Bonn vs. Köln / Bier her, now!!!

von Frank Göbel

Vorhang auf und  Bühne frei! Ein Leckerbissen des Skaterhockeys wartet auf uns. Fortuna Bonn Thunder gegen den HC Köln West III. Die Landesliga Rheinland zieht mit dieser Partie die ganze Nation in seinen Bann. Wen interessiert schon der Confed-Cup oder ein EM-Finale?! Hockey Baby!!!

Die Rasanz dieser Partie lässt sich nach einem flüchtigen Blick auf das Tableau der Liga ergreifen. Hier spielt der Letzte gegen den (Vorsicht, festhalten!) Vorletzten. Die Fanmeile am Bonner Rathaus blickt gebannt auf die Leinwand, weil es keine Karten mehr gibt. 

Aufstellungstechnisch hat man sich auf Seiten der Bonner nicht lumpen lassen. Im Tor startet Thunder Legende Lucas Domgörgen. Ein weiterer Rückkehrer ist Marc Gohsen. Der Interimscoach mischt jetzt wieder auf dem Feld mit. Im Sturm versuchen es unter anderem die internen Topscorer Warnke und Munde. Das letzte Spiel vor der Sommerpause muss gewonnen werden!

Pump-Up Song: „The price is wrong“ @ Periphery

Die Massen sind elektrisiert, die Mannschaften stehen bereit und sind startklar.

Die kalte Dusche sollte aber nicht lange auf sich warten. Das 0-1 in der 2. Minute durch Schmitz war ein abgefälschter Handgelenkschuß. Das 0-2 durch Rick war dann die endgültige Unterschrift zum Fehlstart.

Viel lief nicht zusammen. Köln spielte aufs Verteidigen und stellte Bonn vor gewisse Probleme. Einen Lichtblick gab es dann doch. Munde nahm sich ein Herz und fummelte sich durch die Abwehr um dann noch den Torwart zu verladen. Backbänder; 1-2.

Dabei sollte es bis zur Pause erst einmal bleiben.

Das zweite Drittel startete aber mit einem Knüller. Munde versuchte sich wieder und tanzte wieder die Verteidigung aus. 2-2.

Spiel gedreht und Happy? Leider nein. Geglückte Kombinationen blieben leider Mangelware. 

Dann aber Olbertz. Der nach seinen zwei Toren im letzten Spiel in die Verteidigung gesetzt wurde, fälschte einen Schuß unmittelbar vor dem Tor ab zur ersten Führung.

Das 3-3 fiel aber leider doch. Ein Mega-Safe sagen die einen, so eben über der Linie die anderen. Nach Videobeweis und Anruf in Toronto wurde auf Tor entschieden.


Es läuft nicht gut für Bonn bis hierhin, aber das man doch im Spiel ist, sollte man umso mehr schätzen.

Pause

Florian Zimmermann, wohl einer der (wenigen) Gewinner dieser Hinrunde, packte den Hammer aus und hatte Erfolg! 4-3.

Jacobs aus den Reihen der Kölner setzte einen unhaltbaren Handgelenkschuß in den Winkel. 4-4.

Dann der Comebacker! Marc Gohsen mit Schlagschuß von der Mitte zum 5-4. Alle wussten, das es noch ein hartes Stück Arbeit wird. Es waren noch knapp 10 Minuten zu spielen. 

Den Ausgleich für Köln besorgte aber doch noch May. Ärgerlich. Köln ärgerte die Bonner sehr effizient. Danach wurde nochmal alles nach vorne geworfen, aber es sollte beim 5-5 bleiben.

Journalistisch halte ich mich mit dem Penaltyschiessen nicht lange auf. David Munde besorgte den ersehnten Treffer und beschert Bonn den zweiten Saisonsieg.

Ein hart umkämpftes Spiel mit einem wichtigen Sieg für die Hausherren.

Jetzt ist erst einmal Sommerpause. Zeit sich zurückzulehnen? Nein, es gibt viel zu tun! 

Es ist oft sehr ruhig auf dem Feld. Dieses Spiel wird von 70% durch Kommunikation entschieden. Man soll sich nicht gegenseitig anschreien. Man soll eher miteinander und nicht übereinander sprechen.

Rebounds: Es kam diese Saison sehr oft vor, das der zweite und sogar der dritte Rebound vor dem Tor nicht geklärt wurde und im schlimmsten Fall beim Gegner landet. Es wird immer Abpraller vom Torwart geben, so ist das Spiel halt, aber dann muss auch „aufgeräumt“ werden!

