Köln vs Landshut / Tabellenführer vs Comeback Kids

von Frank Göbel

Endlich wieder Eishallen Duft einatmen. Das frisch abgezogene Eis der Zamboni, der Geruch von verschwitzten Eishockey Klamotten, irgendwie gehört das zu einem Herbstsonntag dazu. Toll das wir Herbst haben. Und Sonntag.

Ich berichte heute aus Köln. Genauer gesagt Köln Arena 2. Die Heimat der KEC Junioren. Jeder der hier aufspielenden Jugendlichen träumt davon irgendwann Mal in der benachbarten Lanxess-Arena spielen zu dürfen. Mit Kai Hospelt und Ryan Jones über DEL-Eis flitzen. Dafür, für diesen Traum, gibt man hier alles. 
In der DNL treffen heute die Kölner Haie auf den EV Landshut. Das muss gut werden. Quatsch, das WIRD gut! In der Tabelle Grüßen die Haie von ganz oben. Die Landshuter folgen dicht auf Platz 2. Was will man mehr?!

Pump-Up Song: Neck Deep – „Motion Sickness“

Am Vorabend gab es an gleicher Stelle ein sattes 5-2 gegen jene Landshuter!

Auf geht’s!

Und die Landshuter starteten forsch. Die gestrige Niederlage wollten sie auf keinen Fall auf sich sitzen lassen. Der erste Treffer allerdings schlug im Gehäuse der Landshuter ein. Ein Rebound landete bei Kapelle, der garkein Problem hatte einzunetzen. So was wie die kalte Dusche für die Gäste aus Bayern. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Ein fast harmloser Backhander von Petermann landete im Netz. Killerinstinkt der Haie.

Und je mehr Minuten verstrichen, desto mehr sah man den Unterschied. Landshut schlicht unterlegen. Die Auszeit kurz darauf mehr als nötig. Die Watschn von Coach Rupert Meister hörte man bis zur Tribüne. Mehr schlecht als Recht rettete man sich in die erste Pause.

Egal was der Trainer angestellt hat. Der EV Landshut war nicht mehr wiederzuerkennen. Biss, Hingabe, Leidenschaft waren jetzt an der Tagesordnung. Einzig, das Tor fehlte. Köln war sichtlich überrascht. Und das sollte sich rächen. Eine 2 gegen 1 Situation schloß Zitterbart mit einem tollen Reise zum 2-1 ab. Das war geil!

Dem Spiel tat das gut. Köln eher weniger. Es häuften sich die Fehler. Pässe die im ersten Drittel noch ankamen, gingen ins Nirvana. Jener Zitterbart musste auf der Bank Platznehmen. Dem EV Landshut schnuppe. Ehl nahm sich Herz und Puck und besorgte den Ausgleich. Das wird ja immer besser. Aus neutraler Sicht besser als jedes Stanley Cup  Finale. Und auch Landshuts Goalie Schwarz machte mit einem Mörder save das Drittel nahezu perfekt!

Das letzte Drittel. Hier sollte sich nach Möglichkeit alles entscheiden. Die Haie kamen jetzt besser in den Zweikampf. Im Aufeinandertreffen auf Landshuts Unbekümmertheit ergab daß ein rasantes Eishockeyspiel. Um jeden Quadratzentimeter würde gekämpft. Das es in der Folge auch etwas hitziger zugeht, ist dann nur verständlich.

Kurz vor Schluß musste Cornett das Eis komplett verlassen. Stockstich war die Meinung der Schiedsrichter. 5 Minuten Powerplay für die Gäste waren angesetzt. Peter Spornberger war es, der das erlösende 3-2 einnetzte und ganz Landshut zum Tanzen brachte. Lange Gesichter auf Seiten der Kölner. 2-0 geführt und noch das Spiel aus der Hand gegeben.

Das emptynet Goal besorgte der starke Luca Zitterbart.

Das war ein tolles Eishockeyspiel! Landshut hat sich nach dem Rückstand selbst am Schopf rausgezogen und gezeigt wie es geht.

Draussen erwartet mich die wärmende Nachmittagssonne. Ich freue mich aber schon auf das nächste DNL-Spiel!

