Regioanlliga West / We have to talk!

von Frank Göbel

 

Als die Lauterbacher Luchse im Mai bekannt gaben, dass sie für die anstehende Reionalliga-West Saison keine Mannschaft zusammen bekommen, da machten sich schon einige Gedanken. Als dann aber letzte Woche die Soester Bördeindianer auch noch ihren Rückzug bekannt gaben, waren die Sorgenfalten nicht nur bei Fans riesengroß.

Auch die Manager der noch verbliebenen 7 Regionalliga Teams sehen sich nun einer großen Aufgabe gegenüber. Aktuell sieht das Feld für die Regionalliga West 19/20 wie folgt aus:

EG Diez-Limburg
Dinslakener EC Kobras
Hammer Eisbären
Herforder EV
Neusser EV
EHC Neuwied Bären
Ratinger Ice Aliens

7 Teams, die eine Doppelrunde spielen, danach folgt zwischen Platz 1 bis 6 eine Zwischenrunde um dann zwischen Platz 1 und 4 im best-of-5 Modus den Meister der Regionalliga West zu ermitteln. Es kommt nicht von ungefähr, dass Fans nun etwas skeptisch sind. Das Derby zwischen Herford und Hamm wird nach dem 5. Aufeinandertreffen nicht besser werden.

Jetzt wäre es zu einfach, Fingerpointing Richtung Lauterbach und Soest zu betreiben. Es ist ihnen hoch anzurechnen, dass sie das vor der Saison bekannt gegeben haben. Gerade in Soest kennt man die Hardliner hinter den Kulissen und weiss, dass wirklich kein Stein ausgelassen wurde um eine Möglichkeit zu finden, die Saison in der Regionalliga zu starten. Immerhin, die Jugendteams gehen wie geplant an den Start. Und das ist für diesen Verein in dieser Situation das, worauf es ankommt.

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Aber zurück zum Status Quo der Regionalliga. Was soll man tun, damit die Fans trotzdem ins Stadion kommen?

Wir konnten Bären Neuwied Manager Carsten Billigmann ans Telefon bekommen und ihn zur Situation befragen:“ Stand jetzt können wir nicht einfach so weitermachen. Wir müssen dem Fan zusätzliche Spiele und Reize bieten ins Stadion zu kommen. Auf die Einnahmen sind wir einfach angewiesen. Es ist gut und wichtig, dass der Verband jetzt auch mit den Teams aus der BeNe-League spricht und auch die Gäste aus Rheinland-Pfalz mit einbezieht. Wir hoffen, dass wir einen interessanten Spielbetrieb für die Liga, den Verein und vor allem für die Fans auf die Beine gestellt bekommen!“

Die BeNe-League. Da ist sie wieder. Die belgisch-niederländische Liga, die letzten Sommer schon für Aufruhr gesorgt hat indem sie an der Regionalliga teilnehmen wollte, ist beim Verband wieder in aller Munde. Wäre es für den Fan nicht interessant sich mal die Amsterdam Tigers oder die Cold Play Sharks Mechelen anzuschauen? Nun wird dem Niveau der BeNe-League nicht sehr viel zugesprochen. In einigen Testspielen vor der Saison wurden schon von wüsten Prügeleien auf dem Eis berichtet und die Frage muss gestellt werden ob das ganze Sinn macht.

Ok, es wäre jetzt echt zu plakativ, pauschal alle Vereine der Liga über einen Kamm zu scheren.

Was bleibt uns jetzt übrig als abzuwarten, was der Verband da aus dem Hut zaubert. Aber die Zeit läuft. Viele Vereine haben die Ausgabe der Dauerkarte erst einmal storniert. Zumindest, bis Klarheit herrscht, wer wann und wo mitspielt.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

 

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Hamburg Sailors / Don’t look back in Anger

von Frank Göbel

Vor knapp einem Jahr entstanden die Hamburg Bulls. Aber diese waren leider schnell wieder weg vom Fenster. Nun sind sie wieder da und heissen Hamburg Sailors. Höchste Zeit für uns, das wir mal wieder in den Norden fahren und bei Fischbrötchen und Küstengold über Eishockey reden. Mein Interviewpartner an der Theke ist Björn Helms. 2. General Manager und Verteidiger in Personalunion.