Gegnerischer Torwart. Billig aber dennoch effizient. Ein Stürmer positioniert sich während eines Angriffs vor dem gegnerischen Goalie. Das wurde so in den 80ern auf dem Eis perfektioniert (Und findet seit einiger Zeit wieder Zuwendung). Warum nicht Mal versuchen dem Torwart die Sicht zu nehmen? Der zweite Stürmer (oder einer der beiden Verteidiger) braucht nur noch den Ball vor das Tor zu bekommen. Ich garantiere das so Tore fallen werden!
Am 27.8. geht es dann wieder los. Gegen das Überraschungsteam aus Monheim.

Der Countdown läuft!

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Interview mit Patrick Assenmacher (Bonn Thunder)

von Frank Göbel

Die Position des Torwarts bekommt im Skaterhockeys eine Schlüsselposition zuteil. In der Landesliga Rheinland spielt Patrick Assenmacher bei den Bonn Thunder. Patrick steht diese Saison im Mittelpunkt. Die aktuelle Situation und den Medienrummel um seine Person, nutzt „Bully – Der Eishockeyblog“ um bei Cappuccino in der Altstadt von Rheinbach über Hockey zu plaudern. Was seine Mama damit zu tun hat, das er Torwart geworden ist und warum er eine morgendliche Begrüßung nicht so mag.

 

Bully: Hallo Patrick, vielen Dank, dass Du Zeit hast für „Bully – Der Eishockeyblog“. Als Torwart erwarten wir in der Redaktion immer die tollsten Erklärungen, warum man sich freiwillig vor das Gehäuse stellt. Spann uns nicht weiter auf die Folter! Warum bist du Torhüter geworden?!

Patrick Assenmacher: Warum bin ich Torwart geworden? Gute Frage. Es lag in erster Linie nicht an mir, sondern an meiner Mutter. Als sie mich damals zum Skaterhockey angemeldet hatte, hatte sie es bereits einfach entschieden. Ich sollte Torwart werden, ohne dass ich es wusste. Ich allerdings wollte damals noch Feldspieler werden. Ich habe dann aber in den ersten Trainingseinheiten gemerkt, dass mir die Torwartposition liegt. Dabei bin ich dann geblieben. Und ich denke, das war auch genau die richtige Entscheidung!

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Bully: Mit Fug und Recht kann man behaupten, dass Du ein Urgestein von Bonn Thunder bist. Du hast den Aufstieg und Fall des Vereins mitgemacht. Die Implosion der fehlenden Juniorenmannschaften. War ein Vereinswechsel nie eine Option für Dich?

Patrick Assenmacher: Es war nie eine Option, mal woanders hinzugehen, auch in dieser Situation nicht. Ich habe mich immer mit allen verstanden und wusste immer um meine Position im Kader. Auch wenn es personell hin und wieder schlecht lief, haben wir es doch immer wieder hinbekommen, ein Team für Turniere oder auch die Saisonspiele aufzustellen. Natürlich ist es schade, dass wir nur noch eine Mannschaft haben. Aber es freut mich, dass ich auch heute noch mit meinen damaligen Junioren Jungs auf die Spielfläche gehe.

Bully: Aktuell bist du bei Bonn aus dem Tor gar nicht mehr wegzudenken! Das letzte Spiel in Kaarst zeigte mal wieder die ganze Klasse deines Spiels (https://bullyicehockey.wordpress.com/2017/06/16/1770/ < Hier der Spielbericht). Hast du ein Spezialtraining für Torhüter, das die Schwerpunkte auf Reflex bzw. Reaktion konzentriert oder ist das einfach nur (gottgegebenes) Talent?

Patrick Assenmacher: Es ist ein Können, worauf ich mich im Spiel immer verlassen kann. Meine schnellen Reaktionen und gutes Positionsspiel sind spielentscheidend, aber dafür stehe ich auch im Tor. Letztlich habe ich diese Reaktionen und mein Stellungsspiel von meinem damaligen Trainer Axel Munde erlernt. Er hat mich ziemlich hart rangenommen. Und wenn es im Spiel nicht so lief, wie er es sich vorgestellt hat, dann bekam ich immer „Guten Morgen Herr Assenmacher“ zu hören. Das war ein Mittel, was bei mir gezogen hat. Denn ich wollte es nicht hören. So wurde ich stärker und stärker. Um diese Reaktionen aber anwenden zu können, muss man ein Spiel lesen können. Bei einem Angriff des Gegners muss man direkt wissen, was passieren kann. Ich habe immer einen Plan A und B im Kopf und es muss blitzschnell gehen, wenn B eintritt.

