 4. Mal in Folge im Finale der Deutschen Eishockey Liga. Diesmal war der Weg so lang wie nie….

…. schon vor dem entscheidenden 7. Finalspiel war klar, dass das die längste Playoff-Serie in der Geschichte der DEL sein wird. Warum diese Serie so lang war versuche ich im Folgenden aus meiner Sicht zu schildern:

Augsburg der erwartet unangenehme Gegner
Augsburg qualifizierte sich für dieses Derby-Halbfinale über 7 Spiele gegen die DEG. Verdient. Der EHC mühte sich ins Spiel 6 in Berlin, ehe man das Halbfinalticket klarmachte.

Schon in Spiel 1, das gefühlt 20 Drittel dauerte, wurde die Taktik beider Teams offengelegt: München spielerisch besser, Augsburg mit der 3 Mann-Mauer vorm Tor.

Eishockey vs. Park-The-Bus-Eishockey

Was hier vielleicht wie eine Provokation klingt ist keineswegs eine, es ist eine Zustandsbeschreibung und diese ist keinesfalls als Vorwurf zu interpretieren. Die Augsburger fanden über 6 Spiele lang die perfekte Taktik, wie man gegen ein spielerisch starkes Team spielen muss. Wird sich sicherlich das ein oder andere Team etwas davon für nächste Saison abgeschaut haben. Die Panther fanden sich meist zu dritt oder sogar zu viert vor dem eigenen Goalie Roy ein und konterten ein ums andere Mal. Das Spiel der Augsburger zeichnete sich bei diesen Kontern vor allem durch präzises Passspiel und gefährliche Schüsse auf den Kasten von Danny aus den Birken aus.

Die Münchner fanden endgültig erst eine richtige Antwort in Spiel 7, als man hier zielstrebig aufs Augsburger Tor Druck ausübte.

Zu guter letzt ein riesiges Lob an die Mannschaft der Augsburger Panther. Das war für München definitiv die schwierigste Serie der letzten Jahre. Ich freue mich zudem eine weitere bayerische Mannschaft in der CHL nächstes Jahr zu sehen! Auch hierzu herzlichen Glückwunsch.

Hauptrundensieger vs. Triple-Champion

Erster gegen Zweiter – Mannheim gegen München. Als ich mich im Februar in Mannheim bei unserem Auswärtssonderzug mit ein paar Adlerfans unterhalten hab, merkte ich an, dass ich hoffe dass sich die beiden Mannschaften in dieser Saison noch einmal treffen. Umso schöner dass das jetzt auch geklappt hat.

Ich sehe Mannheim in dieser Serie allerdings als Favoriten. Eine klasse Hauptrunde, gekrönt durch einen Viertelfinalsweep gegen Köln, dazu Heimrecht in den Finals. 60:40 für die Adler. Aber: auch diese Serie muss gespielt werden.

Duell in der Redaktion

Wie sicherlich schon bekannt befinden sich in unserer Redaktion jeweils ein Fan beider Lager – Markus auf Seiten der Augsburger und meine Wenigkeit auf Seiten der Red Bulls. Während der Spiele analysierten wir uns gegenseitig die Spiele auseinander, was sehr angenehm und spaßig war.

Was allerdings während dieser Serie auf den sozialen Netzwerken abging, ging zu weit. Um den schreibenden Personen keine Bühne zu geben werde ich hier nicht zitieren, nur eins: Respekt ist wohl eine Eigenschaft, die immer mehr verloren geht. Es geht immer noch um Eishockey, um den geilsten Sport den es gibt. Und diesen Sport will mir nicht durch irgendwelches „Gebashe“ kaputt machen lassen.

Columbus Blue Jackets mit zweitem Sieg im zweiten Spiel

von Frank Göbel

Die Columbus Blue Jackets setzen ihre Serie mit einem beeindruckenden 5:1 (2:0, 1:0, 2:1) bei den Tampa Bay Lightning fort. Nachdem man in Spiel 1 einen 0:3 Rückstand sensationell aufholte und den Favoriten stürzte, war es in Spiel 2 von Beginn an ein solides Auswärtsspiel.

Los ging es schon in der 5. Minute als Cam Atkinson den Rebound von Lightning Goalie Andrej Vasilevskiy aufnahm und den Puck im Tor unterbrachte. 4 Minuten später war es Zach Werenski der im Powerplay mit einem Wrist-Shot von der blauen Linie genau in den Knick traf. 2:0. Da war es in der Halle sehr ruhig. Von Stamkos und Co sah man bis hier nicht viel.
Die Special Teams sollten heute eine wichtige Rolle spielen. Im Powerplay bekommt die Defense von Tampa den Puck nicht raus. Matt Duchene mit dem richtigen Riecher und mit seinem ersten Playoff-Tor.
Nach gespielten 40 Minuten führten die Jackets 3:0.
Im letzten Drittel der Ehrentreffer für die Hausherren. Mikhail Sergachev überwindet seinen Landsmann Sergei Bobrovsky mit einem eher harmlosen Schuß.

