Cologne Thunder Ducks vs. EHC Tiger Köln/ Neue Blickwinkel

Von Frank Göbel

 

Da ist er wieder. Der Weekend-Hangover. Zwei Tage geht man später als gewohnt ins Bett. Kaum ist der Montag da, ist es nur schwer, wieder in den gewohnten Arbeitswochentrott einzusteigen.

Wie toll, das es die Rheinland Hockey League (RHL) gibt.

Für schlaflose Montagsmaler bietet sie eine schöne Möglichkeit am späten abend nicht gelangweilt auf der Couch zu gammeln oder mit unwichtigem Zeug soziale Medien zu belasten.

Heute, also Montag, treffen die Cologne Thunder Ducks (8 Punkte)  auf die EHC Tiger Köln (10 Punkte).

Schauplatz ist der wunderschöne Lentpark und seine fullminante Eishalle. Vermutlich die schönste Eishalle. Weltweit. Ever!

Sportlich trennen die beiden Teams also gerade mal 2 Punkte. In dieser  Liga zählt jeder Punkt zum erreichen der hart umkämpften Endrunde!

 

‪21:10h, noch 5 Minuten bis zum Bully.‬

Pump-Up-Song:

A Day to remember – „Sticks& Bricks“

 

 

 

 

‪21:15h. Where’s the fucking PuckDROP???!!!!‬

 

Und ich werde überrascht. Philipp Heisterkamp, mit dem ich mich im Vorfeld schon unterhalten habe, bittet mich zum Zeitnehmerplatz. Ich darf hier hautnah das Spiel miterleben. Einzige Vorraussetzung: Ich hab Strafbanktürdienst. Mach ich doch gerne.

Mit drei weiteren Damen bilden wir also die 5 Herrscher der Uhr. 

Philipp ist eigentlich Torwart bei den Ducks. Aber sein Knie macht nicht mehr mit. Vermutlich spielt er nie wieder. Schicksale einer Hobbyliga.

Philipp ist natürlich nicht ganz unparteiisch. Da fallen viele Ratschläge über Stellungsspiel von Marcel oder Schußgenauigkeiten von Michael. Das ist menschlich und auch irgendwo sympathisch.

Die Hausherren gehen etwas überraschend durch einen krassen Torwartfehler in Unterzahl in Führung. Die Freude währt aber nicht allzu lange.

Der EHC Tiger spielt seine Stärke aus und machen hier schnell 2 Buden. Alexander Klaumann erwischte einen Sahnetag und netzte 2 mal ein.

1-2 zum Pausentee. Der Türsteherjob unterdessen macht Spaß. Näher kommt man an die Spieler nicht ran.

Zu Beginn des zweiten Drittels dann die Überraschung. 2-2 durch Moritz Grethe! Große Teile der Zeitnehmerbox jubelten.

In der Folge hatten wir ein intensives Spiel. Viele Strafen ( ja, Türdienst) und harte Zweikämpfe. Auch eine 2+10 Strafe wird gegen die Gäste ausgesprochen. Ich öffne dem kopfschüttelnden Protagonisten die Türe. Ein zweiter Mann, der die Bankstrafe absitzt, wird dann auch noch gefunden. Fast ’ne Skatrunde, gebe ich gedanklich zu Protokoll. Und ich merke, das selbst die Spieler das ganze mit Humor sehen. Gut so.

Und nach 40 Minuten heisst es 2-2 in einem toll geführten Eishockeyspiel.

Die Finalen 20 Minuten sollten dann noch mal alles geben. Aber Philipp flucht schnell über eigene Fehler, zum Beispiel an der blauen Linie. Dieser war es dann, der das 3-2 für die Gäste durch Lukas Schneider brachte.

Florian von Hesselbach machte dann mit einem Doppelpack den Auswärtssieg perfekt. Ducks Torwart Skomerski hat in diesem Spiel tolle Safes gezeigt. Auf ihn wird es auch in den kommenden Spielen ankommen.

Die Stimmung auf der Zeitnehmerbank ist bedrückt. Hier hat man sich mehr versprochen.

 

 Als ich dann um viertel vor elf in die kalte Kölner Luft entlassen werde, habe ich einen neuen Blick auf das Spiel gewonnen. Von der Zeitnehmerbank. Das war interessant und intensiv. Ob ich beim nächsten mal wieder Klinkenputzer spielen darf? Ich würde auch ein Skatspiel mitbringen!

 
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