Bully: Hallo Björn, es ist knapp ein Jahr her, da habt ihr noch Hamburg Bulls geheissen. Wie kam es zum Wechsel?

Björn Helms: Wir haben uns komplett auf den Spielbetrieb und das Scouten von Spielern konzentriert, so dass wir uns um den Namen und die Rechte nicht wirklich gekümmert haben. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir auch keinen Rechtsbeistand. Kurz und knapp wurden wir kostengünstig abgemahnt und aufgefordert den Namen „Hamburg Bulls“ nicht mehr zu nutzen. Wir wollten einer Klage aus dem Weg gehen und die vorhandenen Gelder in die Mannschaft investieren. Nun sind wir sportlich sowie auch rechtlich so gut aufgestellt, dass uns solche Fehler nicht nochmal passieren.

Bully: Nun also Sailors, ich muss sagen das passt mehr zu Hamburg. Euer Logo kann auch wieder einiges. Wer hat es entworfen?

Björn Helms: Wir sind auch der Meinung, dass der neue Name noch viel besser zur Hansestadt Hamburg passt und wir bekommen auch viel Zuspruch. Manchmal ist es gar nicht so verkehrt Rückschritte zu machen, um noch stärkter aus der Situation herauszukommen. Das Logo haben wir entworfen, dies hat mehrere Wochen gedauert. Rechtlich haben wir nun auch eine Anwaltskanzlei beauftrag dieses zu schützen.

Bully: In den letzten Wochen gab es einige Posts von euch, über Sponsoren, die bei euch einsteigen. Die Sailors machen also ernst. Wie kann man Geschäftsleute dazu bringen in Eishockey zu investieren? Zumal es mit dem HSV und den Crocodiles schon zugstarke Vereine gibt. Die implodierten Freezers werden noch vielen in den Köpfen sein.

Björn Helms: Im Eishockey ist es natürlich nicht leicht Sponsoren zu finden. Die Idee, eine neue Mannschaft zu gründen und das Konzept des „neuen“ Eishockeys zu vermarkten, haben wir unserem GM Marco Engel komplett überlassen. Marco Engel ist in Hamburg ein gern gesehener Geschäftsmann, der mit seinen Ideen und Konzepten gutes Gehör in Hamburg findet.

Bully: Bei euren Sponsoren ist auch ein Tattoo-Studio dabei. Not your usual Sponsor. Da eröffnen sich tolle Wege: Jeder mit Sailors-Tattoo hat freien Eintritt oder so. Da hätte uns aber Gesprächstaktik mit dem Studio besonders interessiert.

Björn Helms: Wir haben insgesamt zwölf Sponsoren, die uns in der Saison 2019/2020 unterstützen. Das Studio Bloody Ink Hamburg hat sich bereits schon vor der Gründung der Hamburg Sailors mit Eishockey beschäftigt und regional Werbung platziert. Somit gab es hier auch wenig Gesprächsbedarf und ein sofortiges JA.

Bully: Aber jetzt mal zum sportlichen. Shitload of Sponsors on the back! Wie und wo wollt ihr spielen? Ist die Oberliga das Ziel? Gibt es schon bekannte Spieler/ Trainer, die ihr haben wollt oder schon kontaktiert hast?

Björn Helms: Natürlich wollen wir mit der Mannschaft so weit wie möglich kommen, aber wir wissen auch das aller Anfang schwer ist. Wir fangen in der Landesliga Nord an und wollen in der Saison 2020/2021 den Schritt in die Verbandsliga schaffen. Aber wir planen Schritt für Schritt. Der größte Teil der Mannschaft ist bereits zusammengeführt und befindet sich im Sommertraining. Informationen rund um das Team werden wir rechtzeitig zum Saisonstart herausgeben.

