Columbus Blue Jackets / Not your usual Fans

von Frank Göbel

Als ich mit der Hauptperson dieses Artikels skype, scheint ihm die nordamerikanische Abendsonne ins Gesicht. Nach ein paar Minuten nimmt er einen Schluck aus seiner Tasse, blickt in die Ferne und sagt:“ This all went crazy!“

Was genau „Crazy“ war, ist ein weiterer Beleg dafür, das soziale Medien mehr als nur Ablageort für blöde Sprüche und flache Informationen ihrer Nutzer sind. Es ist Beweis, das Kreativität honoriert und sogar landesweit Erwähnung finden kann.

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Matthew (rechts) ist bei fast jedem Spiel dabei.

 

Aber wir müssen zurückgehen. In die 90er Jahre. Ort: Columbus Ohio. Zugegeben, Columbus hat die Charakteristika von Bielefeld. Nicht die ganz große Nummer, aber zum Vergessen einfach zu groß.

Der jugendliche Matthew Pfeffer spielt mit seinen Buddies auf der Strasse Skaterhockey. Und Matthew ist Hockey-Crazy. Sein ganzes Leben dreht sich um den Kufensport, der in Nordamerika sich großer Beliebtheit erfreut.

 

Ich erwähnte, dass Columbus nicht der sportliche wie wirtschaftliche Nabel der Welt ist. Das beinhaltet leider auch, dass es zu diesem Zeitpunkt lediglich Amateurhockey zu sehen gibt. Die Franchise „Columbus Chill“ trat in der ECHL (Eeast Coast Hockey League) an. Kaum der Rede wert.

Aber es kam der Herbst 2000! Und was für einer. Die Big League NHL (National Hockey League) hatte beschlossen, Columbus eine Franchise zu geben!

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Das Team nennt sich die „Columbus Blue Jackets“. In Anlehnung an die bedeutende Rolle des Staates Ohio im Bürgerkrieg der „Blaujacken“. (Haben wir wieder was gelernt.)

Es ist nicht überliefert, wie sich Matthew gefühlt hat, als der erste Puck zum Seasonauftakt eingeworfen wurde, aber gehen wir mal davon aus, dass es für ihn ein schöner Tag war. Und Matthew ist fast jedes Spiel mit seinen Kumpels da um die Blue Jackets nach vorne zu peitschen.

 

Wenn man sportlich am Anfang auch nach Strich und Faden übers Eis gezogen wurde, Matthew und seine Kumpels kamen weiterhin zu den Spielen.

Aber die drei Jungs hatten mehr vor. Sie wollten sich dem Club verbundener fühlen. Was macht man da? Man gründet einen Fanclub. Und was als witzige Idee begann, ging über Nacht „viral“. Sie nannten sich „5th Line“. In Anlehnung, dass es im Eishockey 4 Sturmreihen gibt und man als fünfte Reihe als Fans hinter ihnen steht.

Diese Idee fanden nicht nur die drei gut. Auf Twitter hatte man schnell 5000 Follower zusammen. Das rief sogar die Offiziellen der Blue Jackets auf den Plan. Die fanden die Idee so gut, dass sie die 5th Line in ihre Promotionstrategie integrierten. Landesweit auf ganz großer Bühne!

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Was für ein Erfolg für drei Hockeyverrückte Jungs aus Columbus.

Dass die Kreativität bei Matthew ein zuhause hat, hat er ja schon bewiesen. Aber sein aktuelles Projekt kann sich auch sehen lassen.

Matthew hat in Columbus einen Klamottenladen. Was verkauft er da? Selbsdesignte T-Shirts und Pullis. Der Clou: Sie alle sind lokal und lokal-sportlich antizipiert. Matthew ist allgemein sportbegeistert. Basketball (Cleveland Cavaliers), Baseball (New York Yankees) oder Football (Cincinatti Bengals) zählen zu seinen großen Interessen. Und diese Liebe verewigt er auf T-Shirts und verkauft sie in seinem Shop „Lamp Appereal“.