Aber die Columbus Blue Jackets zogen ihr Spiel durch. Riley Nash mit seinem ersten Playoff-Tor. Spielerisch High-End war das 5:1 durch Vorarbeit von Oliver Bjorstrand und Matt Duchene. Artemi Panarin muss nur noch ins leere Tor einschieben.
Das war das nächste Ausrufezeichen eines Teams, welches schon mit dem Sweep gedroht wurde. Nun führt man 2:0 in der Serie und fährt nun für 2 Spiele ins heimische Columbus. Los geht es in der Nacht von Sonntag auf Montag.
Wir dürfen gespannt sein!

https://www.nhl.com/blue jackets/video/panarin-caps-great-passing-play/t-277350912/c-67691603

Deutschland erkämpft sich Respekt gegen Kanada

von Tim Harrow

Frauennationalmannschaft scheidet im WM-Viertelfinale mit einem respektablen 5:0 gegen Topfavorit Kanada aus

Die deutschen Frauen sind nach einer 5:0-Niederlage bei der Weltmeisterschaft im finnischen Espoo gegen die hochfavorisierten Kanadierinnen ausgeschieden.

Die Ahornblätter mussten auf ihre Kapitänin Marie-Philip Poulin verzichten, deren nicht vollständig verheilte Knieverletzung erneut aufgebrochen war.

Wie angesichts der Favoritenrolle zu erwarten war, dominierten die Kanadierinnen früh, und #3 Jocelyne Larocque prüfte Deutschlands Torfrau #30 Jennifer Harss in der 3. Minute mit einem Schuss von der blauen Linie.

Wer aber totales Einbahnstraßen-Eishockey erwartet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Die erste deutsche Chance ergab sich bereits in der 5. Minute nach einem Weitschuss und Nachsetzen nach einem Rebound durch #11 Nicola Eisenschmid.

In der Folge übernahm Kanada aber wieder das Kommando. Die deutsche Mannschaft konnte zunächst das Ergebnis dank einer starken Defensive halten, in der 7. Minute konnte sich aber Kanadas #40 Blayre Turnbull mit einem Spurt von der Mittelinie an gegen drei deutsche Verteidigerinnen und Jennifer Harss zum 1:0 durchsetzen.

Der Druck wurde weiter erhöht, und es kam zu weiteren gefährlichen Gelegenheiten.

In der 11. Minute nahm Deutschlands #19 Kerstin Spielberger Anlauf und wurde von Kanadas #4 Brigette Lacquette am Stock gehalten. In der 2-minütigen Überzahl gelang allerdings kein einziger Schuss aufs kanadische Gehäuse.

Zwei Minuten später schien Jenny Harss bereits geschlagen, als der Puck im Gewühl hinter das Tor kam, zurückgepasst und über die Linie geschossen wurde. Doch der Treffer wurde nicht gegeben.

In der 15. Minute wurde erneut ein Foul an Kerstin Spielberger geahndet (hoher Stock). Und dieses Powerplay machte Deutschland deutlich besser. Vom Bully weg feuerte #8 Julia Zorn und kurz darauf #25 Laura Kluge von rechts.

Kanada dominierte bei gleicher Stärke zwar weiterhin , aber die deutsche Defensive hielt die meisten kanadischen Angriffe mit großem Kampf und geblockten Schüssen vom Tor fern. Und wenn nicht, dann war da immer noch Jennifer Harss.

Der zweite Abschnitt hatte gerade begonnen, da retteten der Pfosten und #20 Daria Gleissner in großer Not. Kanada nutzte gnadenlos die lange Bank und zwang die deutschen Frauen weitgehend ins eigene Drittel. Die deutsche Defensive und Jennifer Harss mussten ihr ganzes Können aufbieten, um ihre Mannschaft im Spiel zu halten und taten dies eindrucksvoll.

Doch die Special Teams sollten heute einen Unterschied ausmachen. In der 26. Minute musste #34 Celina Haider nach einem Halten des Stocks auf die Strafbank. #20 Brianne Jenner fälschte nach einem Blueliner zum 2:0 ab.

Nach weiteren zahlreichen Angriffen löste sich in der 30. Minute #7 Laura Stacey blitzschnell von ihrer deutschen Gegenspielerin und konnte freistehend vor dem Tor zum 3:0 gegen die machtlose Jennifer Harss verwandeln.

