Labrie does it all in Hershey win over Binghamton

 

By Eric Lord

Hubert Labrie is not a highly-touted defenseman prospect. In truth, he is not even on a two-way National Hockey League contract. He is strictly property of the Hershey Bears. Labrie is not an offensive-minded defenseman who puts up a ton of points. Actually, he is at the bottom of the list in offensive production for Hershey defensemen. However, Labrie is a big contributor on the Bears’ blue line, but his contributions often fly under the proverbial radar. He does a lot of things well. On Wednesday night, Labrie contributed in multiple ways in Hershey’s 3-1 victory over the Binghamton Senators.

 

It did not take long for Labrie to make an impact in the game. Early in the first period, Binghamton had a lengthy 5-on-3 power play after the Bears took two penalties in a seven second time span. During the two-man advantage, a Senators shot snuck through Hershey goalie Pheonix Copley. The puck was creeping across the line for what would have been an early Binghamton goal. Labrie appeared at just the right time and pushed the puck off the line and into his goalie’s pads. It was the save of the night. The game stayed scoreless and Hershey killed off both halves of the power play.

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Later in the first period, Labrie stepped up and made a play on offense. Bears forward Riley Barber controlled the puck near the right circle and fired a cross-ice pass. Labrie jumped into the play and roofed his shot over Binghamton goalie Matt O’Connor to give Hershey a 1-0 lead. It was just the third goal of the season for Labrie, but it came at a big time.

 

Labrie also contributed physically. Despite being one of the Bears’ smallest defensemen at 5’11, Labrie is one of the team’s most physical players. He delivered the biggest hit of the night right in front of the Binghamton bench. That is three different areas where Labrie contributed.

 

In typical fashion, Labrie’s efforts went under the radar. His plays were a big reason Hershey came away with a win, but Labrie was not one of the three stars of the game as determined by a member of the media. Taking nothing away from the three players who were named stars (they all played very well and were keys to the victory), but no Hershey player impacted the game in more areas than Hubert Labrie.

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Bonn @ Köln / Ansehnlicher Betriebsausflug

von Frank Göbel

Köln Ossendorf. Heute startet die Saison der Bonn Thunder in der Landesliga Rheinland. Spiel 1 nach der Winterpause. Wie ein leeres Blatt, jetzt gilt es, es zu füllen. Man hat sich als Ziel gesetzt möglichst oben mit zu spielen.

Eine sehr wichtige Position wurde vorher pfiffig gelöst. Spieler Marc Gohsen hat sich verletzt und steht erst einmal nicht zur Verfügung. Er bekleidet jetzt den Posten des Cheftrainers. Eine längst überfällige Besetzung der wohl wichtigsten Stelle in einem Hockeyclub.

Auf der PK Anfang der Woche gab man bekannt mit voller Anzahl in Köln auftreten zu können. Sechs Verteidiger und sechs Stürmer. Das ist ein Traum, denn man ist flexibel und kann viel durchwechseln

Leider hat sich Thüns in der Woche im Training verletzt und fehlt so beim Auftakt beim HC Köln West. Die dritte Vertretung der Rhinos hat die angenehme Eigenschaft immer einen vollen Kader zu besitzen. Die vielen Teams im Verein machen es möglich.

Interessant wird die Position der Bonner im Tor sein. Paul Reccius, ein junger Mann darf sich hier beweisen. Ohne hier von meiner Journalistenseite Druck zu machen; von ihm hängt heute viel ab.

Auf geht’s!

Endlich wieder Hockey. Ist das geil! Und für wahr, das erste Drittel bot einiges. Der erste Test für Reccius verlief allerdings nicht so schön. Ein hoher Ball in seine Richtung versuchte er abzufangen. Leider missglückte dies, rutschte unter seinem Schoner durch und so stand es 1-0 für die Hausherren. Hasek und Lundquist ist so was auch schon passiert.

Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten. Kurios, ein Freistoß für Köln würde falsch ausgeführt und somit war Bonn am Zug. Flo Zimmemann nahm sich ein Herz und zog trocken vom Mittelfeld ab. 1-1.

Kurze Zeit später saß Chris Warnke auf der Strafbank. May ließ Reccius keine Chance und netzte zum 2-1 ein.

Das Bonn es aber auch im Powerplay kann, bewies Captian Schmidt, der nach schönem Zuspiel von Zimmemann wieder ausglich.