Der Laden boomt. Die Menschen lächzen nach lokalen Statements. Gerade Ohio, der ja jetzt nicht in aller Welt bekannt ist, hält was auf sich. Es ist diese „Dorf“-Gemeinschaft. Wir gegen den Rest der Welt. Das ist in etwa auch die Mentalität des Eishockeyteams, wenn man sich gegen Big Towns wie New York, Boston oder Los Angeles schlagen muss.

Das ist sympathisch und animiert zum Mitmachen. Auch als Deutscher. Ich habe mich bereits in einige Shirts verliebt. Und ja, man versendet gerne auch bis Germany!

Am Ende unseres Skype-Gespräch, stellt Matthew in Aussicht, dass er heute noch viel vorhat. Umzugskartons packen, zum Beispiel. Sein Shop zieht um. In Flughafennähe. Da hat er dann „seinen“ Laden und muss nicht wie hier monatlich was abdrücken, dass er seine Shirts verkaufen darf.

Der Businessplan für Matthew steht. Voll auf Kreativität und offene Möglichkeiten in alle Richtungen.

 

https://www.lampapparel.com/

 

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Bären Neuwied 18/19 / Ligeneinteilung

von Frank Göbel

Die Bären Neuwied haben endlich Sicherheit gegen wen, und wo sie in der Saison 18/19 antreten werden. Die Regionalliga wird erst einmal in Deutschland stattfinden. Vor ein paar Wochen wurde ein Gerücht laut, das man mit der BeNe-League fusionieren möchte. Eine Liga die Teams in Belgien und den Niederlanden beherbergt. Eine auf der einen Seite tolle Idee, auf der anderen aber müssen Teams wie eben die Bären Neuwied mal eben nach Den Haag. Da eskalieren dann mal schnell die Kosten für Auswärtsfahrten.
Nun bleibt fast alles beim alten. Aus 32 Vorrundenpartien werden 36. Das Mitstreiterfeld: EG Diez-Limburg, Luchse Lauterbach, Soester EG, Dinslakener Kobras, Hammer Eisbären, Ratinger „Ice Aliens“, Neusser EV, Herforder EV und die 1b-Mannschaft der Löwen Frankfurt, die als Aufsteiger aus der Hessenliga antreten.
Eine Enttäuschung musste Carsten Billigmann, der GM der Bären Neuwied, hinnehmen was seinen eigenen Unterbau (1b) angeht. Die neuformierte Mannschaft, die zum Großteil aus U-19 Spielern besteht, wurde nach Abfrage aller Vereine der Bezirksliga abgelehnt.
Nächste Ausfahrt wäre dann hier die Hessenliga.
Alles in allem ist man froh, das die BeNe-League Pläne erst einmal vom Tisch sind. Nächsten Sommer könnte es aber ernst werden. Jetzt heisst es erst einmal das Sommertraining überleben. Der Saisonauftakt auf dem Eis kommt schneller als man glaubt!

Ovechkin / Einer von uns?