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Alles neu macht der Sommer – wirklich?

von Stefan Wiedemeier

So oder so ähnlich kann man wohl die Offseason der Iserlohn Roosters kurz und knapp beschreiben. 14 Spieler wollten bzw. mussten den Seilersee im Sommer verlassen. 11 Neuverpflichtungen wurden getätigt.

Die Sauerländer haben eine grauenvolle vergangene Saison hinter sich, in der man erst gegen Ende eine zufriedenstellende Leistung zeigte. Nach Außen wurden die Sündenböcke schnell ausgemacht. Matt Halischuk, Blair Jones und auch Ashton Rome standen sinnbildlich für die verkorkste Saison der Roosters. Während man sich von Rome schon bereits zu Beginn der Saison verabschiedete, wurden die Verträge mit Halischuk und Jones zum Jahreswechsel hin aufgelöst.

Doch mit etwas Abstand, ist die Rechnung die viele aufmachten vielleicht zu einfach. Es wird der Eindruck erweckt, dass von nun an alles einfach wieder läuft. Blair Jones unterschrieb zur neuen Saison einen Vertrag bei den Kölner Haien. Am vergangen Freitag fand er sich erstmals mit seinem neuen Arbeitgeber in der Eishalle am Seilersee ein und wer genau hingeschaut hat sah Folgendes:

Jones wurde von fast allen ehemaligen Mitspielern herzlich begrüßt bzw eher verabschiedet, bei den Handshakes nach dem Spiel. Nun könnte man argumentieren, dass eine Aussprache erfolgt sei und die Wogen geglättet wurden.

Man kann aber ebenfalls interpretieren, dass vielleicht weder Jones, noch Halischuk, noch Rome oder sonst wer alleinschuldig an der Misere des letzten Jahres waren. Und hier kommen wir zum entscheidenden Punkt. Die Konstante von letztem Jahr bis hin zu diesem Jahr lautet: Führungspersonal

Die Vorbereitungsspiele machten Mut. Eine stetige Weiterentwicklung war zu vernehmen. Die Mannschaft wirkt homogener, spritziger und auch fitter als vor einem Jahr. Das ist logisch zu erklären:

Sehr viele Neuverpflichtungen wurden früh getätigt. Ein Fall wie Smothermann (durch den Medizincheck gerasselt) lag dieses Jahr nicht vor. Kaum ein Spieler wurde großartig operiert oder fiel in der Vorbereitung mit Verletzungen auf (abgesehen von Christopher Fischer – doch länger aussetzen musste er nicht). Alle waren pünktlich vor Ort und konnten in fast vollem Umfang trainieren.

Wolfgang Brück äußerte sich Ende Januar 2017 wie folgt gegenüber der Westfalenpost:

„Es obliegt der sportlichen Leitung, schwache Leistungen zu sanktionieren“, erklärte Brück und ergänzte: „Wir haben ausreichend junge Spieler, die jede Minute Eiszeit genießen werden und deren Entwicklung wir damit intensiver beobachten können. Auch sie werden Fehler machen. Ich persönlich aber kann damit gut leben.“

Mit dem Eindruck der letzten Testspiele, kann ich das so nicht bestätigen. Marcel Kahle zB kam überwiegend gar nicht zum Einsatz. Marko Friedrich und Jake Weidner (die ich Beide zu den jüngeren Spielern im Kader zähle), bekommen ebenfalls wenig bis gar keine Eiszeit. Bettahar wurde per Leihe nach Bad Nauheim geschickt.  Dieter Orendorz und Dennis Shevyrin erhielten im Vergleich dazu jede Menge Eiszeit.

Ich kenne selbstverständlich kaum interne Details und kann das Vorgehen daher nicht vollends einschätzen, doch um eine erfolgreiche Trendwende im Verein vollziehen zu können, muss man seinen Worten auch Taten folgen lassen. Das sehe ich bis dato noch nicht.