2-2, läuft doch.

#28 (Rick)der Kölner hatte aber nicht so den Gefallen daran und brachte mit einem Mordsschuß wieder die Führung. Reccius hatte auch hier nicht viel Chance.

Die Sekunden tickten herunter. Letzte Chance Bonn. Munde tankt sich durch. Einer, dann der Zweite. Nur noch der Torwart. Sekunde 2, 1…Tor!!!!



Ein Tor was sich jeder Spieler Mal wünscht. 3-3 zur Pause. Darauf muss man erstmal klar kommen.

Das zweite Drittel begann mit einer kalten Dusche. 4-3 durch Buslei im PP.

Das sollte es aber erst einmal auf Kölner Seite sein. Rubbert #98, Warnke, Degle und nochmal Warnke bescherten Bonn eine drei-Tore-Führung. Was war hier passiert? Nach dem 4-4 durch Rubbert ließ sich Ratajczak im Kölner Tor auswechseln. Ab hier gibt es nur eine logische taktische Schlussfolgerung: Schießen, schießen, schießen!

Mit Erfolg. Bonn hatte hier einen Braten angesetzt und es war Servierzeit! Man spielte wie ein Team, was Spaß hat. Gepaart mit Leidenschaft ist das unschlagbar.

Pause.

Welter hatte aber erst Mal vor das ganze noch einmal spannend zu machen. Er umkurvte Reccius zum 5-7. Das ganze sollte aber lediglich Makulatur sein. Eine tolle Passstafette im Powerplay servierte einen völlig freistehenden Stauff den Ball zum 5-8.

Und wenn es Mal läuft, dann läuft es. Munde mit einem Sniper zum 5-9.

Und das war es dann auch. Köln hatte nichts mehr entgegen zu setzen und verliert seine zweite Partie.

Man of the Match: Es ist schwer nach so einer Partie einen Spieler rauszupicken. Deshalb lasse ich das auch. Das Team hat super funktioniert und es hat sich keiner quer gestellt.

Reccius im Tor hat einen tollen Job gemacht. Die 5 Gegentore werden sicherlich in der Videoanalyse untersucht werden, aber wenn man 9 Tore macht, darf man auch mal etwas lockerer sein.

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Spieltag 52: Die Panther verabschieden sich in die Sommerpause… normalerweise!

Die letzten vier Hauptrundenspiele der Saison 2016/17 verlor der AEV. Doch es gibt einen Grund, weswegen in Augsburg dennoch niemand traurig ist. Seit einiger Zeit ist nämlich klar gewesen, dass man sicher Pre-Playoffs spielen wird. So früh wie selten konnten sich die Fans freuen, dass die Saison nicht nach dem 52. Spieltag enden wird. Doch es kam noch besser: Fünf Spiele vor Hauptrundenende war klar – die Panther belegen Platz 6, komme was wolle. Somit sei der Mannschaft verziehen, dass man ab diesem Zeitpunkt nicht mehr wirklich punktete. Tja, ein Pferd springt eben nur so hoch, wie es muss 😉 Auch die Prävention von Verletzungen wird ein Grund für das verhaltene Auftreten gewesen sein. Wie dem auch sei: Platz 6 heißt Viertelfinale!