Wir bedanken uns bei Björn. Leeren noch das letzte Glas frisisch-herbem Allerlei und torkeln mal zum Bahnhof um den Zug nach Hause zu kriegen. Das wird spannend…*hicks*

Levi Houkes Interview / Hockey as a gift

von Frank Göbel

We had a chance to talk to Levi Houkes. You don´t know him? Take a look at the Highlights:

 

 

So, now that you know his Skills, it´s time to Q&A Levi:

Bully: Hey Levi, Thanks for having us! As we researched you on the internet we found out that you´ve played in Germany for the Krefeld Pinguine back in the DNL. How did it come you started your career here?

Levi Houkes: I was playing youth in Nijmegen. Frank Gentges (Trainer Krefeld DNL, Anm. d. Red.) saw me playing and invited me for a tryout. So i headed over to Krefeld, did the Tryout and made the team. I had great two and a half year there. Great Memories. I grew also as a person and Frank Gentges helped me. In Netherland you just practise and play Games. Here in Germany you learn how to become a better Hockeyplayer on and off the ice.

 

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Photo: 2112-fotografie

Bully: The Netherland is not your typical Hockeycountry. Descripe your way to the Rink

Levi Houkes: That´s actually a funny story: I was 4 Years old and a bit of an agressiv Kid. So i woke up on Christmas, ran down to open up the Gifts. So i open mine and there was a huge pair of Hockeypants. And i asked my Dad „What is this?!“ „Well, you gonna play Hockey“ and since then i steped on the Ice and skated away. Never left the Ice. It was a bit funny. Still love the Game.

Bully: You played your whole Career in the Netherland. Over the Years, how do you think Hockey developed?

Levi Houkes: 9 or 10 Years ago we played with 10 Importplayers. It was like DEL 2 Level. Pretty good. It went down a bit because the Economics here went down too. Teams got bankrupt. Kinda Shit what happend in Germany as well. So the League put it together with the Belgium League and only 2 Importplayers are allowed. So the Level was down but it´s getting up every year. It was like Swizerland did years back to help homegrown Kids to come into the league.

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ijshockeyfoto.nl

 

Bully: How do you think the Plans about putting together the BeNe-League and the german Regionalliga?

Levi Houkes: My Opinion: Would be great! Would get the League higher, also the Regionalliga Level as well. Make it more international. Maybe some Oberliga Teams will join too. Get the Level up for Sponsors. It would be a great Idea!

Bully: What are your plans? You are in the Prime of your career. Is there a chance to see you playing in Germany?

Levi Houkes: Nah, never say never that i play in Germany again. But i stepped back to build something with my hometown team. I´m captain here and want to build something. But i spoke with two german teams in the last couple of month. But i made the decision to stay with Nijmegen.

Bully: Levi, it was a pleassure to sit own with you and talk to you. We hope you enjoy your summer and have great Season!

Weer te ontmoeten!

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Ein Kind des Ruhrgebiets/ Damian Schneider (IceFighters Leipzig) im Interview

von Frank Göbel

 