Auf der anderen Seite ist es natürlich schwer für die angesprochenen Spieler Eiszeit zu erhalten. Betrachtet man die Reihen nüchtern, so weisen Reihen mit Combs, Turnbull, Costello, Florek, Brown, Bassen, Jaspers, Salmonsson und Down natürlich eine erhöhte Scoringqualität auf. Doch wie sollen sich junge Spieler entwickeln, ohne Fehler machen zu dürfen? Wie sollen Spieler sich weiterentwickeln, wenn Sie nicht in für Sie unbekannte Situationen kommen?

Und wo kann ich so etwas besser ausprobieren, als in einem Testspiel?

Marko Friedrich erhielt im Testspiel gegen Krefeld eine (zugegeben) dumme Strafe. Junge Spieler machen Fehlern. Als Iserlohner weiß man wohl nach letztem Jahr nur zu gut, dass auch ältere Spieler Fehler machen können. Nach Ablauf der Strafe erhielt Friedrich eine Standpauke (soweit auch noch okay) und bekam das restliche Spiel keine Eiszeit mehr.

So stärkt man weder einen Spieler, noch ist das irgendwie vereinbar mit der oben aufgeführten Aussage.

Die Kaderzusammenstellung für die neue Saison gefällt mir in großen Teilen sehr gut. Abgesehen von einem überdurchschnittlich gutem Blueliner denke ich, ist der Bedarf erfüllt worden. Mit Dahm und Lange wird man wohl eines der besseren Goalie-Duos der Liga stellen.

Und trotzdem bringt das alles nichts, sofern man sich nicht für gewisse Punkte öffnet und ein Risiko eingeht. Was ich damit sagen will:

Jari Pasanen darf keinen Freifahrtsschein für den Trainerposten in Iserlohn besitzen. Seine Position steht und fällt mit dem sportlichen Erfolg. Wohin eine negative Stimmung im Kader führen kann, mussten wir letztes Jahr hart und schmerzlich erfahren.

Spieler können nur weiterentwickelt werden, wenn man ihnen vertraut.

(Ich möchte ausdrücklich anmerken, dass das keine direkte Trainerkritik sein soll, sondern mir diese Entwicklung in den Testspielen aufgefallen ist und sauer aufstößt)

In diesem Sinne! Auf eine (hoffentlich) erfolgreiche Saison.

#GoRoosters

#NurderIEC

#Playoffsnurmitiserlohn

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Kunlun Red Star/ Beware of the Dragon!

von Frank Göbel

Anfang September. Die DEL ist nur eine Woche vom ersten Spieltag entfernt. In der NHL fängt man gerade erst an die Schläger und Schlittschuhe zu entstauben. Oder auch das Konfetti der Parade zu entfernen.

Die KHL ist nun schon ein paar Spiele alt und es lohnt sich mal auf Tableau zu schauen. Eine dicke Überraschung erwartet uns im Reich der aufgehenden Sonne.

Kunlun Red Star, der chinesische Vertreter in der KHL hat zum Start mal richtig Feuer gefangen.

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6 Spiele und 4 Siege spülen das Team auf Platz 2 hinter AK Bars Kazan. Die auch einen Traumstart hinlegten, aber dieses Jahr auch durch die Verstärkung von Andrei Markov (Montreal Canadiens) oben mitspielen werden.

Was sind die Gründe für Kunluns Serie?

  • Ehenalige DEL´er: Brandon Yip (Mannheim und Düsseldorf) und Jesse Blacker (Nürnberg) . Die beiden Haudegen sind fester Bestandteil des KHL- Teams. Genannter Yip durfte sich auch schon mit 2 Toren beteiligen.

 

  • NHL-Erfahrung: Kyle Chipchura, Andrei Kostitsyn, Alexei Ponikarovsky, Brett Bellemore sind nur einige die massig NHL-Luft geschnuppert haben. Ihre Erfahrung auf dem Eis bringt Ruhe ins Team. Welches letztes Jahr noch zu den Schiessbuden der Liga gehörte.

 

  • Coaching: Mike Keenan. Der könnte sogar die Bambini-Fußballtruppe der schwer erziehbaren Kinder von Kreuzberg coachen. Und sie zu Meistern machen. Er hat den wohl größten Anteil, das es dieses Jahr rund läuft.

Und jetzt?