Die Hauptrunde auf Platz 6 abzuschließen bedeutet für die Panther die beste Platzierung, seit Bestehen der DEL. Viertelfinale spielte man zuletzt 2010, als die Panther Vizemeister wurden. Doch gibt es einen Unterschied zu damals? Wie stehen die Chancen in den anstehenden Playoffs? 
Tja, schwierig zu sagen. Noch vor der Saison sprach man der Mannschaft und insbesondere den Goalies sämtliche DEL-Tauglichkeit ab. Doch sie haben den Kritikern gezeigt, was in ihnen steckt. Als Ziel hat sich die Mannschaft nun gesetzt, die Meisterschaft zu gewinnen. Doch dieses Ziel steckt sich vermutlich jede Mannschaft, die es in die Playoffs geschafft hat. Im Gegensatz zu den Vorjahren, in denen man auf dem Papier deutlich besser aufgestellt war, hat man nun das Gefühl, dass unten auf dem Eis ein tatsächliches Team agiert. Soviel Spielfreude hat man selten im CFS zu Gesicht bekommen. Auch was die Chemie zwischen den Spielern angeht, scheint alles zu stimmen, man hat einfach keinen „Stinkstiefel“ dabei. Ganz im Gegenteil! 
Ein weiterer Bonus: In den letzten Jahren ist die Mannschaft (selbst nach der Vizemeisterschaft!) überwiegend auseinandergefallen. Dieses Jahr konnten die Panther bereits vor Beginn der Playoffs soviele Spieler halten, wie noch nie. Aus der Abwehr fehlt lediglich noch Guentzel, im Sturm Hanowski, LeBlanc, MacKay, Shugg und Grygiel. Heißt im Klartext: 18 von 24 Spieler bleiben in der nächsten Saison in Augsburg, unfassbar! Daher kann man dieses Jahr zumindest davon ausgehen, dass der Großteil der Spieler noch nicht mit den Gedanken beim anderen Verein oder etwaigen Vertragsverhandlungen ist und sich alle vollkommen auf das Spiel konzentrieren. Die Ausgangslage ist demnach so gut wie noch nie. Frei nach dem Motto „Alles ist möglich“ gehen die Augsburger Fans daher sehr zuversichtlich in die anstehenden Begegnungen.
Im Vorfeld wurde viel diskutiert, wer wohl der beste Gegner für die Playoffs wäre. Zur Auswahl standen München, Köln, Mannheim und Nürnberg. Köln fiel in den Diskussionen aufgrund der weiten Anreise relativ schnell raus. Aufgrund der Erfahrung der letzten Jahre wollte man auch sicherlich nicht dem Favoriten aus München begegnen. Doch bei Mannheim und Nürnberg schieden sich die Geister. Meiner Meinung nach lagen uns die Spiele gegen Mannheim immer ganz gut. Wir sind nie sonderlich unter die Räder gekommen und haben eine gute Figur gemacht. Doch auch die Meinung, dass Nürnberg leichter zu schlagen wäre, kursierte im Stadion.
Letztendlich entschied die Tabelle: Bayrisches Derby. Die Spiele während der diesjährigen Saison zwischen Augsburg und Nürnberg gingen unentschieden aus. Jede Mannschaft hat jeweils einmal daheim, als auch auswärts gewonnen. Die letzte Begegnung beendeten die Panther eindrucksvoll mit einem 4:0 im heimischen Curt-Frenzel-Stadion. Ich denke, dass wir eine knappe Serie erleben werden, die nicht innerhalb der ersten vier Spiele entschieden sein wird. Für beide Mannschaften ist alles drin, auch wenn der Konkurrent selbstverständlich einen deutlich wertvolleren Kader besitzt. Allein die etlichen Nationalspieler, sowie die Topreihe um Reinprecht und Reimer werden für Furore sorgen. Doch wenn sich die Panther an ihren Plan halten und genauso wie während der Saison spielen, halte ich es durchaus für möglich, dass wir als Sieger aus dem Duell hervorgehen können.

Alles in allem sind die Fans in Augsburg einfach wieder froh, ein Teil der Playoffs zu sein. Ganz egal, wie weit es die Mannschaft schafft. Mike Stewart und das Team haben Unglaubliches geschafft und uns eine super Saison geliefert. Wirklich ansprechendes Eishockey, gepaart mit Siegeswillem bescherte uns die Playoffs und brachte das Lachen zurück in die Gesichter des gebeutelten Augsburger Publikums.

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Die Trades der Columbus Blue Jackets /…?!

von Frank Göbel

Prout to Devils for Quincey

Ein ganz normaler Trade am Deadline-Tag der NHL. Und doch hat er mich irgendwie mitgenommen. Prout stand für mich symbolisch für den Aufstieg von vor drei Jahren. Hat er sich den Weg durch die Minors gekämpft und sich ins NHL Team der Columbus Blue Jackets gespielt. Höhepunkt war die Play-Off Serie gegen die Pittsburgh Penguins.

Was folgte? Coach Todd Richards wurde gegangen und es kam John Tortorella. Man kann gut und recht behaupten, dass er die Franchise umgekrempelt hat. Letzte Saison war zum vergessen. Da hat noch nicht viel zusammengepasst. Das Ohio´sche Verletzungspech hat dann auch noch sein Übriges dazugetan.