Wann hat man schon mal die Möglichkeit einen Eishockeyspieler aus seiner Heimat-Stadt zu interviewen? Heute. Ich durfte nämlich den Essener Damian Schneider von den Leipzig IceFighters zum Gespräch einladen. Und wenn sich zwei Essener unterhalten, fällt über kurz oder lang die Frage nach dem Bier. Aber bis es soweit war, haben wir noch über seine sportlichen Aktivitäten gesprochen.
Glück Auf!
Bully: Hallo Damian, Glückwunsch zum neuen Arbeitspapier, welches du in Leipzig unterschrieben hast. Beschreibe uns doch kurz, was dich dazu bewegt hast bei den IceFighters zu verlängern.
Damian Schneider: Was mich bewegt hat, in Leipzig zu unterschreiben war ganz einfach, dass ich mich absolut wohl fühle und ich unter einem sehr guten deutschen Trainer (Sven Gericke Anm. d. Redaktion) spielen kann.
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„Foto: Sascha Lamozik / FEE
Bully: Du bist ein Kind des Ruhrgebiets, zwischen Baldeneysee, (mittlerweile) still gelegten Fördertürmen und der berühmt berüchtigten Hafenstrasse (Fußball Regionalligist Rot Weiss Essen), fällt es Außenstehende oft schwer sich vorzustellen, hier eine Eishockeykarriere zu starten. Wie kam es dazu, dass du in der Eishalle Essen-West gelandet bist?
Damian Schneider: Ich litt in jungen Alter unter schwerem Asthma, somit konnte ich im Sommer draußen überhaupt keinen Leistungssport machen, natürlich habe ich auf dem Bolzplatz früher gekickt, konnte aber nie richtig im Fußballverein spielen. Mit der Grundschulklasse sind wir mal Eislaufen gewesen und danach hat die 1. Mannschaft trainiert… da war ich absolut fasziniert was das für Männer waren. Und seitdem war es um mich geschehen…. dennoch war es nicht leicht, da ich erst mit 8/9 Jahren angefangen habe… man hat mir bzw. meiner Mutter damals geraten es sein zu lassen.. da es zu spät sei das noch alles zu lernen..
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Bully: So kann man sich täuschen. Als ob Eishockey aber nicht schon genug Aufmerksamkeit erfordert, spielst du in den warmen Monaten Skaterhockey bei den Rockets Essen. Wie ist das priorisiert? Ist das Zeitvertreib bis das richtige Training wieder startet? Die Rockets haben jedes Jahr große Ambitionen in der Liga. Ist es da schwer die Balance zu finden? Ein falscher angenommener Zweikampf und die Saison in Leipzig ist in Gefahr.
Damian Schneider: Skaterhockey ist eine gute Möglichkeit im Sommer fit zu bleiben ohne jeden Tag laufen oder sein Fitnessprogramm machen zu müssen. Man bleibt in den Bewegungen drin; ein absolut schöner Zeitvertreib im Sommer. Ich glaube wenn man Vollkontaktsport ausübt, ist ab dem Zeitpunkt wo der Schiedsrichter den Ball einwirft der Kopf in der Hinsicht Verletzungen aus. Aber ich weiß natürlich, das, wenn ich mich verletzen sollte die Eishockeysaison in Gefahr sein könnte.
Bully: Dein letztes Team, der Herner EV hat es in den Play-Offs weit gebracht und scheiterte am Vize-Meister Tillburg. Wie schätzt du die Leistung des Teams in diesen Play-Offs ein?
Damian Schneider: Die Leistung was Herne gezeigt hat, war wirklich eindrucksvoll, dann aber nach einer 2:0 Führung im Halbfinale die Serie zu verlieren, zeigt einfach das Tilburg nicht um sonst 3x Meister wurde. Aber ich ziehe absolut den Hut vor dieser Teamleistung !!
Bully: Zurück zur Gegenwart. Und die heißt Leipzig. Was sind eure Ziele für die Saison?
Damian Schneider: Unsere Ziele für die nächste Saison sind die Playoffs, dann schaut man von Spiel zu Spiel was drin ist.
Bully: Letzte und für uns in der Redaktion wichtigste Frage. Nach einem Spiel, wozu greifst du: Stauder oder Gose?!
Damian Schneider: Wenn mein Vater zu Besuch ist und Stauder mitgebracht hat, ist es definitiv meine erste Wahl, aber ich musste Gose gerade mal googeln, da mir das hier noch nicht vorgestellt wurde, klingt gut… werde ich mal ausprobieren 😀
Wir bedanken uns bei Damian und wünschen einen verletzungsfreien Sommer und eine erfolgreiche Saison in Leipzig. Und vielleicht lädt er seinen Interviewpartner ja mal auf ein Stauder ein während wir mit der „Weissen Flotte“ über den Stausee in Essen-Süd schippern.
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Leon Fern (Lausitzer Füchse) im Interview