Sobald dieser Artikel fertig ist, zerfällt das Team der Kunlun Red Star in sich zusammen. Man wird eine historische Niederlagenserie hinlegen und von Glück reden, wenn man vorletzter wird. Die erfahrenen werden als Opi´s abgestempelt und Keenan auf den Mond geschossen. So ergeht es fast jedem Team, über das ich berichte…

Spaß beiseite. Die KHL ist hart wie die Strassen von St. Pauli um 3:27 in der Früh. SKA Sankt Petersburg (Kovalchuk und Datsyuk), Lokomotiv Jaroslavl lauern im Westen und vor der eigenen „Haustür“ gibt es noch erwähntes AK Bars Kazan oder Metallurg Magnitogorsk. Bis zu den Play-Offs ist es noch ein weiter Weg für das chinesische Team, aber sollte sie so weiter frech und offensiv spielen, können sich die Gegner warm anziehen.

Einzig die Fans müssten mal zu den Spielen kommen. Wäre es jetzt nicht auf der anderen Seite der Welt, wäre ich schon längst mal da gewesen.

In diesem Sinne

  До свида́ния!

 

Oder

再见 [再見]

 

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I expect our team to make the playoffs

by Stefan Wiedemeier

Bully – Der Eishockeyblog” was able to get an interview with Jack Combs – last year’s league leading goal-scorer in the DEL. In this summer, Combs left the Fischtown Pinguins in Bremerhaven and joined the Iserlohn Roosters.

Bully: Hi Jack, thank you for your time. How was your offseason?

Combs: My offseason was very nice, I love to spend time with family and friends and just relax.  I play alot of roller hockey in the summer and i was selected to play for Team USA at the world championships.

Bully: Could you explain how you got into hockey?

Combs: My parents put me in hockey when I was 6 years old because I was getting into trouble at school and they wanted me to burn off some energy.

Bully: Why you decided to join the Iserlohn Roosters? How are your first impressions of the roosters organization, the fans and the town?

Combs: I decided to join the Roosters organization because I loved what the coaches and gm said to me and that I was going to have a good opportunity on the team during the season. My first impression of the Roosters organization is that it is a family atmosphere and that everybody is very close.  The fans are very proud and enthusiastic for the team.  The town is small but nice and i love the restaurants.

Bully: Did the signing of Chad Costello influence your own decision?

Combs: Well I signed this summer before Costello but as soon as I talked to the gm about potential players, Costello was the first name that came out of my mouth.

Bully: Can you describe your relationship to Chad Costello and how does it affect your game?

Combs: I first played with Costello 7 years ago and the chemistry we had on the ice was immediate. He is a world class player and passer so my job is to get open and try to put the puck into the net.

Bully: What do you expect from the line Turnbull/Costello/Combs?

Combs: I expect our line to be very responsible defensively but also very dynamic offensively and create alot of chances.

Bully: What do you expect from the Roosters team this season?

Combs: I expect our team to make the playoffs and hopefully compete for our championship.

Bully: Are there any season goals you want to reach personally?

Combs: I dont really have any goals for this season I just wanted to help our team win as many games as possible.

Bully: How would you describe yourself on the ice? Strength and Weakness?

Combs: I would describe myself as a power forward with a good touch around the net.  My strengths are scoring, puck handling, and passing. My weakness is my skating.

Bully: How would you describe yourself off the ice?

Combs: Off the ice I am very laid back and quiet. I love all sports, playing and watching. I also like movies and playing cards.

Bully: If Jack Combs never started playing hockey – what would he do now?

Combs: If I never played hockey I would probably be working in business.

Bully: Is there a story behind your number?

Combs: I wear number 88 because it is the year I was born.


Thank you Jack for your time!

Shortquestion:

German beer vs american beer?

German beer

Your rolemodel?

Rolemodel is God

Best player to play with?

Patrick Kane

Best player to play against?

John Tavares


Special thanks to:

Seatown Hockey (@2850Fischtown)

D. Chesani (@DomeChesani)

Jack Combs (@jumbojack21)

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Ich erwarte, dass wir in die Playoffs einziehen

von Stefan Wiedemeier

Bully – Der Eishockeyblog” durfte ein Interview mit dem letztjährigen Toptorschützen der DEL führen. Jack Combs wechselte vor Beginn dieser Saison von den Fischtown Pinguins zu den Iserlohn Roosters.