Bully: Die Saison läuft, gelinde gesagt, semi. Aus sechs Spielen, habt ihr fünf verloren. Darunter eine derbe Packung in Monheim bei den Stinktieren (5-19). Es ist die Landesliga und das Ganze ist Hobbysport. Keine Frage. Aber in der Mannschaft muss es doch brodeln vor Wut. Was sind die Schlüssel um diese Saison für die enthusiastischen und leidenschaftlichen Fans noch positiv zu beenden?

Patrick Assenmacher:
Wut und Enttäuschung steht im Moment jedem auf die Stirn geschrieben. Aber ich kenne diese Situationen ganz genau. Dabei kommt meiner Meinung nach so ein Spiel gegen den aktuellen Tabellenführer Hilden (Samstag, 24.06. um 15:00 in Hilden / Live und in 3D: Vorort/ Anm. d. Red.)) genau richtig.
Es ist der Wille von jedem von Bonn Thunder, endlich aus diesem Tief zu kommen und drei Punkte zu holen. Und ehrlich gesagt, gegen welchen Gegner kommt ein Befreiungsschlag gelegener, als gegen den Spitzenreiter? Das gibt Selbstvertrauen!
Wir haben über die letzten Spiele gesprochen und unsere Fehler erkannt. Wir denken alle in die richtige Richtung. Wir brauchen dringend ein Erfolgserlebnis. Der erste Schritt ist der schwerste. Aber wenn alle an einem Strang ziehen, dann ist alles möglich.

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Patrick war schon mal auf Stipvisite in Tampa. Vasilevskiy war so begeistert, das er ihm sein Trikot mitgab.

Bully: Viele Skaterhockeyspieler, spielen Skaterhockey nur zur Sommerüberbrückung. Wie ist das bei dir, spielst du ab Herbst auch Eishockey? Und wenn ja, wo?

Patrick Assenmacher: Nein, ich spiele nur Skaterhockey. Ich fühle mich auf dem Eis zwar sehr wohl und freue mich über jedes Spiel oder Training, was ich auf dem Eis machen kann, aber prinzipiell hatte und habe ich keine Ambitionen, Eishockey Goalie zu werden.

Bully: Abschluss(fantasy)frage: Du hättest die Wahl Nummer eins des KEC zu sein, welcher gerade im DEL-Finale gegen Mannheim steht ODER du könntest in der NHL bei den Tampa Bay Lightning Fuß fassen. Müsstest aber kurz vor Start der DEL-Finalserie zum Medizincheck für zwei Wochen nach Florida abreisen. Wie entscheidest du dich?

Patrick Assenmacher: Ich würde, ohne zu überlegen, das Finale mit den Haien um die Meisterschaft spielen und diesen Fans und dem Verein den Meisterpokal nach Köln holen.
Wenn Tampa mich will, dann wollen die mich auch danach noch und wenn nicht, dann schlagen die Vegas Golden Knights beim Meistergoalie aus Köln zu.

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Trading Cards / Damals…

von Frank Göbel

Preisfrage: Wo tut man die Sachen hin, mit denen man kurz nach einem Umzug vorerst nichts anfangen kann? Genau. Keller.

Jetzt verfügen wir über die göttliche Gabe einen großen Gewölbekeller zu besitzen. Folglich kann man zu dem Schluss kommen, dass in unserem Haushalt sehr viel in diesem Raum gelandet ist.

Wie dem auch sei, ein knapper dreiviertel Jahr ist vergangen und wir hatten vor kurzem diese wahnwitzige Idee den Keller zu entrümpeln. Jetzt bin ich ein Mann und mache es mir einfach: was ich nicht mehr brauche, kommt in den Müll/Sperrmüll. Kaum dass ich diese These ausgesprochen habe, merkte ich den brennenden, tödlichen Blick meiner Holden Frau.

Also wird sortiert. Das ist jetzt nicht so spannend, gerade für die Eishockeyfreunde die hier auf den Bezug zu Ihrem Hobby warten.

Es kam ein Umzugskarton mit meinen Sachen. Neben alten Kontoauszügen, einen Schal von Team Schweden, einem Wimpel vom legendären EHC Essen-West („Essen West, die Schweine ham die Pest!“), fand ich noch einen Ringordner.

Und was fand ich? Meine alten Trading-Cards aus meiner Mokitos-Essen Zeit. Raus aus dem Keller an die laue Sommer-Abend Luft. Bierchen auf und stöbern. Und für wahr, ich sollte nicht enttäuscht werden. Ein Pottporee meiner Vergangenheit in der Eishalle Essen West.