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Dieses Jahr sind die Jackets nicht wiederzuerkennen. Die Play-Offs scheinen sicher zu sein. Goalie Bobrovsky spielt wie von einem anderen Stern und die jungen Wilden (Werenski, Anderson etc.) schlagen ein wie eine Bombe.

Klar, das da auch andere zurückstecken müssen. In diesem Fall ist es Dalton Prout. Diese Saison kam der Verteidiger gerade auf 15 Einsätze und 3 Vorlagen. Prout, der sich immer in jeden Schuß warf und keinem Zweikampf aus dem Weg ging, spielt nun für die New Jersey Devils. Glückwünsch. Das Team hat nun einen talentierten und erfahrenen Verteidiger in seinen Reihen.

What ist he return?

Aber genug rumgejammert. Was haben wir zum „Teufel“ zurück bekommen?

Kyle Quincey, 31 Jahre, Verteidiger. Insgesamt 548 NHL Spiele für Detroit, L.A., Colorado und New Jersey. Man möchte sich für die Play-Offs rüsten. Das ist völlig legitim und hier hat man die nötige Erfahrung an der Hand um junge Spieler wie Werenski, Jones, Murray anzuleiten.

Randnotiz: Neben Quincey haben wir auch noch Lauri Korpikoski von den Dallas Stars geshoppt. 60 Spiele, 8 Tore und 12 Vorlagen. Wird uns offensiv weiterhelfen.

Die Trades machen aus CBJ-Sicht Sinn. Auch wenn der von Dalton Prout wehtut.

Die Play-Offs können kommen!

 

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Iserlohn Roosters – Rekordsuppe

von Stefan Wiedemeier

Mein persönliches Saisonfazit der Saison 2016/2017

Mit der Suppe ist es wie mit dem Sport. Stimmen die Grundlagen nicht, dann schmeckt es nicht und die Feinheiten können vieles noch schlimmer machen, als die Grundlagen schon waren.
Salz kann einer Suppe das gewisse Extra verleihen; bei falscher Dosierung, kann die Suppe jedoch schnell versalzen werden. Die Iserlohn Roosters aus dem Sauerland haben eine turbulente, emotionale und verrückte Saison hinter sich. Wenn man den Vergleich zur Suppe ziehen möchte, dann waren die ersten Kochversuche in diesem Jahr massiv verunglückt. Durch verschiedenste Zu- und Entnahmen entstand zum Ende der Saison doch eine kräftige Brühe!

Wie will man diese Saison der Iserlohn Roosters einordnen?

Bis Ende Dezember Anfang/Mitte Januar spielten die Iserlohn Roosters eine grauenhafte DEL-Saison. Da kommt es nicht von ungefähr, dass die diesjährige Mannschaft den einen oder anderen Negativrekord, seit dem Einstieg 2000/2001 in die höchste Spielklasse des deutschen Eishockeys, aufstellte. Noch nie schoss eine Iserlohner Mannschaft weniger Tore als dieses Jahr (129), noch nie holte eine Iserlohner Mannschaft weniger Siege in Prozent als dieses Jahr (33%), noch nie war die Tordifferenz so schlecht wie dieses Jahr (-42) und noch nie standen am Ende so wenig Punkte auf der Habenseite wie am Ende dieser Saison (55).  Und trotzdem endete die Saison der Iserlohner für mich persönlich doch mit einem versöhnenden Gefühl.

Die zwei Gesichter der Iserlohn Roosters

Rückblickend betrachtet, stand die Saison der Roosters von Beginn an unter keinem guten Stern. Viele Spieler kehrten mit unzureichendem Fitnesszustand zurück, wurden im Sommer operiert oder stießen erst sehr spät zur Mannschaft. Jordan Smotherman fiel sogar durch die sportmedizinische Untersuchung. Die Saison nahm Fahrt auf, doch die Roosters kamen nie zur Ruhe. Was folgt sind einige Beispiele für die Unruhen und Probleme der Iserlohner.

Im Wissen und in der Hoffnung den anspruchsvollen Charakter von Ashton Rome in das Roostersteam integrieren zu können, wurde dieser aus Schwenningen geholt. Neun Spiele bestritt Rome für die Iserlohner, erzielte dabei drei Tore, sammelte zehn Strafminuten und wies eine +/- Bilanz von -10 auf. Auch mit dem Bestreben ein Signal in Richtung der Mannschaft zu senden, gaben die Roosters am 12.12.2016 die Vertragsauflösung mit dem Stürmer bekannt. Das Signal kam nicht an, das Experiment war gescheitert. Rome spielt mittlerweile in der ECHL bei den Manchester Monarchs.