Bully: Hi Jack, vielen Dank für deine Zeit .Wie war deine Offseason?

Combs: Meine Offseason war sehr angenehm. Ich liebe es Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen und einfach zu relaxen. Ich spiele zusätzlich Inline Hockey und wurde für das Team USA bei den Weltmeisterschaften nominiert. (Anmerkung der Redation: Jack Combs gewann mit Jerry Kuhn die Weltmeisterschaft und erzielte neun Tore)

Bully: Könntest du beschreiben wie du den Weg zum Eishockey gefunden hast?

Combs: Als ich sechs Jahre alt war, schickten meine Eltern mich zum Eishockey. Ich hatte in der Schule ein paar Probleme und sollte so meine Energie ausleben.

Bully: Warum hast du dich für die Iserlohn Roosters entschieden? Wie sind deine ersten Eindrücke von der Organisation, den Fans und der Stadt?

Combs: Ich habe mich für die Roosters entschieden, weil die Gespräche mit den Trainern und dem Manager mich überzeugt haben. Mein erster Eindruck von der Roosters Organisation ist, dass alles sehr eng beisammen ist und eine sehr familiäre Atmosphäre herrscht. Die Fans sind sehr stolz auf ihr Team und sehr enthusiastisch. Die Stadt ist zwar klein, aber dennoch sehr schön. Ich liebe die Restaurants.

Bully: Hat die Unterschrift von Chad Costello deine Entscheidung zu den Roosters zu wechseln beeinflusst?

Combs: Ich habe vor Costello unterschrieben, aber sobald es in Gesprächen um mögliche Neuzugänge ging, lies ich den Namen Costello als Erstes fallen.

Bully: Kannst du deine Verbindung zu Costello etwas genauer beschreiben? Wie äußerst sich das in eurem Spielstil?

Combs: Das erste Mal habe ich mit Costello vor sieben Jahren zusammen gespielt und die Chemie stimmte auf Anhieb. Er ist ein Weltklasse Spieler und Passer, sodass mein Job ist, mich in bestmögliche Position zu begeben und den Puck im Tor unterzubringen.

Bully: Was erwartest du dir selber von der Reihe Turnbull/Costello/Combs?

Combs: Ich erwarte, dass wir eine hohe defensive Verwantwortung tragen, aber auch offensive sehr dynamisch spielen und viele Chancen kreieren.

Bully: Was erwartest du dir von den Roosters in dieser Saison?

Combs: Ich erwarte, dass wir in die Playoffs einziehen und hoffentlich können wir um die Meisterschaft mitkämpfen.

Bully: Gibt es Saisonziele die du dir persönlich gesetzt hast?

Combs: Ich habe keine wirklichen privaten Saisonziele. Ich möchte dem Team helfen und so viele Spiele wie möglich gewinnen.

Bully: Wie würdest du dich selber auf dem Eis beschreiben? Was sind deine Stärken und was deine Schwächen?

Combs: Ich würde mich selber als Power Forward bezeichnen mit einem guten Gefühl vor dem Tor. Meine Stärken sind eindeutig mein Scoring, mein Puckhandling und mein Passpiel. Meine Schwäche ist mein Skating.

Bully: Wie würdest du dich abseits des Eises beschreiben?

Combs: Abseits des Eises bin ich sehr locker und ruhig. Ich liebe alle Sportarten, egal ob ich es gucke oder selber spiele. Zusätzlich gucke ich gerne Filme und spiele Karten.

Bully: Wenn du kein Eishockeyspieler geworden wärest. Was würdest du nun tun?

Combs: Ich würde wahrscheinlich irgendwo in der Geschäftswelt arbeiten.

Bully: Gibt es eine Geschichte zu deiner Nummer?

Combs: Ich trage die 88, weil es mein Geburtsjahr ist.


Vielen Dank Jack für das Interview und deine Zeit!

Abschließend haben wir noch vier Kurzfragen an dich:

Deutsches Bier oder amerikanisches Bier?