Da wäre Mike Muller mit blutverschmierter Wange. Der Typ war ein Tier! Ich habe ihn, wie viele andere auch damals, nach dem Training angehauen. So brachial er von der Statur ist, so freundlich und höflich ist er. Als er die Karte sieht sinnierte er „…good times!“

„Good Times“ hatte man in Sachen Eishockey in Essen wirklich selten.

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Dann fällt mir die Karte von Toni Krinner in die Hände. Wehmut über einen tollen Menschen, der uns viel zu früh verlassen hat.

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Dann aber ein Juwel! Peter Draisaitl (Damals KEC) hatte eine Karte der Saison 94/95 unterschrieben. Die Karte ist der Burner schlechthin. „Erlernter Beruf: Bürokaufmann“ („Sohn, lerne erst mal was Anständiges, danach kannst du immer noch Eishockey spielen!“) Gut, das Peter das nicht seinem Sohn Leon eingeredet hat!

Die nächste Legende wartet nicht lange: Esa Tikkanen! „Ein Weltstar in Essen!“ oder „Sturmpartner von Wayne Gretzky in der DEL!“ hiessen nur wenige Schlagzeilen damals in der Presse. Die unrühmlichen DEL-Jahre und Missgeschicke auf und neben dem Eis des ESC sollten aber leider Hauptthema bleiben.

Weiter zu einem, der es in Deutschland echt zu was gebracht hat: Michael Wolf! DEL-Topscorer und verdienter Nationalspieler. Hier habe ich eine Iserlohn Karte und jeder weiss um die Rivalität zwischen Essen und Iserlohn. Scherzhaft diskutiere ich manchmal mit meinem Iserlohner Kumpel, das Michi Wolf das Eishockey in Essen gelernt hat und die Roosters froh sein konnten ihn zu bekommen….

Dorian Anneck. Und diese Karte hat ihre eigene tolle Geschichte. Als ich und ein Freund damals zu Karstadt Sport zur Autogrammstunde kamen, kam uns die Karte schon komisch vor. Unser Verdacht erhärtete sich, als wir dann vor ihm standen. Das auf der Karte ist nicht Dorian Anneck. Und Mr. Anneck erklärte uns, dass es ein Fehldruck war! Zig Tausend Mal gedruckt. Wer der Typ auf der Karte ist? Keine Ahnung!

Zeit für einen Goalie: Jimmy Waite. Ein ganz Großer! Er hat ein Spiel manchmal im Alleingang gewonnen, wenn die Verteidigung wieder Mal übers Eis stolperte. Später dann sein Wechsel (aber wir haben es ihm nicht übelgenommen) nach Iserlohn zu den Hühnern.

Lars Brüggemann. Da gibt es nicht viel zu sagen. Schön dass er da war. Ich glaube der macht jetzt irgendwo Schiedsrichter oder so…

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Zum Abschluß (Mein Bier ist nämlich alle) dann mein Liebling: Ralph „Speedy“ Intranuovo. Meine Fresse, hab ich den damals gerne spielen gesehen. Toller Stürmer, der immer vor dem Tor Alarm gemacht hat.

Witzig, das ganze fühlt sich an, als ob es letzten Monat war. Über 10 Jahre später sitze ich hier in Grafschaft (Rheinland-Pfalz) im Garten, nippel an meinem Bier und kucke mir alte Eishockey-Karten an. Ich fürchte jetzt ist es nicht mehr aufzuhalten: Ich werde alt!

„Du bist schon alt!“, krawallt es von der Seite.

Na gut.

Es sind noch einige Karten die sich das im Ordner tummeln (Rick Goldmann, Martin Sychra, Thomas Popiesch etc.). Aber diese alle aufzulisten, würde zu lange dauern. Ausserdem geh ich jetzt rein, meine Tochter wird gleich nach Ihrer ersten Nachtmilch schreien.

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Auf der Suche nach drei Punkten / Bonn @ Kaarst

von Frank Göbel

Ich melde mich heute aus dem wunderschönen Kaarst. Fronleichnam in der Metropole am Niederrhein, was gibt es schöneres?!

Ich habe heute die Gelegenheit die Skaterhockey-Partie zwischen den Crash Eagles Kaarst III und Bonn Thunder zu begutachten. Die Gäste aus Bonn haben sich heute viel vorgenommen. Vier Spiele in Folge hat man verloren und man setzt heute alles daran, das keine fünfte hinzukommt. Personell kann man wieder aus dem Vollen schöpfen: Captian Schmidt ist wieder an Bord und David Munde wird nach Pause auch wieder auflaufen. Munde im Verbund mit Chris Warnke hat diese Saison schon gezeigt, das sie auf dem Feld gut harmonieren. Assenmacher hat sich den starting Job im Tor erkämpft/erobert.