von Frank Göbel

In diesen Tagen sind wir irgendwie alle Alexander Ovechkin. Der Stanley-Cup endlich an seiner Seite zu sehen, tut allen gut. Es waren lange 13 Jahre, die er warten musste, um ihn zu bekommen. Allzu oft ging der Pokal an die Konkurrenz aus Pittsburgh, Chicago oder Los Angeles. Das das Team um den Ausnahme-Forward nun die Berechtigung zur Dauerparty hat, ist völlig ok. Vor der Saison hätte niemand, aber auch wirklich niemand gedacht, dass es zur Finalpaarung Las Vegas versus Washington kommen würde. Umso schöner, das man sich im durchkalkulierten Profisport doch mal gehörig irren kann.
Und schon oben genannter Ovechkin kommt uns, also dem gemeinen Volk, näher als wir dachten. Ovi trinkt aus dem Cup, wie es viele Fans machen würden, er macht ein Flashmob im örtlichen Brunnen und übt Freischwimmer oder tänzelt volltrunken vor dem Grill im Garten.
Endlich, will man rufen. Endlich gibt es mal einen Spieler in diesem knallharten Millionengeschäft, der mal eskaliert. Und das auf ganz sympathische Art und Weise. Wie du und ich. Würde ein Sidney Crosby oder ein Patrick Kane sowas machen? Wohl kaum.
Es ist diese persönliche Seite, die uns ein Stückchen näher an ihn ranbringt.
Deswegen sollten wir uns alle diesen Sommer ein Ovechkin-Shirt zulegen. Mindestens.

 

Köln vs. Essen / Topspiel Deluxe

von Frank Göbel

Wenn ich mit meinem Papa telefoniere, und das kommt jetzt nicht so oft vor, dann weist er mich um diese Jahreszeit immer höflich darauf hin das „bald wieder Eishockey-WM sei“. Die ansteigenden Themperaturen draußen sind für ihn immer sicherer Indikator, das bald wieder um die Krone des Welt-Eishockeys gekämpft wird. Schön, wenn es Menschen gibt, die Aufgrund der Thermik wissen, was sportlich so läuft.

Die wohltuenden Grade draußen sind aber nicht nur Anhaltspunkte für die Weltmeisterschaft. Es heißt auch, das es im Skaterhockey so langsam richtig los geht. Viele Eishockeyligen sind beendet und es gibt nicht wenige Fans, die während der warmen Monate, mal die Sporthalle in der Nähe besuchen um Skaterhockey zu sehen.

Heute bin ich in Köln. Hier ist die Saison aus der Eishockeysicht schon lange beendet. Ein Stürmer verklagt sogar gerade den KEC wegen Vertragsbruch. Diese Saison war für die Haie, wie das aktuelle Album von Revolverheld: Überschaubar. 

 

Aber diese unschönen Umstände sollen uns heute mal schnuppe sein. Skaterhockey ist angesagt und somit kommt es schon früh in der Saison (Wir haben den 7. Spieltag) zum Top-Spiel: HC Köln Rhinos gegen den SHC Essen Rockets.

Kölsch gegen Stauder

Karneval gegen Kumpel 

Dietmar Bär gegen Henning Baum

Fühlinger See gegen Baldeneysee

Kölsche Jung gegen:

 

Grubenhelden : „Steigerlied“- Live im Bahnhof

 

(Das Video wurde uns freundlicherweise von „Grubenhelden“ zur Verfügung gestellt)

 

Vierter gegen Dritter. Das muss jetzt aber reichen.

Die Halle ist gut besucht, die Spieler sind ready for Take-Off!

 

Beide Teams starten mit einer sehr guten und konzentrierten Verteidigung. Das hat natürlich zur Folge, das es nicht wirklich Torraumszenen gibt. Schüße aus der zweiten Reihe sind das höchste der Gefühle. Aber auch die können zum Erfolg führen. Robin Weisheit mit einem Schlagschuß und der Fehlerquote einer Henne beim Eierlegen: Null.

Für Essens Goalie Jacob Theis gab es hier mal gar nichts zuhalten.

Eine doppelte Überzahl brachte dann den Ertrag für tolle Kombinationen für die Gäste. Damian Schneider, der sein starkes Spiel Spiel mit einem tollen Schuß krönte. 1-1. Aber die Rockets starteten jetzt so richtig durch. Der flinke Marsall mit einem Ovechkin-Sniper. 1-2. Spiel gedreht und immer noch nicht genug. Danny Albrecht, der in der 5. Minute noch einen Strahl von Schuß ins Gesicht abbekam, netzte im Fallen ein. 1-3.

