Bonn vs. Düsseldorf / Not your usual Tabellenletzter

von Frank Göbel

Spiele gegen den Tabellenletzten sind auf den ersten Blick eine Möglichkeit zur Befreiung. Man hat gefühlt mehr Platz zum kombinieren und kann sich aus (persönlichen) Krisen spielen.

In der Skaterhockey Landesliga Rheinland kam es am Sonntag zu so einem Duell. Bonn Thunder erwartete den Tabellenletzten Düsseldorf Flyers. Die Cracks der Altbierstadt sollte man aber nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ja, man grüßt von ganz hinten. Aber, die letzten drei Partien wurden lediglich mit 4, 5 und (nur) 3 Toren Unterschied verloren. Im Skaterhockey ist das so gut wie garnichts. Darüber hinaus wissen sie, wo das Tor steht. 69 geschossenen Buden bedeuten Platz 5 in dieser Wertung over all. Da kommt es nicht von ungefähr, das sich mit Max Nolte ein Spieler der Flyers unter den Top 10 der Liga befindet.

Bonn hat am vergangenen Wochenende Moral und Teamgeist bewiesen und dem RSC Aachen alles abverlangt. Am Ende fehlte dann aber die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor (4-6).

Heute werden Martin Nüse und Flo Zimmermann mit seinen Mannen alles daran setzen hier einen Heimsieg gegen Düsseldorf einzufahren und mit einem positiven Gefühl in die Sommerpause zu gehen.

 

Pump-Up-Song:

Oasis –  „Fuckin‘ in the Bushes“

 

 

Und die ersten Chancen gehörten für wahr Düsseldorf. Allen voran Nolte, der seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellt.

Es braucht ein paar Minuten bis Bonn bissiger wird in Person von Chris Warnke und Andreas Koch. Und auch starke One-Timer von Nüse und Zimmermann bringen zunächst nicht den erwünschten Ertrag.

Da muss es über die Kombination gehen. Nüse bedient mustergültig den freistehenden Koch, der keine Probleme hat einzunetzen. 1-0. 

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Düsseldorf setzte aber immer wieder Offensive Nadelstiche.

Ein Hammer von Dennis Schmiege sollte aber erst einmal für Ruhe sorgen. 2-0.

Wir erwähnten den Max Nolte? Dieser weiß bekanntlich, wo die Hütte steht. Und so macht er nach Zuspiel das 2-1. Der erste Treffer für die Flyers. Und es kommt noch „besser“. Ein Ball, der nicht aus der Bonner Zone geschlagen wird, kommt postwendend zurück und da hat Düsseldorf auch keine Probleme. Marcus Wagner zum 2-2.

Und so zerfällt das toll aufgebaute Selbstbewusstsein von einer 2-0 Führung.

Marc Gohsen gilt im Bonner Team als Ruhepol. Und so „schleicht“ er sich in die Düsseldorfer Zone, kuckt sich den Torwart aus und markiert mit einem gefühlten Schlenzer das 3-2.

Puh. Führung zurück und erst einmal in die Pause zu. Schnaufen.

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Das mit dem Schnaufen nahmen leider einige Bonner zu genau. 5 Sekunden nach Wiederanpfiff traf Wagner für Gäste mit einem Schlagschuß. 3-3.

Wie gut, das man einen Martin Nüse hat. Der kann aus fast jeder Situation Torgefahr generieren. So auch beim erneuten Führungstreffer, als er zwei Spieler aussteigen lies.

Warnke dann noch humorlos zum 5-3 war dann der Knackpunkt für die nächsten Minuten. Das Team war jetzt im Flow. Jede wollte den Ball und sich ins Spiel einbringen. Das gab viel Spielfluss und auch Torchancen.

Da machte es auch nichts, das Kramer mit einem klassischen Sonntagsschuß das 5-4 machte. Nüse und Warnke konnten im Sturm machen was sie wollten. Fast jeder Angriff brachte Torgefahr. Und sogar ein Bendikt Olbertz (Stay-At-Home Verteidiger) mischte jetzt vor dem gegnerischem Tor mit.

Warnke und Gohsen machten die Treffer zum 6-4 und 7-4.

Tragischer Held in diesem Drittel war Andreas Koch von den Bonnern. Dieser hatte gefühlt 20 Chancen. Leider ohne Fortune. Das Kopfschütteln gehörte nun zu seinem festen Reportoire. 

Das letzte Drittel wurde ebenso geführt  wie das zweite. Allerdings fing es auch so an. Nach einer zu soften Verteidigung markiert Gerrit Schneider den Anschlußtreffer für Düsseldorf (7-5).

Langer Hafer auf Nüse, der den Ball in der Luft abfängt und das Tor wie selbstverständlich macht (8-5).

Zimmermann und Jonas Rubbert machen dann noch die 10 voll. Bonn in Full Control.

Flo Zimmermann, der heute wieder eine bärenstarke machte, mit einem Schlagschuß zum 11-5. Und weil er das von links kann, beweist er uns das auch noch vom rechten Bullypunkt. 12-5.

Nüse mit einem Highlighttor zum 13-5. Wenn es läuft, dann läufst einfach.

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Koch kam dann aber doch nochmal zum Erfolg. Ein Rebound, den er eigentlich garnicht vergeben konnte. 14-5.

Und so fällt die Partie doch etwas einseitig aus. Sei es drum. Sowas darf dann auch mal sein. Und Düsseldorf?! Die waren garnicht so schlecht, wie das Ergebnis es vermuten lässt. 

Aber wenn Nüse, Warnke und Zimmermann losgelassen werden, kann sie nur schwer aufhalten.

Jetzt ist erst einmal Sommerpause. Am 16.9. erwartet man dann die Crash Eagles Kaarst zum Tanz. Das wird definitiv kein Selbstläufer wie heute.

Jetzt aber erstmal Füße hochlegen und die Sonne genießen!

 
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