Die Eagles hingegen haben vier Spiele in Folge gewonnen. Das ganze könnte hier also eine harte Nuss werden. Packen wir es an!

Pump-Up Song:

„Born for Greatness“ @ Papa Roach

Aber große Namen bedeuten nicht, das man auch groß spielt. Die Anfangsminuten waren für Bonn nicht einfach. In der Verteidigung kam es zu einigem Kuddelmuddel und Assenmacher musste schon früh eingreifen. Eine Unterzahlsituation wurde gut gelöst und blieb ohne Folgen.

Offensiv war ein Alleingang von Warnke und ein Schuß von Munde zu verzeichnen. Mit Mitte des Drittels wurde es besser. Die beiden Rubberts hatten sich toll ein ums andere Mal freigespielt und wurden mit jeder Spielminute gefährlicher. 

Es bedarf aber eines Routiniers um Bonn hier in Front zu bringen. Captian Schmidt tanzte im Angriffsdrittel erst einen aus um dann dem Torwart keine Chance zu lassen. 1-0. Wenn auch etwas schmeichelhaft aber die Führung wurde gerne genommen.

Das zweite Drittel ist diese Saison traditionell im Hause Bonn nichts für schwache Nerven. Warum in Kaarst dann nicht auch?!

Verteidiger Olbertz füttert Munde an der Mittellinie bilderbuchhaft mit einem Zuckerpass. Dieser läuft aufs Tor und macht eiskalt das 2-0. Und wenn es läuft, dann läuft’s. Rubbert (#77) mit einem Schlagschuß zum 3-0. Toll.

Der Leser erinnert sich an die Sache mit den Nerven? In der 8 . Minute macht Simon Harnischmacher den Anschlußtreffer. In der selben Minute macht allerdings sein Bruder Sebastian das 2-3. Es wurde hitzig. Das 3-3 musste man dann in Unterzahl hinnehmen. Das tut weh, das schmerzt.

Aber es gab ja noch Flo Zimmermann. Der im ersten (und einzigsten) Powerplay einen Mordsschuß auspackte um sich wieder die Führung zu Krallen. Chris Warnke (heute mit schicken neuen Inlinern!) hatte kurz darauf dann auch die Schnauze voll und haute drauf. 3-5.

Das letzte Drittel. Das Strafzeiten zum Eishockey gehören, weiss jeder. Doppelstrafzeiten sind aber extrem unangenehm. Erst musste Juchem Platz nehmen und anschließend Warnke. 4 gegen 2 also. Ganz schön unfair. Das Powerplaytor erzielte Simon Harnischmacher . Sehr ärgerlich.

Wenn es einen Wert für Bonn’s Torwart Assenmacher gäbe, dann läge der etwa bei Hendrick Lundquist oder Dominik Hasek. Was Assenmacher im letzten Drittel hält ist gigantisch. Beim 5-5 war aber auch er chancenlos. Ein Schuß der über sein Tor ging, kam sehr tückisch zurück und fand den Weg ins Tor.

Es kam also zum Penaltyschiessen. Zwei Runden waren nötig. Zimmermann, Schmidt, Munde, Warnke und Stauff blieben leider erfolglos. So machte Sebastian Harnischmacher (wer sonst?) den Siegtreffer.

6-5 nach Penalty bei einem Topteam verloren. Es gibt Schlimmeres. Auch wenn man sich endlich Mal wieder einen Sieg gewünscht hätte. Die Leistung bei 33 Grad Aussentemperatur sollte dabei aber nicht ausser Acht gelassen werden!

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Goalie Assenmacher hält Spiel lange offen / Bonn vs Kaarst

von Frank Göbel

Sonntag. Sonnenschein. Was gibt es da schöneres als sich ein Skaterhockeyspiel anzuschauen? Rasen mähen, Familienausflug, Steuern machen oder so. Mitnichten, heute knallt es! Und zwar in Bonn.
Die Spieler der Bonn Thunder erwarten die dritte Vertretung der Crash Eagles Kaarst im fünften Ligaspiel der Landesliga Rheinland.
Die letzten drei Spiele haben die Bonner verloren. Darunter eine herbe Niederlage in Monheim (19-5) und eine enge Kiste gegen Langenfeld (4-5) in der man in den letzten Sekunden das Spiel hergegeben hat.
Abgehakt, archiviert und hoffentlich das wichtigste aus den Partien mitgenommen. Die Crash Eagles grüßen vom dritten Platz. Auf die Tabelle sollten die Bonner aber heute nicht sehen. Egal ob da heute die Crash Eagles Kaarst oder die aktuelle Mannschaft der Nashville Predators stehen.
Gas geben, plattmachen und die Sonne genießen. Hey, das wäre ein super Motto für ein Tattoo!
Pump-up Song: “Come in Over“ @ Royal Blood