Deutsches Bier

Dein Vorbild?

Gott

Bester Mitspieler?

Patrick Kane

Bester Gegenspieler?

John Tavares


Besonderen Dank an :

Seatown Hockey (@2850Fischtown)

Jack Combs (@jumbojack21)

D. Chesani (@DomeChesani)

 

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Bonn vs. Köln / Bier her, now!!!

von Frank Göbel

Vorhang auf und  Bühne frei! Ein Leckerbissen des Skaterhockeys wartet auf uns. Fortuna Bonn Thunder gegen den HC Köln West III. Die Landesliga Rheinland zieht mit dieser Partie die ganze Nation in seinen Bann. Wen interessiert schon der Confed-Cup oder ein EM-Finale?! Hockey Baby!!!

Die Rasanz dieser Partie lässt sich nach einem flüchtigen Blick auf das Tableau der Liga ergreifen. Hier spielt der Letzte gegen den (Vorsicht, festhalten!) Vorletzten. Die Fanmeile am Bonner Rathaus blickt gebannt auf die Leinwand, weil es keine Karten mehr gibt. 

Aufstellungstechnisch hat man sich auf Seiten der Bonner nicht lumpen lassen. Im Tor startet Thunder Legende Lucas Domgörgen. Ein weiterer Rückkehrer ist Marc Gohsen. Der Interimscoach mischt jetzt wieder auf dem Feld mit. Im Sturm versuchen es unter anderem die internen Topscorer Warnke und Munde. Das letzte Spiel vor der Sommerpause muss gewonnen werden!

Pump-Up Song: „The price is wrong“ @ Periphery

Die Massen sind elektrisiert, die Mannschaften stehen bereit und sind startklar.

Die kalte Dusche sollte aber nicht lange auf sich warten. Das 0-1 in der 2. Minute durch Schmitz war ein abgefälschter Handgelenkschuß. Das 0-2 durch Rick war dann die endgültige Unterschrift zum Fehlstart.

Viel lief nicht zusammen. Köln spielte aufs Verteidigen und stellte Bonn vor gewisse Probleme. Einen Lichtblick gab es dann doch. Munde nahm sich ein Herz und fummelte sich durch die Abwehr um dann noch den Torwart zu verladen. Backbänder; 1-2.

Dabei sollte es bis zur Pause erst einmal bleiben.

Das zweite Drittel startete aber mit einem Knüller. Munde versuchte sich wieder und tanzte wieder die Verteidigung aus. 2-2.

Spiel gedreht und Happy? Leider nein. Geglückte Kombinationen blieben leider Mangelware. 

Dann aber Olbertz. Der nach seinen zwei Toren im letzten Spiel in die Verteidigung gesetzt wurde, fälschte einen Schuß unmittelbar vor dem Tor ab zur ersten Führung.

Das 3-3 fiel aber leider doch. Ein Mega-Safe sagen die einen, so eben über der Linie die anderen. Nach Videobeweis und Anruf in Toronto wurde auf Tor entschieden.


Es läuft nicht gut für Bonn bis hierhin, aber das man doch im Spiel ist, sollte man umso mehr schätzen.

Pause

Florian Zimmermann, wohl einer der (wenigen) Gewinner dieser Hinrunde, packte den Hammer aus und hatte Erfolg! 4-3.

Jacobs aus den Reihen der Kölner setzte einen unhaltbaren Handgelenkschuß in den Winkel. 4-4.

Dann der Comebacker! Marc Gohsen mit Schlagschuß von der Mitte zum 5-4. Alle wussten, das es noch ein hartes Stück Arbeit wird. Es waren noch knapp 10 Minuten zu spielen. 

Den Ausgleich für Köln besorgte aber doch noch May. Ärgerlich. Köln ärgerte die Bonner sehr effizient. Danach wurde nochmal alles nach vorne geworfen, aber es sollte beim 5-5 bleiben.

Journalistisch halte ich mich mit dem Penaltyschiessen nicht lange auf. David Munde besorgte den ersehnten Treffer und beschert Bonn den zweiten Saisonsieg.

Ein hart umkämpftes Spiel mit einem wichtigen Sieg für die Hausherren.

