von Frank Göbel

In diesen Tagen Eishockey zu schauen ist mitunter nicht einfach. Haben wir in der Penny DEL Quarantäne-Fälle, so halten die aktuellen Weltnachrichten gerade nicht dazu an rauszugehen.
Aber dennoch war ich froh gestimmt, als ich erfuhr, das in Wiehl die Parahockey Bundesliga Halt macht um den zweiten Spieltag auszuspielen.



Und so setzte ich mich eine Stunde in das Auto (begleitet vom unglaublich guten Podcast Matze‘s Hotel mit Kurt Krömer) und fuhr gen Wiehl.
Um 17:00 sollte die Partie Eislöwen Dresden gegen die Bremer Weser Stars steigen.
Vorab, die Eishalle in Wiehl ist ein Schmuckstück. Sauber, ordentlich und kein Mief der späten 90er wie in vielen Hallen in NRW.

Die noch freien Sitzplätze schienen zu erklären das die neue Regelung der 70%igen Ausnutzung der Halle sich noch nicht bis nach Wiehl rumgesprochen hatte. Ansonsten wäre das Ding heute voll gewesen. Da bin ich mir sicher!

Die Bremer sind am ersten Spieltag leider mit Null Punkten rausgekommen (1-3 und 1-5). Wogegen die Dresdener mit zwei blitzsauberen Siegen noch eine weisse Weste haben.

Hinein in die Partie. Bremen unter anderem mit Jacob Wolff, den wir auch schon im Bully-Podcast zu Besuch hatten und auf der anderen Seite lief Bernhard Hering mit auf. Ebenfalls schon in unserem Podcast zu Besuch. Zu beiden Podcasts geht es hier:

Wolff : https://soundcloud.com/user-252151043/bully-077-mit-jacob-wolff-music-pathwalker?utm_source=clipboard&utm_medium=text&utm_campaign=social_sharing

Hering: https://soundcloud.com/user-252151043/bully072-mit-bernhard-hering-music-suspectre?utm_source=clipboard&utm_medium=text&utm_campaign=social_sharing

Hering gehörte zu den Garanten für den Sieg



Und eben dieser Hering sollte einen Sahnetag erwischen. Er eröffnete den Torreigen in der 4. Minute. Pabst legte in der 7. Minute für Dresden nach. Es ging Schlag auf Schlag. Von Beginn an war Dresden wacher und schneller. Eben schon genannter Hering zeigte heute seine ganze Klasse. Technisch auf sehr hohem Nieveau und ein starker Antritt auf den ersten Metern.

Christian Pilz, ebenfalls ein Nationalspieler hat mit seiner Erfahrung und seinem Können heute viel zum Spiel beigetragen.

Trotz der Gegentore ließen sich die Weserstars nicht hängen. Versuchte viel, aber es scheiterte leider oft an den Kleinigkeiten. Und da war Dresden heute unerbittlich.

Eine Auswechselbank gab heute übrigens nicht. Die Banden befinden sich im Umbau und so warteten jeweils die beiden Auswechselspieler auf dem Eis vor der Bande. Das gleiche galt für die Strafbank.
Während der Drittelpausen merkte man übrigens nichts von dem hohen Ergebnis. Es wurde miteinander gesprochen, lachte und tauschte sich aus. Man akzeptiert, dass der Gegner heute besser ist. Man kennt sich auch von den Lehrgängen der Nationalmannschaft und man weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, hier heute auf dem Eis zu stehen.



Am Ende heisst es 12-0 für Dresden und trotz des hohen Ergebnisses war ich zufrieden. Endlich mal wieder Eishallenluft zu schnuppern, Pommes zu essen (die ich in Wiehl ausdrücklich empfehlen kann!) und ein Gefühl von Normalität in nicht so normalen Zeiten zu haben empfand ich an diesem Abend einfach mal als Glück. Punkt.

Die Bundesliga geht wie folgt weiter:

19.3.-20.3. in Berlin

26.3.-27.3. in Bremen