Auf geht’s!
Und Bonn startet super. Stauff zu Beginn mit einem Klasse Check; es wird gefightet. Man will hier unbedingt gewinnen. Das einzige Manko ist das Erfolgserlebnis. Das gibt es aber auf der anderen Seite. Zimmermann musste wegen hohem Stock auf die Strafbank.
Das wurde von Bähner in der 6. Minute ausgenutzt und so steht es 0-1. Aber das Spiel läuft schon wieder. Die Ansprache von Trainer Gohsen vor diesem Spiel hatte gefruchtet. Chris Warnke schnappt sich den Ball und sprintet über rechts durch. Sein Mitläufer (jener) Zimmermann hat nach einem Pass kein Probleme in Minute 9:42 einzunetzen. Das war wichtig!

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Wichtige Stütze beim heutigen Spiel; Rene Odenthal

Eine unglückliche Kette an Ereignissen an der Mittellinie ließ die Verteidigung der Thunder ins Chaos stürzen. Goalie Assenmacher am Boden, wildes rumgestocher und das 2-1 für die Gäste aus Kaarst. Wie doof.
Es gab dann in der Folge noch einige einige Einschußmöglichkeiten für Bonn, aber leider ohne fortùne.
Pause.
Das zweite Drittel begann „verhalten“. In der Verteidigung war der Wurm drin. Es kamen kaum gute Pässe. Die Nervosität war sprichwörtlich zu greifen. Nach einem Fummelfehler eines Kaarstspielers aber schnappte sich Rene Odenthal den Ball und im Verbund mit Captian Degle netzte Odenthal zum 2-2 ein. Die Stammkräfte haben es wieder gerichtet. Das Spiel wurde aber leider nicht besser. Es kam zu Abspielfehler; auf beiden Seiten.
Hier muss man auch Bonn’s Torwart Assenmacher anführen. Der hielt hier das 2-2 fest und zeigte einumsandere Mal seine Klasse!
Das letzte Drittel begann mit einem Powerplay für Bonn. Zwei tolle Schüsse von Zimmermann, aber leider mehr auch nicht. Das man hier kämpfen musste war allen klar. Juchem dann mit einem Monstercheck an der Mittellinie. Lamberg, Warnke und Thüns blieben während des Spiels nach harten Zweikämpfen zeitweise zwar verletzt liegen, bissen aber auf die Zähne und machten weiter.
Stauff musste leider in der 50. Minute auf der Strafbank platznehmen und was er sah war das 3-2 der Eagles. Ein Powerplay welches nicht gut aufgezogen war, aber dennoch reichte um ein Tor zu machen.

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Den Schluck hat sich Goalie Assenmacher verdient!

Danach kam viel Druck. Degle und Odenthal waren hier Mal wieder die treibende Kraft. Allein das Tor sollte nicht fallen. Zum Schluß kamen einfach zu wenig Bälle vor das Tor.
Am Ende hat Bonn Thunder seine vierte Niederlage im fünften Spiel. Das das hier kein Selbstläufer werden würde war allen klar. Aber diese Saison ist bisweilen eine echte Seuchensaison für Bonn.

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Aber halten wir das positive fest: Man hat nur 3 Gegentore bekommen. Goalie Assenmacher hat hier das Spiel lange offengehalten. Seine ganze Klasse war aber heute leider zu wenig für einen Sieg. Florian Zimmermann kam nach langer Verletzungspause wieder zum Einsatz. Er bringt Ruhe und Erfahrung ins Team.
Wie geht es weiter? Erstmal gar nicht. Das nächste Spiel ist erst in drei Wochen. Gegen? Trommelwirbel: Kaarst.
Da wird einiges richtig zu stellen sein.
Und außerdem, irgendwann muss die Serie reissen. Basta!