Die deutschen Frauen wurden weiterhin regelrecht eingeschnürt und verteidigten aufopferungsvoll mit allem was sie hatten gegen die kanadische Dominanz. Gerne versuchten die Kanadierinnen mit einer Spielerin vor dem Slot Jennifer Harss die Sicht zu nehmen, doch weitere Tore sollten in diesem Drittel nicht mehr fallen. Einen der ganz wenigen deutschen Offensivakzente konnte #25 Laura Kluge setzen (38‘)

Das letzte Drittel begann wie der Mittelabschnitt aufgehört hatte. Kanada drückte. In der 43. Minute wurde ein vermeintliches 4:0 wegen Kickbewegung durch einen kanadischen Schlittschuh nicht gegeben. Wegen eines Hakens kurz davor wurde #20 Daria Gleissner aber auf die Bank geschickt, und nur 13 Sekunden später landete ein Schlagschuss an den Schlittschuhen und wurde von dort dieses Mal ohne Kickbewegung durch die Schoner von Jennifer Harss zum 4:0 gelenkt.

Trotzdem ließen die deutschen Frauen keine Sekunde den Kopf hängen, sondern kämpften tapfer weiter und konnten sich ihrerseits einmal länger in der kanadischen Zone festsetzen.

Kurz darauf fiel aber das nächste kanadische Powerplaytor. Erneut bekam #20 Daria Gleissner eine Strafe zugesprochen (Beinstellen), und diesmal dauerte es sogar nur zehn Sekunden, bis Blayre Turnbull einen Blueliner zum 5:0 abfälschte.

In der 56. Minute erhielt #18 Bernadette Karpf wegen Hakens eine Strafe, ein Stockschlag ihrer kanadischen Gegenspielerin kurz zuvor blieb allerdings ungeahndet.

Weitere Tore sollten weder in dieser noch der darauffolgenden Unterzahl noch einer weiteren gegen Kanada fallen.

Als beste deutsche Spielerinnen des Turnieres wurden Kapitänin #8 Julia Zorn, #12 Anna Fiegert und #30 Jennifer Harss ausgezeichnet.

Mit der 5:0-Niederlage im Viertelfinale ist das Turnier für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft beendet.

Dennoch können die Spielerinnen stolz auf das Erreichte sein. Beeindruckende 61 von 66 Schüssen konnte Jennifer Harss abwehren. Das Minimalziel Klassenerhalt wurde mehr als erreicht, und man machte den Kanadierinnen den Sieg nicht einfach, auch wenn das Ergebnis auf den ersten Blick anderes vermuten lässt. Bei der WM 2017 in den USA hatte es noch 11- und 8-stellige Niederlagen gegen die USA und Finnland gegeben.

Diese Leistung macht Mut für die nächsten Weltmeisterschaften und Olympischen Spiele.

Deutschland verliert gegen spielstarke Tschechinnen.

von Frank Göbel

Tschechien – Deutschland 2:0 (0:0, 2:0, 0:0)

Das Team um Trainer Kristian Künast musste sich am Dienstag nachmittag den Tschechinnen geschlagen geben. Schon im ersten Drittel konnten sich die Damen von Trainer Petr Novak ein spielerisches Übergewicht erarbeiten.
Ivonne Schröder hatte im DEB-Kasten alle Hände voll zu tun.
Nach der ersten Pause machten die Tschechinnen aber ernst und münzten die Überlegenheit in Tore um. Kapitänin Alena Mills schlenzte einen Schuß von der blauen Linie Richtung Tor und netzte in der 34. Minute ein. 1:0.
Keine 2 Minuten später von fast identischer Position war sie wieder erfolgreich. 2:0.

Chancen für die Deutschen gab es wenn, dann im Powerplay. Ende des zweiten Drittels gab es so eine Situation. Zum Torerfolg sollte es trotzdem nicht reichen.
Im letzten Drittel spielten die Tschechinnen souverän ihr Spiel runter. Das DEB-Team hatte heute große Probleme, die neutrale Zone zu überwinden um im Angriffsdrittel Akzente zu setzen.
Auch mit den insgesamt 14 Strafminuten kann Künast nicht zufrieden sein.
Weiter geht es in zwei Tagen beim Viertelfinale. Der Gegner wird noch ermittelt.