von Frank Göbel

Leon Fern wird einen intensiven Sommer vo sich haben. Ab der Saison spielt er nämlich erstmals in der zweiten Bundesliga für die Lausitzer Füchse. In den zwei Jahren bei den Moskitos Essen hat er sich in den Fokus gespielt. Leon hat kurz bei uns STop gemacht und uns ein paar Fragen beantwortet.

Bully: Hallo Leon, danke, das du für uns Zeit hast. Glückwunsch zum Kontrakt bei den Lausitzer Füchsen (DEL2). Das ist die höchste Spielklasse deiner bisherigen Kariere. Aufgeregt?

Leon: Gerne und vielen Dank für die Glückwünsche. Mein erster Eindruck von allem war super. Aufgeregt nicht wirklich, viel mehr gespannt und voller Vorfreude auf das was mich erwartet.

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„Foto: Sascha Lamozik / Moskitos Essen“

 

Bully: Geboren in Velbert. Ohne der Stadt nahezutreten; Eishockeyweltstars kommen nicht hier her. Vielleicht ändert sich das ja mit dir. Aber wie bist du zum Eishockey gekommen?

Leon: Das ist viel mehr aus Zufall gekommen. Ich hatte als Kind eigentlich keine Verbindung zu dem Sport. Damals gab es in Velbert einen Weihnachtsmarkt, wo dann eben auch ein paar Jungs Eishockey vorgestellt haben. Ich war direkt total gepackt und musste es unbedingt ausprobieren. Ab da ging es dann zügig in den ersten Verein und dabei ist es jetzt seit circa 16 Jahren geblieben.

Bully: Düsseldorf, Krefeld, Düsseldorf, Köln, Düsseldorf. Das ist nicht der Fahrplan des Regionalexpresses von Hamm nach Aachen sondern deine Stationen in deiner Zeit im Nachwuchs. Wie kam es zu diesen Wechseln?

Leon: Teilweise lag es an „Logistikproblemen“ wegen der Schule und dem damit verbundenen Fahren, und ich denke dass man sich im Nachwuchs vielleicht noch schneller von Angeboten verleiten lässt. Zuhause also in Düsseldorf war es dann aber doch immer am schönsten.

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„Foto: Sascha Lamozik / Moskitos Essen“

Bully: Mit Eishockey seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Ich denke da träumen wir alle von. Aber hast du auch ein Berufsleben nach dem Eishockey geplant?

Leon: Ich lege meinen Fokus komplett auf den Sport. Daher denke ich noch nicht wirklich an die Zeit danach, und habe auch noch nichts geplant.

Bully: Du wurdest unverständlicher Weise noch nicht von einem nordamerikanischen Team verpflichtet.  Falls jetzt die Charlotte Checkers anklopfen würden, würdest du den Sprung wagen?

Leon: (lacht) Kann ich ehrlich gesagt auch nicht verstehen. Wenn sich so eine Möglichkeit bietet, denke ich, würde jeder der den Sport liebt den Sprung wagen. Jetzt freu ich mich aber erstmal auf meine Zeit in Weißwasser.

 

Wir danken Leon, das er sichdei Zeit genommen hat. Nun wird er sich wieder auf die Siason vorbereiten und vermutlich bald um den Stanley Cup spielen. Dieser wird dann irgendwann auch in Velbert zu sehen sein.

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„Foto: Sascha Lamozik / Moskitos Essen“

 

 

Scallywag / Not your usual Streethockeywear

von Frank Göbel

Kleider machen Leute. Das war schon immer so. Aber mit dem großen Lappen von Eishockeytrikot in die Disko gehen oder zum Kaffeetrinken zu den Schwiegereltern?! No Way!