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Bowey, Vanecek and Bourque bring Bears closer to conference finals

 

By Eric Lord

Game four of the Atlantic Division Finals was not a particularly good one for the Hershey Bears. They lost 2-1 to the Providence Bruins to even the Calder Cup playoff series at two games apiece. The team only mustered 11 shots on a goal and lost starting goalie Pheonix Copley to a lower-body injury. So, what did the Bears do on their off day? They headed to the home of hall-of-fame defenseman Raymond Bourque (father of Chris and Ryan) for a little Mother’s Day barbeque. Well, the barbeque worked. Chris Bourque had a goal and an assist, Vitek Vanecek played strong in goal and Madison Bowey scored 1:58 into overtime to give Hershey 3-2 victory. Now, the Bears are one win away from their second consecutive trip to the Eastern Conference finals.

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Vanecek was called on early to make a big stop. The rookie goaltender did just that. Providence forward Colby Cave came in on a breakaway. Vanecek got his blocker on Cave’s shot to keep the game scoreless.

 

After killing off a penalty, Hershey struck first. Defenseman Tyler Lewington wristed a shot towards the Providence net. Bourque deflected the shot on its way. The tip went over Bruins’ goalie Zane McIntyre’s blocker and the Bears had a 1-0 lead. Bourque’s goal was the first goal that McIntyre has allowed in the first period in these playoffs.

 

Hershey led 1-0 after one period, but Providence equalized early in the second period. Tommy Cross backhanded a floater from the inside edge of the right circle. With traffic in front, the shot beat Vanecek over his blocker to tie the game at one at the 3:59 mark of the middle frame.

 

The Bruins nearly went ahead on a Hershey power play shortly after tying the game. Jake DeBrusk, who scored a shorthanded goal in game one, had a point-blank chance. Vanecek stood tall and made the save to keep the game tied.

 

The Bears did not score on the power play, but would jump back ahead one minute and 44 seconds after the power play expired. Stanislav Galiev slid a pass back to Paul Carey, who fired a hard wrist shot from the inside top of the right circle that beat McIntyre. Carey’s goal gave Hershey a 2-1 that they would take into the third period.

 

Providence came out strong in the third period and evened the score at the 9:18 point of the final frame. Noel Acciari slid a pass towards the front of the net. Debrusk tipped Acciari’s pass to a Austin Czarnik, who was wide-open to the left of the goal. Czarnik put home his chance and the game was tied at two.

 

After tying the game, the Bruins controlled most of the third period and had the Bears on their heels. However, Vanecek and company kept Providence off the board. For the third time in the series, the game went to overtime.

Overtime did not last long. Hubert Labrie dug the puck out of a scrum on the left boards and dropped the puck to Bourque, who covered for Labrie at the point. Bourque sent the puck across to Bowey. The defenseman took two strides in and wristed a shot past McIntyre, who was screened by Travis Boyd. The goal gave the Bears a 3-2 win and a 3-2 series lead.

 

Bourque made history with his assist on Bowey’s goal. He became the all-time assist leader in Calder Cup Playoff history. The assist was his 81st and it moved him past Darren Haydar.

 

The heroics of Bowey and the history made by Bourque should not overshadow the play of Vanecek. The rookie was starting his first ever Calder Cup playoffs game and was filling in for the player who has been Hershey’s most valuable player thus far in these playoffs (Copley). Vanecek was unrattled. He stopped 29 of the 31 shots he faced and came up with the save when his team needed it.

 

With Copley’s status unknown for game six, Vanecek may have to step in once again. Judging by game five, the Bears are in good hands.

 

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WM / Freie Platzwahl

von Frank Göbel

Eishockey-WM im eigenen Land. Das ist DER Jackpot für viele Sympathisanten dieses tollen Sport. Und so habe ich mich auf den Weg nach Köln gemacht um mir dieses Spektakel selber aus der Nähe anzuschauen.

Mein Sidekick ist ähnlich gepolt wie ich und wir fieberten diesem Tag schon entgegen. Drei Spiele wollten wir uns antun. Italien vs Russland, Dänemark vs USA und Slowakei gegen Lettland.

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Die Tageskarte hat uns knapp 130€ pro Nase gekostet. Für drei Spiele bei einer Weltmeisterschaft, sah uns das fair aus.

Gegen 11:30 sind wir dann in Köln am Hauptbahnhof angekommen. Im Herzen des Bahnhofes ist sogar eine Art Fanmeile aufgebaut. Oder sagen wir mal Fanmeilchen. Hier konnte man sich über die aktuellen Spiele erkundigen und Live die Spiele via Beamer verfolgen. Vor dem Bahnhof wurde noch ein gigantischer Puck aufgestellt wo auch schon die ersten Russen fleißig Selfies machten.