(Foto von Stephan Zorn)

Anna Fiegert im Interview

von Frank Göbel

Anna Fiegert sorgt gerade bei der WM der Frauen in Espoo, Finnland für Furore. Der grandiose Sieg gegen Schweden (3:2) und dann noch einmal 3:2 gegen unangenehme Japanerinnen. Die 2:3 Niederlage gegen Frankreich nach Verlängerung bedeutete das Ticket zum Viertelfinale. Aktuell läuft es bei den Damen des DEB. Und von Pressetermin zu Pressetermin zu eilen ist vermutlich nicht alltäglich in der Welt einer deutschen Eishockeyspielerin. Heute hat „Bully –  Der Eishockeyblog“ einen Spot sichern können um der Verteidigerin ein paar Fragen zu stellen.

 

Bully: Hallo Anna, vielen Dank das du für uns Zeit hast. Hier in Deutschland wird viel über euch und euren Auftritten bei der WM berichtet. Überrascht dich das oder ist es ein klein wenig Genugtuung für euch, dass dieser Sport endlich mal Anerkennung bekommt?

Anna: Ich denke schon, dass es an der Zeit ist, dass auch die Frauen Eishockey Nationalmannschaft ein bisschen Anerkennung verdient. Seit der letzten WM und unserer „Cinderella Story“ wie es so schön in den Medien genannt wurde glaube ich interessieren sich schon mehr Leute dafür. Es ist auf jeden Fall schön von so vielen Leuten zu hören, dass sie die WM mitverfolgen und uns unterstützen.

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Bully: Geboren in der Eishockey-Hochburg Landshut. Wird hier das Eishockey gut gefördert oder warum können wir uns glücklich schätzen dich nicht an den Fußball „verloren“ zu haben?

Anna: Ja, ich denke da ist Landshut schon immer mit ganz vorne dran gewesen. Meine Eltern sind ja ursprünglich nicht aus Landshut und sie wollten mich und meinen Bruder eben einen Sport ausprobieren lassen, der von der Stadt gefördert wird, und da ist Eishockey mit ganz oben dabei. Ich habe mich dann eben in den Sport verliebt und bin dabeigeblieben.

 

Bully: In deiner Vita spielst du von 2012 bis 2018 in Kanada bzw. USA. Darunter auch Minnesota, die, wie unsere Recherche ergab, genau so Eishockeybekloppt sind wie unsere Redaktion. Wie kam es dazu, dass du dort spielen konntest?

Anna: Das ist alles ein bisschen mit Glück passiert. Ich hatte 2012 eine E-Mail bekommen, dass eine Import Spielerin, die ein Jahr in Wien gespielt hatte ein Camp veranstaltet und eine Mannschaft zusammenstellt um bei den Beantown Classics, einem Showcase Turnier in Boston, mitzumachen. Das wollte ich unbedingt machen und meine Eltern haben mir das dann zu meinem 18. Geburtstag ermöglicht. Dort haben mich dann die Coaches von einer Hockey Academy in Kanada spielen sehen und wollten, dass ich dort eine Saison spiele, weil ich dann gute Chancen hätte in Amerika aufs College zu gehen. Das habe ich dann gemacht und bin dann innerhalb desselben Monats nach Kanada gezogen. Von dort wurde ich dann von meinen Coaches der Minnesota State University, Mankato gesichtet und ich konnte mir dann so den Traum, beim College zu spielen verwirklichen.

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Bully: Vor ein paar Tagen wurde bekanntgegeben, das die nordamerikanische Frauen-Eishockeyliga (CWHL) ihren Betrieb einstellt. Nimmst du so etwas wahr oder ist das „weit weg“ und hat keinen Einfluss auf dein tägliches Training auf dem Eis?

Anna: Also natürlich nimmt man sowas wahr und es ist dann auch Gesprächsthema, aber es ist jetzt nicht so, dass es mein tägliches Training auf dem Eis beeinflusst. Ich denke es ist schade, dass es so gelaufen ist, aber denke auch, dass dadurch hoffentlich die NWHL erweitert wird und es für noch mehr Frauen Eishockeyspielerinnen möglich ist auf einem hohen Niveau als Profi zu spielen.

 

 

 

Bully: Heute noch das Gruppen Abschlußspiel gegen Tschechien. Das Viertelfinale ist nach der 2:3 Niederlage nach Verlängerung gegen Frankreich sicher. Wo geht die Reise des DEB bei diesem Turnier hin?

Anna: Wir versuchen immer nach vorn zu blicken und mit jedem Spiel einen Schritt nach vorn zu machen. Natürlich wollen wir immer gewinnen, das steht ganz oben, aber es ist uns genauso wichtig uns immer weiterzuentwickeln und besser zu werden. Der Klassenerhalt ist auf jeden Fall geschafft, was sehr positiv ist, und jetzt schauen wir weiter, von Spiel zu Spiel, was noch drin ist.