Als Ersatz für Ashton Rome kam Matt Halischuk. Mit der Empfehlung von Jimmy Roy und 280 NHL Spielen, feierte Halischuk ein furioses Debut am Seilersee. Was folgte war, für mich persönlich, eine einzige Enttäuschung. Dies mache ich nicht an seinen Zahlen fest (23 Spiele, 4 Tore, 6 Assists, -11) sondern an der Art und Weise wie er sich in den Spielen präsentierte. In keinem Spiel verlieh er mir das Gefühl Alles auf dem Eis zu geben. Oft entstand bei mir eher der Eindruck, dass er Iserlohn als Übergangsjahr sah und sich nicht verletzen wollte. Vielleicht tue ich ihm damit Unrecht und ich kenne sicherlich nicht alle Fakten zur Personalie, doch dieser Eindruck ist bei mir entstanden.

Über Blair Jones möchte ich an dieser Stelle nicht viele Worte verlieren. Am 16. Januar hab ich ihm bereits einen Blog gewidmet, der hier zu lesen ist:

https://bullyicehockey.wordpress.com/2017/01/16/der-fall-blair-jones-from-hero-to-zero/

Troy Milam, Greg Rallo und David Dziurzynski haben ebenfalls sehr lange Anlaufzeit gebraucht um sich an die Liga bzw das Eis zu gewöhnen, zeigten in den letzten Wochen aber einen deutlichen Aufwärtstrend.

Doch auch alte Leistungsträger der Vorsaison die gehalten werden konnten, konnten Ihr Leistungsvermögen nicht ansatzweise erreichen. Die Kritik darf sich nicht nur auf die Neuzugänge beziehen.

Neben dem sportlichen Misserfolg gaben die Roosters auch neben dem Eis oft einen unglücklichen Eindruck ab. Gerade in der Zeit in der es nicht läuft, werden Aktionen kritischer gesehen. Als Beispiel seien die Aktion mit der Kündigung der Eishalle, ausgehend von den Roosters und das Facebook-Video auf schneebedeckter Straße auf der Autobahn genannt. Es gibt für alle diese Angelegenheiten pro und contra und ob man darüber überhaupt diskutieren muss, diese Frage darf sich ebenfalls gestellt werden. In einer Zeit in der es sportlich nicht läuft, bietet man Kritikern damit unnötige Angriffsfläche.  Zur Ruhe in und um den Verein trägt dies nicht bei.

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Die Kritik nur auf die Spieler zu richten, wird der Sache nicht gerecht. Auch Jari Pasanen und Karsten Mende müssen sich hinterfragen, ob Ihre Entscheidungen stets die Richtigen waren. Kaderplanung ist in erster Linie Aufgabe des sportlichen Leiters und Minutenmanagement fällt in den Bereich des Headcoaches. Hier wurden meiner Meinung nach Fehler gemacht.

Trotzdem haben beide jedoch noch genug Kredit um nicht in Frage gestellt werden zu müssen. Entscheidend wird sein, ob und wie man aus den Fehlern des Vorjahres lernt.

Ohne irgendjemandem im Roostersumfeld zu nahe treten zu wollen, hat diese Saison etwas vom seltsamen Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Wer sich Wiederholungen der Spiele aus dem November oder Dezember anschaut und das Auftreten der Mannschaft mit Spielen aus dem Januar/Februar vergleicht, der würde spontan auf den Gedanken kommen, dass dort eine komplette Mannschaft ausgewechselt wurde.

Bemerkenswert ist für mich nicht nur, dass eine Entwicklung stattgefunden hat, sondern auch wie schnell eben diese verlaufen ist. Vermutlich entwickelte sich nach den Abgängen und den kurz darauf erfolgten Verletzungen eine „jetzt erst Recht“ – Mentalität bei den Roosters, die Sie eindrucksvoll bis zum Ende der Saison aufrechterhalten konnten. Die letzten acht Wochen der Saison haben enormen Spaß bereitet und ich möchte jedem Beteiligten, vom Fan über Spieler/Verantwortlichen bis zum Angestellten danken und meinen Respekt aussprechen. Das war irgendwo dann doch eine emotionale, rasante und am Ende (für mich!) zufriedenstellende Reise.