Wo waren eigentlich die Rhinos?! Keine Response. Kurz vor Schluß kassierte man sogar noch die gelbe Karte und 10 Minuten für Kai Eßer.

Das zweite Drittel begrüßte die Kölner wieder in diesem Spiel. Wesentlich besser eingestellt als die ersten 20 Minuten. Wenn es auch mehr Einschußmöglichkeiten gab, so kam jetzt Essens Torwart Theis richtig ins Spiel. Sensationell was der im zweiten Drittel hielt. Ein wenig zog er damit den Kölnern auch den Zahn, die daraufhin ein wenig konsterniert wirkten

 

Dann der Breakaway von Essens Schneider. Auf dem Weg zum Tor wird er noch gefoult, was ihm aber egal ist und er unermüdlich weiterzieht und sein zweites Tor macht. 6 Minuten später umfliegt er den Kölner Torwart, bricht sich fast den Hals und macht trotzdem noch das Tor. Geiler Typ. Aktuell Herz und Seele deur Raketen. Wenig später versucht er noch einen abgefälschten Ball einzuköpfen. Der personifizierte Wille. Essen ohne Schneider ist wie der Baldeneysee ohne die weiße Flotte.

5-1 und Essen war jetzt richtig warm. Die Reihe um Dominik Luft, Marsall und Albrecht brillierten sich durch die Abwehrreihen. Köln dann aber doch noch mit dem Verlegenheitstor in der 37. Minute durch Holzapfel. 5-2 nach 40 Minuten.

Im letzten Drittel wollte es Essens Verteidiger Flo Breves wissen. Mit einem Onetimer, der sicherlich den Mond erreicht hätte, netzte er zum mittlerweile sechsten Treffer ein. Kurz darauf aber wieder die Antwort der Kölner. Robin Weisheit stellt den alten Rückstand wieder her. Und jetzt lies die Konzentration bei den Gästen nach. Den Rhinos fehlten aber sprichwörtlich die Ideen um Theis im Rocketskasten zu überwinden. Und so machte Schneider (heute 4 Tore) und Marsall den Sack endgültig zu. 8-3.

 

Essen heimst hier einen fast nie gefährdeten Auswärtssieg ein. Köln konnte auf die frühe Führung nicht aufbauen und gab das Spiel aus den Händen.

Insgesamt war es aber ein unterhaltsames und faires Spiel. Die ein oder andere Ungereimtheit mit Schiri-Entscheidungen dürfen natürlich nicht fehlen. So weit ich weiß, wird ein Spiel abgepfiffen sobald der Ball die Decke berührt. Oder man hat die Regel geändert. Wer weiß das schon.

 

Es war trotzdem ein toller Hockeyabend in Köln-West.

 

BeNe-Liga / Alles Gut?!

von Frank Göbel

Stell dir vor, das Deutsche Eishockey möchte mit zwei internationalen Ligen fusionieren? Say What?!

„Klar, so mit Kanada oder Schweden!“

Vielleicht sogar die KHL die mittlerweile 7 Nationen in Ihrer Liga hat. Hands down, es ist nicht soooo spektakulär. Sechs Vereine aus NRW sind in Gesprächen mit der BeNe-League. Nein, das ist keine Bierliga, sondern die Belgisch-Niederländische Eishockeyliga.

Die Ratinger Ice-Aliens haben mit der Mitteilung eines neuen Trainers dann die Meldung der Woche rausgegeben:

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Ok, die Ligenstruktur ist noch nicht klar. Das kann dem ein oder anderem Manager jetzt gerade schon mal die Schweissperlen auf die Stirn treiben. Es ist fast Mai und die Planungen für die anstehende Saison laufen. Aktuell „laufen“ Gespräche. Da wäre ein Milestone-Date ganz hilfreich. Sollte sich das ganze bis in den Juli/August ziehen, werden schon einige Planungen durch sein.

