Dump and Chase / Die Rettung des Prints?!

von Frank Göbel

 

Fast jeden Morgen am Bahnhof das gleiche. Man steht vor dem Kiosk um noch ein Kaffee für 2,99€ oder ein Puddingteilchen vom Vortag für nur 3,99€ zu kaufen. Unweigerlich fällt der Blick auf die Zeitschriften. Und uns Eishockeyfans blutet dann das Herz, das es 7 verschiedene Angelzeitschriften, 3 Modelleisenbahn-Magazine und 2 Surfhefte gibt.

Und Eishockey?! Lediglich die „Eishockey News“ sticht mit ihrer wöchentlichen Berichterstattung heraus. Aber da hakt es auch schon. Es geht im Großteil „nur“ um Spiele des vergangenen Wochenendes. Oft sind es Meldungen, die wir um sozialen-medialen Zeitalter eh schon gesehen, gelesen und weggescrollt haben. Selbst Zusammenfassungen der Rostocker Piranhas kriegt man über Youtube, oft noch am selben Abend.

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Wir als „Bully“ versuchen immer, investigativen Amateur-Journalismus an den Tag zu boxen. Das ist reines Hobby, das man sich Sonntag um 21:00 in die Eishalle setzt und ein Beer-League Spiel kuckt um davon zu berichten. Fernab von Glitter und Glam.

Was braucht Eishockey-Deutschland also?

„Ein Printmagazin…?!“

Sehr gut.

„Aber physische Ausgaben sterben doch aus und es kauft auch niemand!“

Jein. Das ist die allgemeine Haltung gegenüber Printmedien. Das Papier gewinnt seit einiger Zeit aber wieder an Gewicht (Nicht nur, wenn es nass wird). Informationen am Bildschirm werden schnell überflogen und weggedrückt. Und damit vergessen. Halte ich jedoch ein Magazin in der Hand, beschäftige ich mich schon damit.

Ich bin beim digitalen Blätterwald-Rundgang über DNC-Hockey gestolpert. „Dump and Chase – Hockey“ sind 3 Jungs aus Frankfurt und möchten Eishockey am Kiosk wieder etablieren. Bewusst werden hier keine Spielberichte erscheinen. Es geht um tiefgründige Reportagen. Z.B. Wie läuft das Eishockey in Mexico ab? Wie schaffen es Eishockey-Eltern alles zu organisieren?

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Sprich, Themen, die man so nicht vermutet, aber einen dennoch interessieren würden.

Das Magazin soll im alle 2 Monate herausgebracht werden. Präsentationen bei der DEL und Verbindungen zu einigen Printhäusern sind erbracht. „Die DEL findet das Projekt sehr spannend!“, gibt Stefan zu Protokoll. Anzeichen, dass man hier einen Fuß in die Tür bekommen kann.

Logisch, dass man so ein Projekt nicht aus der eigenen Hosentasche heraus finanzieren kann. Hierzu gibt es eine Crowd-Funding-Aktion (ganz digital). Ein sehr erfolgreiches Mittel um Cash-Flow für ein Projekt zu generieren. Jeder der will, kann „spenden“. Oder es auch sein lassen. Wer also bald ein Starkes und spannendes Eishockeymagazin am Kiosk sehen möchte, sollte sich hier beteiligen!

Immer noch besser als laschen Kaffee oder labberige Puddingteilchen zu kaufen.

 

Zur Crowdfunding-Aktion:

https://www.startnext.com/dump-and-chase

 

Zur Homepage:

http://www.dump-and-chase.com/das-magazin/2

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