Trainer Jari Pasanen drückte es wie folgt aus:

Das Beste in dieser Saison waren die Fans. Das war sicherlich nicht die Mannschaft.

Ich denke, diese Bewertung kann man so stehen lassen.  Nein, man muss ihr eigentlich zustimmen, denn im Gegensatz zur Mannschaft auf dem Eis waren die Fans eine verlässliche Konstante. 4394 Zuschauer fanden durchschnittlich den Weg in die Eishalle am Seilersee. Betrachtet man einen Großteil der Saison und die Möglichkeit eines TelekomEishockey Abos ist diese Zahl gar nicht hoch genug einzuschätzen. Zwischenzeitlich befand die Mannschaft sich aufgrund Ihrer Leistungen verdient auf dem letzten Platz der Tabelle, erfuhr dennoch 60+X Minuten durchgehende Unterstützung. Erstmalig kippte die Stimmung beim Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG. Bis fünf Minuten vor Schluss unterstützten die Fans Ihre Mannschaft beim 2:6 gegen den Rivalen aus Düsseldorf in eigener Halle; dann machte sich Unmut breit. Einige Fans suchten nach dem Spielende die Diskussion mit den Verantwortlichen und fanden Gehör. In der darauffolgenden Woche fand eine Aussprache mit den beiden Coaches, Karsten Mende, Jason Jaspers, Christopher Fischer und fünf Vertretern der aktiven Fanszene statt. Im Nachhinein bin ich den Jungs für diese Aktion dankbar. Auch wenn die Suspendierung von Blair Jones und die Vertragsauflösung mit Matt Halischuk scheinbar richtige Entscheidungen waren, so hatte meiner Meinung nach dieses Treffen ebenfalls einen enorm positiven Einfluss auf die Mannschaft. Da das in bisherigen Diskussionen oft zu kurz kommt, möchte ich hiermit meinen Dank an die Stellvertreter und Ihre Gruppen loswerden. Neben all der Stimmung, positiven Aktionen wie Deckelsammeln oder Choreographien, war das ein wichtiger Schlüssel zur Wende der Saison.

Abschließend muss ich sagen; die Suppe hat nicht immer geschmeckt und ich hab Sie nicht die komplette Saison genießen können, doch am Ende des Tages bin ich „satt“ und das verschafft mir ein Gefühl der Zufriedenheit. Mit der Suppe ist es eben wie mit dem Sport; zu jedem Beginn besteht die Möglichkeit, dass etwas Großes entstehen kann.
In diesem Sinne,

#NurDerIEC

#GoRoosters

#undirgendwannirgendwanneinmal

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Capital trade has major effects on Hershey roster

By Eric Lord

The Washington Capitals pulled off the biggest trade of the season thus far on Monday night when they acquired defenseman Kevin Shattenkirk from the St. Louis Blues. The parts of the trade have a major impact on the composition of the Hershey Bears roster. Leaving the Capitals organization are current Bears center Brad Malone and forward Zach Sanford who saw time in Hershey this season (two draft picks are also going to St. Louis). Along with Shattenkirk, goalie Pheonix Copley returns to the organization that drafted him. These moves both help and hinder the Bears lineup.

The return of Copley is a massive one for the Hershey Bears. Goaltending has been an issue for Hershey for most of the season. Joe Cannata, signed to be the number one goalie, has mostly struggled. Cannata’s .876 save percentage and 3.22 goals against average are not what a team expects from their top goalie. Rookie Vitek Vanecek has put up better numbers (2.67 goals against average and a .905 save percentage) and has been mostly solid.  However, Vanecek has gone through the struggles of a rookie goaltender at times. Parker Milner has come from South Carolina and has given Hershey a few solid performances.

However, none of the goalies has been able to lead the team to an extended winning streak as they have all struggled to get wins. Vanecek leads the team in victories with 14, but has more loses than he does wins if overtime and shootout losses are included. Cannata has 11 wins. Milner has three. The Bears are in need of an extended winning streak as they currently sit outside of the playoffs. This is where Copley comes in. He has been strong all season for the Chicago Wolves. He has 15 wins, a save percentage of .920 and a goals against average of 2.31. He sits 11th in the American Hockey League (AHL) in wins (tied with Providence’s Zane McIntyre) and goals against average. He’s 12th in the AHL in save percentage. Hershey does not have a goalie in the top 20 of any of those categories. Copley gives the Bears a bona fide number one goalie.