Was ist mit dem EHC Neuwied und dem „Nachbar“ EG Diez Limburg Rockets? Die sind wohl nicht mehr in den Forcasts des Verbandes NRW vorgesehen. Oft hört man aus Ostewestfalen was das immer für „Ochsentouren“ nach Neuwied oder Diez seien. Frage: Ist Amsterdam näher? Auch die Fahrten nach Belgien werden nicht so schnell zu schaffen sein.

Eine Idee wäre, dass die oben genannten Clubs der Regionalliga Süd beitreten.

Die Rheinische Post gab vor kurzem bekannt, das Neuwieds neuer Stürmer Kevin Wilson wohl noch nicht weiss ob er den Vertrag einhalten möchte. Wie bitte?! Es wäre auch fraglich, so weiter, ob Diez-Limburg, Lauterbach und Neuwied überhaupt in der NRW-Liga spielen würde, da die Verträge zwischen den Landesverbänden ausgelaufen sei.

Es liest sich, als ob man die Teams aus Rheinland-Pfalz loswerden möchte.

Aber woher kommt die ganze Idee?

Die Europäische Union sieht solche grenzübergreifenden Projekte sehr gerne und stellt auch gerne mal einen großen Geldtopf für die Verbände auf. Touche. Aber Geld ist nicht alles. Das Clubs wie Ratingen oder Herford hier eine Möglichkeit wittern, oben mitzuspielen, sollte sich besser nicht bewahrheiten. Selbst wenn die Nationalmannschaft der Holländer um die Drittklassigkeit kämpfen und das Belgische Eishockey schlicht non-existent ist, sollten die Teams nicht unterschätzt werden. Tillburg ist da so ein Thema in der Oberliga.

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Apropos Geld: Wie ist das mit dem Reindl-Pool? Viele Deutschen Teams zahlen hier für den Verband ein um den Nachwuchs zu fördern. Würden Team wie Herenveen oder Den Haag auch in den Deutschen Pool einzahlen?!

Tilburg jedenfalls wurde hiervon bis jetzt verschont. Würden Sie als Manager eines Deutschen Eishockeyvereins in einen Belgischen Pool zahlen um das Belgische Eishockey nach vorne zu bringen?! (Kurze Bedenkzeit. 5, 4, 3, 2, 1. Und?!)

Vorhang auf und Bühne frei. Lasst das Sommertheater beginnen. Man hat sich ja schon fast daran gewöhnt, dass in den warmen Monaten, ordentlich Zoff in der Bude ist.

Ach so, was ist eigentlich mit dem Eishockey-Schwung aus Olympia geworden?!

Mit solchen Aktionen holt man sich zwar ein paar Fans mehr in die Halle, aber man sollte das große Ganze sehen und über die Kneipentheke sehen. Danke für nichts!

 

RHL-Finale / Mad Dogs Cologne vs Cologne Smilies

von Frank Göbel

Draußen begrüßen uns seit kurzem die ersten warmen Frühlingstage. Kann man da an Eishockey denken? Man kann. Die DEL-Playoffs sind so gut wie durch und die NHL geht gerade mal in die zweite Runde ihrer Playoffs.

In Köln geht heute die RHL (Rheinland Hockey League) zuende. Denn es steigt das alles entscheidende Spiel 3 der Finalserie zwischen den Mad Dogs Cologne und den Cologne Smilies. Im ersten Spiel konnten sich die Mad Dogs relativ klar mit 5-1 durchsetzen. Aber Spiel 2 konnten die Smilies mit 4-2 gewinnen.

Nun also der Showdown einer ganzen Saison. Alles wofür man seit letztem Sommer oder sein Leben drauf hingearbeitet hat entscheidet sich in den nächsten 60 Minuten. Puh. Episch.

Caught a Ghost – „Can’t let go“

Es geht offensiv los. Auf Seiten der Smilies gab es in der 2. Minute schon einen Breakaway für Krei. Die Chance vereitelte aber Mad Dogs Torwart Hartung.