Die Jungs und Mädels von Scallywag haben euch erhört und designen für euch Hockeystreetwear. Klingt geil? Ist es auch! Wir durften uns im sonnigen Los Angeles mit ihnen treffen um bei einem Caipirinha über ihre Arbeit zu sprechen.

Bully: Hallo SCALLYWAG®! Danke das ihr für uns Zeit habt. Beschreibt doch mal kurz wer ihr seid.

SCALLYWAG®: Wir sind ein ziemlicher verrückter Haufen Jungs & Mädels, die auf Eishockey stehen. Daher kommt auch unser Name SCALLYWAG®, der übersetzt so viel bedeutet wie Teufelskerl. Unsere Marke gibt es schon seit 2008, wir haben aber die letzten Jahre aufgrund eines anderen, sehr spannenden Projekts, pausieren müssen. Viele dürften SCALLYWAG® noch von damals kennen, auch unser anderes Projekt ist in Eishockey Deutschland wohl einigen ein Begriff: BRAYCE®. Dem Eishockey sind wir auch beim Trikot am Handgelenk® treu geblieben, der Fokus bei BRAYCE® lag und liegt auf Eishockey Armbändern mit frei wählbarer Trikotnummer. Bei SCALLYWAG® kümmern wir uns dagegen um verrückte, authentische und ziemlich stylische Hockey Streetwear. Von T-Shirts für Männer, Frauen und Kids über Hoodies und Caps bis hin zu Pucks und Gürteln, bei SCALLYWAG® gibt’s für den Eishockey Fan und Spieler die komplette Ausrüstung für den Kleiderschrank. 

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Bully: Wie kommt man auf die Idee T-Shirts, Hoodies und ähnliches zu entwerfen? Was war die Motivation?

SCALLYWAG®: Als wir 2008 mit den ersten Designs begonnen haben, lag das ganz einfach daran, dass man in Deutschland beziehungsweise ganz Europa keine coolen Eishockey Klamotten kaufen konnte. Wir haben deshalb mit ein paar wenigen Motiven angefangen, wie zum Bespiel dem Eishockey T-Shirt Voodoo Ref, das noch heute extrem beliebt ist. Die Resonanz damals war gigantisch und Eishockey Fans und Spieler haben uns gesagt, dass sie darauf schon ganz lange gewartet haben. Mit so einer großen Nachfrage hatten wir ursprünglich gar nicht gerechnet. Noch erstaunlicher ist es, dass auch in den letzten Jahren immer wieder Fragen kamen und uns scheinbar niemand vergessen hat. Wir sind froh, dass wir der Nachfrage jetzt wieder gerecht werden können und mit unserem aufgebauten Know-How aus den letzten Jahren unser Angebot sogar noch erweitern konnten. Wir sprühen vor Ideen und Motivation.     

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Bully: Wenn man durch euren Shop scrollt merkt man schnell, dass ihr ziemlich viele Styles bedient. Game of Thrones oder der Pate sind nur zwei Themen, die ihr mit Eishockey in Verbindung bringt. Wie kommt ihr auf diese Ideen. Gab es schon Shitstorm GOT-Fans!?

SCALLWAG®: Wir reagieren ehrlich gesagt gerade mit diesen Motto-Shirts wie der von Euch angesprochenen Serien-Kollektion auf Ideen aus der Eishockey Community. Als Marke von Fans und Spielern für Fans und Spieler ist es uns wichtig die Kreativität der Community zu nutzen, wir stehen durch unsere starke Präsenz bei Instagram und Facebook gefühlt 24/7 in Austausch mit der Eishockey Community. Auf der einen Seite machen wir also den Kunden zum Designer. Und auf der anderen Seite sind natürlich wir als Team. Wir leben und lieben Eishockey – da kommen ständig neue Ideen für Motive. Klar ist nicht jedes Motiv umsetzbar oder so cool, wie man vielleicht im Moment der Idee denkt. Aber einige Schätzchen sind dann wohl doch dabei, schaut man auf die durchgehenden positiven Rückmeldungen aus der Community, wenn wir zum Beispiel ein neues Eishockey T-Shirt vorstellen. 