Copley will look to continue the success he achieved in Hershey his rookie season in 2014-15. He won 17 games and led Hershey in save percentage (.925) and goals against average (2.17). He also recorded three shutouts. Copley also shone during the Calder Cup Playoffs. He lead the Bears to a first round series win over Worcester, winning the first two games of the series.

While Copley’s return is a big boost to Hershey, the loss of Malone and Sanford hurts the organization’s depth at center. Sanford was on recall to Washington at the time of the trade, but his departure in a trade for a defenseman leaves a hole in the Capitals lineup. Washington currently has Andre Burakovsky and T.J. Oshie out with injuries. As a result, the Capitals will have to call up at least one forward from Hershey. This will effect the Bears lineup during their playoff push.

These call-ups could really hurt if they include center Travis Boyd or center Chandler Stephenson because the loss of Malone as left Hershey thin at center. The Bears currently have four centers on their roster. The other centers are Zach Sill and Kelly Zajac. A call-up could force a winger like Paul Carey or Ryan Bourque to play center. The Bears could also call-up a center up from South Carolina. Tim McGauly would be one option. It is clear that Hershey lacks depth down the middle. This could force Bears‘ Vice President of Hockey Operations Bryan Helmer to go out and acquire another center or the Capitals could acquire the center for Hershey.  

The trickle down effect of the Capitals trade for Shattenkirk will be seen in the weeks to come. Copley is a huge boost for Hershey’s playoff push, but how the Bears solve their lack of depth at center will also play a major role on whether they make the Calder Cup Playoffs. 

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Iserlohn Roosters – Platz 10 noch möglich?

von Stefan Wiedemeier

 

Der 20.01.2017 und die nachfolgende Kalenderwoche wird vielen Fans der Roosters wohl in Erinnerung bleiben. Die Sauerländer waren auswärts in Wolfsburg zu Gast und spielten bis dato eine grauenhafte DEL Saison. Blair Jones hatte sich durch einen unnötigen Check im vorherigen Spiel gegen Krefeld selbst aus dem Kader befördert und auch Matt Halischuk stand nicht im Aufgebot. Für viele gilt das anschließende Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt als Wendepunkt für diese Saison; für mich persönlich begann die Mannschaft bereits im Spiel in Wolfsburg (eventuell sogar im Spiel gegen Krefeld) ein anderes Gesicht zu zeigen. Was in der anschließenden Kalenderwoche am Seilersee passierte, dürfte im Nachhinein wohl die bisher beste Entscheidung der Saison gewesen sein.
Am 23. Januar gaben die Roosters bekannt, dass Matt Halischuk den Verein auf eigenen Wunsch verlassen hatte. Am 27. Januar folgte die Bekanntgabe der Vertragsauflösung von Blair Jones.

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Die Saison ist noch lange nicht vorbei!

Welche Entwicklung die Mannschaft seitdem genau genommen hat, darüber kann nur spekuliert werden, sofern man kein Bestandteil eben dieser ist. Was jedoch jeder Außenstehende vernommen hat; es hat sich etwas getan am Seilersee.
Betrachtet man die letzten zehn Spiele der Roosters, belegt man Platz neun mit 14 Punkten und einem Torverhältnis von 32:30. Blickt man auf die letzten fünf Spiele zurück, liegen lediglich die Augsburger Panther, Adler Mannheim, Grizzlys Wolfsburg und der EHC Red Bull München vor den Sauerländern. Eine besonders positive Note erhält diese Statistik wenn man im gleichen Zeitraum den vorhandenen Kader betrachtet. Mathias Lange, Christopher Fischer, Michel Périard, Hannu Pikkarainen, Marko Friedrich, David Dziurzynski, Jason Jaspers und Brad Ross; so lauteten die kurzfristigen oder langfristigen Ausfälle der letzten Wochen. Seit dem 20.01.2017 stehen die Roosters im Durschnitt mit lediglich 17,66 (beinhaltet Ersatzgoalie) Spielern auf dem Eis.

