von Frank Göbel

Kalt ist es geworden in Deutschland. Der Oktober ist im vollen Gange und ich mache mich auf zum letzten Saisonspiel der Bonn Thunder. Wenn man zu einem letzten Spiel der Saison seines Vereines geht (egal ob Eishockey, Skaterhockey, Handball etc.), dann lässt man die letzten Monate nochmal revue passieren.
Da wird man schnell emotional. Triumphe, Niederlagen und (gefahrene) Kilometer waren so das erste woran ich dachte. Aber das ist vergangen. Geschichte.

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Die Ruhe vor dem Sturm.

Mein Blick galt dem heutigen (letzten) Gegner. Die Hilden Flames. Rein sportlich ging es hier um nichts mehr. Aber man wollte hier noch einen gelungenen Abschied hinlegen.
Nach einem kurzen Gespräch mit Klemens Degle war schnell klar, das man nach dem Sekunden-Tod von letzter Woche gegen Aachen gewillt war, hier die richtige Antwort zu geben. Die beiden Stammspieler Rene Odenthal und Keeper Lucas Domgörgen mussten leider privat passen und somit bekam Back-Up Tobias Frechen die Ehre heute zwischen den Pfosten zu stehen.

Soweit die Personalien, zum Spiel. Die große Angriffswelle rollte von der ersten Minute an. Hilden´s Goalie Murauer war nicht zu beneiden. Ein ums andere Mal musste er Chancen der Gastgeber vereiteln. Teilweise waren es wirklich Mega-Saves.
In der 12. Minute war es aber soweit. David Munde netzte einen Rebound zum 1-0 ein. Das war dann auch der Stand zum ersten Pausentee. Das man schon viel höher führen könnte, lag auf der Hand. Das war auch Thema während der Pause.
Und die Taktik wurde eins zu eins im zweiten Drittel umgesetzt.

DSC_0945Ganze sechs Tore gab es für die Hausherren zu bestaunen. David Munde und Chris Warnke waren an fünf der sechs Tore beteiligt. Warnke, feierte heute seine Premiere im Boner Dress, harmonierte mit Goalgetter Munde nach belieben. Mann (#81) erhöhte kurz vor der Pausensirene dann noch auf 7-0.
Das Wort „Blow out“ kann man unter dieses Drittel aus Sicht der Hildener durchaus setzen.

Aber Munde/Wernke hatten noch lange nicht genug. Auch im letzten Drittel steuerte sie zwei Tore bei. Jacques Theneé machte dann mit zwei weiteren Toren den Sack endgültig zu und die Betriebsfahrt der Hilden Flames zu einem Desaster.

In den letzten Minuten, warum auch immer, gab man den Flames etwas mehr Raum und der Shut-out von Frechen war in Gefahr. Doch Teamarbeit und Willen haben dann doch gesiegt und so hiess es am Ende 11-0 für Bonn.

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The great one? The only one? The normal one? No, just THE one. David Munde.

Auch wenn es um nichts mehr ging, dieses Spiel hat einiges erkennen lassen. Warnke und Munde sind ein Traum. Sollte man die Möglichkeit haben mit dieser Sturmreihe in die nächste Saison zu gehen, eröffnen sich offensiv neue Möglichkeiten. Auf Tobias Frechen ist absolut Verlass. Toller Job heute!

Nun aber heisst es erst mal durchschnaufen. Die freien Sonntage geniessen und nächstes Jahr geht es dann ins Training Camp und dort werden die Karten neu gemischt.