Und in so einem wichtigen Spiel, das so vieles entscheidet, wünscht man sich Professionalität. Nicht nur von den Spielern. Von daher kommt es sehr überraschend, das die Liga nur einen Schiedsrichter (read my Lips: Einen!) bestellt hat. Das sah man stark im ersten Drittel, als es fette Fehlentscheidungen gab. Abseits, Beinstellen, Stockschlag…Ich gebe dem armen Mann nicht mal die Schuld dafür, aber wenn in Ligenspielen immer im 2-Mann-System gepfiffen wird, kann man erwarten, das es im Finale auch so sein muss.

Es ging munter rauf und runter. Und die gut besuchte Kölnarena 2 hatte den ersten Torjubel in der 10. Minute auf den Lippen. Zumindest für die, die es mit den Smilies hielten. Schnepf netzte in einem schön vorgetragen ein Konter für die Smilies zum 1-0 ein.

Aber nur 2 Minuten später schnappte sich Achcenich einen Rebound von Smilies Torwart Witt und traf zum 1-1. Jetzt war hier richtig Stimmung!

Dem schon eben unglücklichen Schiedsrichter entglitt das Spiel ein wenig aus den Händen. Es wurde ruppiger, auch nach dem Abpfiff. Sogenannte Blind-Fouls, abseits des Spielgeschehen gab es zu genüge. Leider.

Das zweite Drittel startete mit einem Powerplay für die Smilies. Höller musste für einen, in meinen Augen, völlig regulären Check auf die Strafbank. Ein sehr gutes Powerplay, welches aber kein Tor bescherte. Randnotiz: Im ganzen restlichen Spiel, habe ich Höller nie mehr zum Check ansetzen sehen. Ursache und Wirkung einer Fehlentscheidung.

Das Spiel beruhigte sich und beide Teams besannen sich auf Eishockey. Es war zwar noch kein fröhliches Blümchenpflücken, aber immerhin gab es bis hierhin keine Verletzten. Ist ja schon was wert.

Das Spiel hatte zwar noch den ein oder anderen Aufreger, aber konzentrieren wir uns lieber auf das Spiel selber, als das Streifenhörnchen.

Somit ging es mit einem spannenden 1-1 ins letzte Drittel. Hier könnte jetzt jeder Fehler entscheiden.

Das Schlußdrittel war gut. Flotte Spielzüge und leidenschaftliche (nicht unfaire) Zweikämpfe. Ja, es wurde auch härter, aber großteils alles im Rahmen. Und am Ende des Tages ist es ein Finale, welches über ein ganzes Jahr entscheidet.

5 Minuten vor Schluß kam es zum Powerplay für die Mad Dogs. Und wenn diese Powerplay-Taktik so einstudiert war, dann Hut ab. Donovan war es am Ende, der die Scheibe in einem Durcheinander über die Linie bugsierte.

Die Smilies konnten nichts mehr dagegen tun. Auch der herausgeeilte Goalie zu Gunsten eins sechsten Feldspielers sollte in den letzten Momenten nichts mehr nutzen.

Und so feierten die Mad Dogs ausgelassen die Meisterschaft.

Als ich die Arena verlasse, bin ich zwar etwas traurig, das die Saison vorbei ist, habe aber schon wieder Vorfreude ab Oktober wieder zu unmenschlichen Zeiten die Eishallen im Rheinland zu besuchen.

Und jetzt ab zum Grill!

Der Fluch der Printen / Aachen vs. Bonn

von Frank Göbel

 

Ein Sonntag in Aachen. Es steht das dritte Saisonspiel von Bonn Thunder an. Das erste Spiel wurde gegen die Bockum Bulldogs (5-6) verloren. In Düsseldorf beim Absteiger konnte man dann aber den ersten Sieg (5-3) einfahren. Gefeierte Reihe war hier die Kombination um Chris Warnke (Tor + Vorlage) und Martin Nüse (3 Tore). 