Wer die Spiele der Roosters diese Saison regelmäßig verfolgt hat, der konnte eine 180° Wende in den Bereichen, Teamplay, Einsatzbereitschaft, Kampf, Leidenschaft und Wille sehen. Doch auch sportlich zeigt die Statistik nach oben. Am 27.01. verloren die Iserlohn Roosters das Auswärtsspiel bei der Düsseldorfer EG mit 4:5. Seitdem die Iserlohner mit einem Rumpfkader unterwegs waren, schickte Jari Pasanen die Reihe Caporusso, Down und Wruck erstmals in dieser Formation aufs Eis. Bisher sind sechs Spiele vergangen und diese Reihe hat in jedem Spiel mindestens einen Punkt gesammelt. Louie Caporusso erzielte in den letzten neun Spielen, fünf Tore und sieben Assists. Damit liegt er bei 1,33 Punkten pro Spiel. Betrachtet man lediglich die letzten sechs Spiele, steigt dieser Wert sogar auf 1,66 Punkte pro Spiel an. Ähnlich produktiv sind seine Reihenmitglieder Dylan Wruck und Blaine Down. Beide lieferten sieben Punkte im selben Zeitraum ab (3 Tore / 4 Assists) und kommen auf einen Wert von 1,16. Auch die Reihe um Jason Jaspers, Boris Blank und Greg Rallo fiel zuletzt positiv auf und bekam öfter Eiszeit zusammen. Rallo erzielte ebenfalls einen Wert von 1,16 Punkten pro Spiel, Boris Blank liegt bei genau einem Punkt. Jason Jaspers fällt mit 0,5 Punkten etwas ab. Neben all der schier unendlichen Energie, die die Roosters aktuell aufs Eis bringen können, scheint auch die Chemie mittlerweile vorhanden zu sein. Positiv fallen zudem die Youngster Marcel Kahle, Noureddine Bettahar und Dennis Shevyrin auf. Kahle kommt in 29 Spielen auf vier Punkte und weist mit +5 die beste Plus/Minus Bilanz aller Spieler auf. Zudem geht er ähnlich wie Bettahar, keiner Unterhaltung mit dem Gegner aus dem Weg. Dennis Shevyrin hat dieses Jahr gefühlt schon jede Rolle im Spiel übernommen und hat selten enttäuscht.
Auch die Special-Teams haben einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. In den letzten sechs Partien lag die Unterzahlquote bei 79,63% und steigerte die Gesamtstatistik in dieser Kategorie auf 80,49%. Platz sieben im Vergleich der Liga. Mit 17,19% Überzahlquote liegt man ligaintern weiter auf den hinteren Rängen; die Powerplayquote der letzten sechs Spiele beträgt jedoch beeindruckende 29,16%. Auch hier scheinen die Reihen sich mittlerweile gefunden zu haben.
Ebenfalls positiv ist die defensive Einstellung des gesamten Teams zu erwähnen. Zwar lesen sich die Plus/Minus Statistiken weiterhin schlecht, doch die Bereitschaft defensiv zu arbeiten ist in den letzten Spielen deutlich zu erkennen. Das letzte Puzzleteil für einen positiven Abschlussrun (wie auch immer der aussehen mag) scheint ebenfalls gegeben zu sein. Chet Pickard befindet sich die letzten Spiele im #beastmode und gibt der Mannschaft in jedem Spiel, in dem er auf dem Eis steht, aktuell die Chance ein Spiel erfolgreich zu gestalten. Da kommt es nicht überraschend daher, dass er sich mit einer Fangquote von 92,04% aktuell auf Platz fünf der besten DEL-Goalies einordnet.

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Kann gut seion, das die noch gebraucht werden.

Man mag durchaus darüber streiten, ob die Saison bereits beendet ist oder es noch eine realistische Chance auf den letzten Platz für die Pre-Playoffs gibt. Rein rechnerisch gibt es diese Chance; wofür in erster Linie die Eisbären Berlin verantwortlich sind. Nüchtern betrachtet weist die kleinste Truppe der DEL, die beste Form von allen Kandidaten für Platz zehn in den letzten zehn Spielen auf.

Egal wie die Saison endet; wenn diese Mentalität und Einsatzbereitschaft anhält, verdient jeder Beteiligte maximalen Respekt.
In diesem Sinne,

#NURDERIEC

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