Auf nach Köln-Deutz! Auf dem Weg dorthin kamen einem dann auch die ersten Fans entgegen und so langsam kam WM-Feeling auf. Vor der Halle war dann einiges los. Der Hauptsponsor, der sich hauptsächlich mit Fertigung von Automobilen beschäftigt, hat es hier groß aufgezogen. Ein Fan-Haus mit Entertainer der erpicht war alle bei Laune zu halten. Air-Hockey und selber mit dem Schläger auf Matten zocken waren nur einige Möglichkeiten den Alkohol aus dem Körper zu vertreiben.

Da wir etwas knapp dran waren, hoben wir uns diese Spiele für später auf. Rein in die Halle. Mit knapp über 10.000 Zuschauern war die Halle auch ganz gut gefüllt. Zu 90% waren hier Russen. Mit einigen habe ich mich unterhalten und viele kamen extra aus Russland für dieses Spiel! Das bringt für mich diese Faszination der Russen für diesen Sport auf ein ganz anderes Level. Eishockey in Russland, das ist Familienangelegenheit. Da fliegt man schon mal von St. Petersburg ein. LA FAMILIA!

Stark.

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Das Spiel an sich war einseitig (um es diplomatisch auszudrücken). Völlig überforderte Italiener verlieren 1-10 gegen eiskalte Russen. Mit diesem Fansupport wäre alles andere auch eine Enttäuschung gewesen.

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Nach dem zweiten Drittel hatten wir die Schnapsidee uns in den Unterrang zu setzen. Gemacht, getan. Kartenkontrolle? Fehlanzeige. Es standen zwar ein paar Ordner mit Halsbändchen an der Tür, aber die haben sich herzlich wenig dafür interessiert wer reinkommt. Diese Idee hatten in der Folge auch andere Fans und haben sich in den Unterrang gesetzt. Im Nachhinein haben wir uns geärgert nicht billigere Tickets geholt zu haben und uns dann unten hinzusetzen. Naja, es war unsere erste WM.

Das zweite Spiel war dann mein persönliches Highlight. Dänemark vs USA. Ich, ausgestattet mit einem USA-Jersey (#19 Dubinsky), konnte mir das Warm-Up auf Ice Level anschauen. NHL-Spieler ganz nah. Spieler die man aus der Nacht im Gamecenter der NHL sieht jetzt hier auf dem Eis. Das war toll.

Die Amis hatten dann aber auch nur wenig Mühe und setzten sich 7-2 durch. Die Halle an sich war jetzt nicht mehr ganz so voll. Laut Aussage des Hallensprechers waren es knapp über 8000 Zuschauer. Wollen wir das mal so glauben.

Nach dem Sieg und der Nationalhymne haben wir uns das Fanzelt angeschaut. Wir zockten auf der Kunsteismatte. Da mein Buddy und ich gerne zocken und uns den Puck mit One-Touch hin und her schlugen wurde uns freundlich mitgeteilt das wir auch mal andere ran lassen sollten. Jaja, wenn man einmal im Flow ist. Aber gut, wir sind dann zum Torwandschießen gegangen. Es waren noch einige Russen da und ich als Ami wollte es dann auch mal versuchen. Von 5 Scheiben habe ich dann 4 versenkt.

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„DUBINSKY!!!“ grölten die Russen hinter mir. Ist das nicht toll? Egal wo du herkommst, für wen du bist, es war alles ein großes Miteinander. Das zeichnet Eishockey weltweit aus.

Um 20:15 stand dann noch Lettland vs Slowakei an. Ein Ostblock-Klassiker. Und die Halle war wieder voll und laut! Etwas überraschend setzten sich hier die Letten mit 3-1 durch.

Nach dem Spiel wollte mein Kumpel noch den Fanshop besuchen, aber zu unserer Enttäuschung wurde der nach der zweiten Pause dieses Spiels schon geschlossen. Schade, da wäre bestimmt noch was Umsatz drin gewesen.

Beim standesgemäßen Besuch anschließend im goldenen „M“ trafen wir noch auf eine kleine Truppe die (Obacht) aus Holland kam. Einer von Ihnen hat sogar eine Dauerkarte für die DEG. Jedes Wochenende fährt dieser Mensch von Venlo nach Düsseldorf. Für Eishockey. #highfiveworthy

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Als wir dann gegen 2 Uhr bei meinem Kumpel ankamen, waren wir einfach nur noch platt. Es war ein langer Tag mit vielen Eindrücken.

Eishockey-WM im eigenen Land. Geil!

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