Der mitgefahrene Tross der Thunder-Nation erhofft sich heute eine ähnliche Teamleistung wie in Düsseldorf. Dabei gibt es einen Fluch zu beenden. Der letzte Sieg in Aachen wurde eingefahren, als man Samstags noch „Wetten Dass…?!“ gekuckt hat oder glaubte, der Mond sei aus Käse. In diesem Sinne: 

Let’s do that Hockey!!!

Eine ausgeglichene Anfangsphase ergab dann doch einige Torschüße aus der zweiten Reihe. Hier konnte sich Aachen ein kleines Übergewicht verschaffen. Die schon erwähnte Reihe von Warnke und Nüse brachte gute Laufwege mit dem Ball aufs Parkett.

Der erste Treffer hatte dann durchaus Kaliber um Tor des Monats zu werden. Bonns Goalie Wolf wehrte den Torschuß nach oben ab. Der Ball senkte sich und fiel auf den verwirrten Wolf und von da in das Tor. 1-0! Torschütze war Dominik Heulmanns. 

Kurz darauf erhöht Ros auf 2-0 mit einem Sniper. Da war nicht viel zu machen.

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Es fehlte bei den Bonnern irgendwie der „Grip“ zum verteidigen. Ein ums andere Mal kamen die Stürmer durch und durften sich versuchen. Einen Glanzsafe hatte Wolf im ersten Drittel gegen Evers. Der wieder blank durchkam. Aber der enthusiastische Keeper hatte den richtigen Riecher.

Sebastian Wiegmann erwischte den Keeper dann aber doch noch eiskalt unter der Stockhand zum 3-0 Pausentee.

Zweites Drittel. Jetzt müsste mal eine Antwort kommen. Und die kam. Die schon erwähnte Paradereihe der Bonner erkämpfte sich den Ball an der Mittellinie, den Rebound erwischte Nüse buchstäblich im Hechtsprung als Backhander und ins Glück. 1-3. Das war ein hartes, aber schönes Stück Hockey. Und die Chancen kamen für die Gäste. Sogar in Form einer doppelten Überzahl! Diese wurde leider nicht genutzt. Und diese Floskel der ungenutzten Chancen sollte sich auch hier bewahrheiten. 

Heulmanns traf im Powerplay (Kaschub nahm für zwei Minuten Beinstellen Platz). Der Stürmer hatte viel zu viel Zeit Maß zu nehmen und ließ Wolf mal Zero Chance.

Zur zweiten Pause dann also wieder mit einem drei Tore-Rückstand.

Aber wieder gab es die Antwort. Der immer emsige Flo Zimmermann machte in der ersten Minute des Schußabschnitts frech das 4-2 und auch hart umkämpfte Minuten später markierte er das 4-3. Die mitgereisten und mitgerissenen Fans wollten jetzt keine Minute verpassen und verfolgten mit Argusaugen die Schlußminuten. Und Chancen gab es. Kurz vor Schluß verzettelte man sich aber in der Bonner Abwehr und ließ eine 2 auf 0 Chance zu. Die dann auch eiskalt genutzt wurde. 5-3 durch Lux. Damit war der Wille der Bonner endgültig gebrochen. Das 6-3 durch Ros war dann der Schlußpunkt der Auwärtspartie.

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Toll, das man hier Moral gezeigt hat und zurückgekommen ist. Am Ende waren die Aachener aber immer einen Schritt schneller. Diese Partie wirft die Bonner freilich nicht um, dennoch muss man die Chancenauswertung ansprechen. Hätte man die besser genutzt, säße jetzt hier ein völlig zufriedener freier Journalist.

Die nächste Partie bestreiten die Bonner dann am 06.05. in Langenfeld. Bis dahin hat man genug Zeit, an der Effektivität zu arbeiten.