Jetzt ist erst einmal Sommerpause. Zeit sich zurückzulehnen? Nein, es gibt viel zu tun! 

Es ist oft sehr ruhig auf dem Feld. Dieses Spiel wird von 70% durch Kommunikation entschieden. Man soll sich nicht gegenseitig anschreien. Man soll eher miteinander und nicht übereinander sprechen.

Rebounds: Es kam diese Saison sehr oft vor, das der zweite und sogar der dritte Rebound vor dem Tor nicht geklärt wurde und im schlimmsten Fall beim Gegner landet. Es wird immer Abpraller vom Torwart geben, so ist das Spiel halt, aber dann muss auch „aufgeräumt“ werden!

Gegnerischer Torwart. Billig aber dennoch effizient. Ein Stürmer positioniert sich während eines Angriffs vor dem gegnerischen Goalie. Das wurde so in den 80ern auf dem Eis perfektioniert (Und findet seit einiger Zeit wieder Zuwendung). Warum nicht Mal versuchen dem Torwart die Sicht zu nehmen? Der zweite Stürmer (oder einer der beiden Verteidiger) braucht nur noch den Ball vor das Tor zu bekommen. Ich garantiere das so Tore fallen werden!
Am 27.8. geht es dann wieder los. Gegen das Überraschungsteam aus Monheim.

Der Countdown läuft!

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Interview mit Patrick Assenmacher (Bonn Thunder)

von Frank Göbel

Die Position des Torwarts bekommt im Skaterhockeys eine Schlüsselposition zuteil. In der Landesliga Rheinland spielt Patrick Assenmacher bei den Bonn Thunder. Patrick steht diese Saison im Mittelpunkt. Die aktuelle Situation und den Medienrummel um seine Person, nutzt „Bully – Der Eishockeyblog“ um bei Cappuccino in der Altstadt von Rheinbach über Hockey zu plaudern. Was seine Mama damit zu tun hat, das er Torwart geworden ist und warum er eine morgendliche Begrüßung nicht so mag.

 

Bully: Hallo Patrick, vielen Dank, dass Du Zeit hast für „Bully – Der Eishockeyblog“. Als Torwart erwarten wir in der Redaktion immer die tollsten Erklärungen, warum man sich freiwillig vor das Gehäuse stellt. Spann uns nicht weiter auf die Folter! Warum bist du Torhüter geworden?!

Patrick Assenmacher: Warum bin ich Torwart geworden? Gute Frage. Es lag in erster Linie nicht an mir, sondern an meiner Mutter. Als sie mich damals zum Skaterhockey angemeldet hatte, hatte sie es bereits einfach entschieden. Ich sollte Torwart werden, ohne dass ich es wusste. Ich allerdings wollte damals noch Feldspieler werden. Ich habe dann aber in den ersten Trainingseinheiten gemerkt, dass mir die Torwartposition liegt. Dabei bin ich dann geblieben. Und ich denke, das war auch genau die richtige Entscheidung!

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Bully: Mit Fug und Recht kann man behaupten, dass Du ein Urgestein von Bonn Thunder bist. Du hast den Aufstieg und Fall des Vereins mitgemacht. Die Implosion der fehlenden Juniorenmannschaften. War ein Vereinswechsel nie eine Option für Dich?

Patrick Assenmacher: Es war nie eine Option, mal woanders hinzugehen, auch in dieser Situation nicht. Ich habe mich immer mit allen verstanden und wusste immer um meine Position im Kader. Auch wenn es personell hin und wieder schlecht lief, haben wir es doch immer wieder hinbekommen, ein Team für Turniere oder auch die Saisonspiele aufzustellen. Natürlich ist es schade, dass wir nur noch eine Mannschaft haben. Aber es freut mich, dass ich auch heute noch mit meinen damaligen Junioren Jungs auf die Spielfläche gehe.

Bully: Aktuell bist du bei Bonn aus dem Tor gar nicht mehr wegzudenken! Das letzte Spiel in Kaarst zeigte mal wieder die ganze Klasse deines Spiels (https://bullyicehockey.wordpress.com/2017/06/16/1770/ < Hier der Spielbericht). Hast du ein Spezialtraining für Torhüter, das die Schwerpunkte auf Reflex bzw. Reaktion konzentriert oder ist das einfach nur (gottgegebenes) Talent?