Bully: Jetzt habt ihr auch eine Leon Draisaitl Collection am Start. Es gibt in Deutschland derzeit wohl kaum einen bekannteren Eishockeyspieler als den Shootingstar der Edmonton Oilers. Wie kam der Kontakt zustande? 

SCALLYWAG®: Tatsächlich über BRAYCE®. Einige Nationalspieler tragen schon länger ihr Trikot am Handgelenk® und die Jungs tauschen sich natürlich in der Kabine aus. Und da waren wir wohl auch bei Leon Draisaitl Thema. Aus einem Zufall heraus waren wir dann auf einmal in Kontakt und beide Seiten haben schnell gespürt, dass die Chemie passt. Ein gutes Team spielt also nicht nur auf dem Eis eine wichtige Rolle. Über BRAYCE® sind wir mit Leon Draisaitl dann auch ganz schnell auf SCALLYWAG® zu sprechen gekommen. Und Leon war direkt Feuer und Flamme für unsere Produkte. Als wir ihm dann die Idee von einer eigenen LD29 Collection mit Eishockey T-Shirts, Eishockey Pucks und vielem mehr im LD29 Style vorgestellt haben, war eigentlich klar, dass wir das zusammen angehen möchten. Mit Blick auf den Hype um die LD29 Collection war das für Leon Draisaitl und für uns eine super Sache. Denn ein solches Projekt sehen wir alle als wichtigen Aspekt, um das Eishockey in Deutschland zu pushen.  Durch seine großen Erfolge in der NHL und der Nationalmannschaft kann Leon helfen, Eishockey in Deutschland mehr Präsenz und Aufmerksamkeit zu geben. Leon ist ein toller Typ und wir freuen uns, gemeinsam mit Ihm und bald noch weiteren Eishockey Profis coole Kollektionen entwickeln zu können.        

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Bully: Wie geht es bei euch weiter? Was habt ihr vor?

SCALLYWAG®: Wie schon gesagt, wir bauen aktuell die Kooperationen mit Spielern weiter aus. Aktuell sind wir da auch mit einigen Jungs in guten Gesprächen und es werden sogar schon ein paar Designs entwickelt. Mehr dürfen wir natürlich momentan noch nicht verraten. Grundsätzlich kann man aber schon sagen, dass die Kollektionen wachsen werden, auch die LD29 Collection. Wir möchten mittelfristig der Anlaufpunkt für Eishockey Fans und Spieler in Deutschland, Europa und Nordamerika sein, wenn es um lässige Hockey Streetwear geht. Aber wir arbeiten im Hintergrund auch daran den Eishockey Fan mit spannenden Geschichten aus dem Eishockey zu versorgen, wie etwa Homestories von Spielern und exklusiven Geschichten aus unserem schönen Sport. Ein weiterer Fokus für die nahe Zukunft liegt auf Teamwear (nicht nur für Profi-Teams). Wir erhalten so viele Anfragen von Vereinen aus ganz Deutschland wegen Trikots, Warm-Up Shirts und vielem mehr. Da sind wir aktuell an ein paar Konzepten dran, um auch hier wieder den Wünschen der Community gerecht zu werden. Wir sind sehr gespannt, ob wir neuen Input im Nachgang zu dem Interview erhalten. 

 

 

Wir bedanken uns für die Zeit. Als wir den 5ten Cocktail ausgeschlürft haben, tingeln wir zum Flughafen und mit etwas Glück sind wir morgen wieder in Germany…*hicks*

Und wer jetzt richtig scharf auf die LD29 Collection ist, der besucht diese Seite: https://scallywaghockey.com/leon-draisaitl/