Patrick Assenmacher: Es ist ein Können, worauf ich mich im Spiel immer verlassen kann. Meine schnellen Reaktionen und gutes Positionsspiel sind spielentscheidend, aber dafür stehe ich auch im Tor. Letztlich habe ich diese Reaktionen und mein Stellungsspiel von meinem damaligen Trainer Axel Munde erlernt. Er hat mich ziemlich hart rangenommen. Und wenn es im Spiel nicht so lief, wie er es sich vorgestellt hat, dann bekam ich immer „Guten Morgen Herr Assenmacher“ zu hören. Das war ein Mittel, was bei mir gezogen hat. Denn ich wollte es nicht hören. So wurde ich stärker und stärker. Um diese Reaktionen aber anwenden zu können, muss man ein Spiel lesen können. Bei einem Angriff des Gegners muss man direkt wissen, was passieren kann. Ich habe immer einen Plan A und B im Kopf und es muss blitzschnell gehen, wenn B eintritt.

Bully: Die Saison läuft, gelinde gesagt, semi. Aus sechs Spielen, habt ihr fünf verloren. Darunter eine derbe Packung in Monheim bei den Stinktieren (5-19). Es ist die Landesliga und das Ganze ist Hobbysport. Keine Frage. Aber in der Mannschaft muss es doch brodeln vor Wut. Was sind die Schlüssel um diese Saison für die enthusiastischen und leidenschaftlichen Fans noch positiv zu beenden?

Patrick Assenmacher:
Wut und Enttäuschung steht im Moment jedem auf die Stirn geschrieben. Aber ich kenne diese Situationen ganz genau. Dabei kommt meiner Meinung nach so ein Spiel gegen den aktuellen Tabellenführer Hilden (Samstag, 24.06. um 15:00 in Hilden / Live und in 3D: Vorort/ Anm. d. Red.)) genau richtig.
Es ist der Wille von jedem von Bonn Thunder, endlich aus diesem Tief zu kommen und drei Punkte zu holen. Und ehrlich gesagt, gegen welchen Gegner kommt ein Befreiungsschlag gelegener, als gegen den Spitzenreiter? Das gibt Selbstvertrauen!
Wir haben über die letzten Spiele gesprochen und unsere Fehler erkannt. Wir denken alle in die richtige Richtung. Wir brauchen dringend ein Erfolgserlebnis. Der erste Schritt ist der schwerste. Aber wenn alle an einem Strang ziehen, dann ist alles möglich.

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Patrick war schon mal auf Stipvisite in Tampa. Vasilevskiy war so begeistert, das er ihm sein Trikot mitgab.

Bully: Viele Skaterhockeyspieler, spielen Skaterhockey nur zur Sommerüberbrückung. Wie ist das bei dir, spielst du ab Herbst auch Eishockey? Und wenn ja, wo?

Patrick Assenmacher: Nein, ich spiele nur Skaterhockey. Ich fühle mich auf dem Eis zwar sehr wohl und freue mich über jedes Spiel oder Training, was ich auf dem Eis machen kann, aber prinzipiell hatte und habe ich keine Ambitionen, Eishockey Goalie zu werden.

Bully: Abschluss(fantasy)frage: Du hättest die Wahl Nummer eins des KEC zu sein, welcher gerade im DEL-Finale gegen Mannheim steht ODER du könntest in der NHL bei den Tampa Bay Lightning Fuß fassen. Müsstest aber kurz vor Start der DEL-Finalserie zum Medizincheck für zwei Wochen nach Florida abreisen. Wie entscheidest du dich?

Patrick Assenmacher: Ich würde, ohne zu überlegen, das Finale mit den Haien um die Meisterschaft spielen und diesen Fans und dem Verein den Meisterpokal nach Köln holen.
Wenn Tampa mich will, dann wollen die mich auch danach noch und wenn nicht, dann schlagen die Vegas Golden Knights beim Meistergoalie aus Köln zu.

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