Archiv der Kategorie: Allgemein

Brayce / Die neue Art des Trikots

von Frank Göbel

 

Was ist das schöne, ein Eishockeyfan zu sein?! Klar, unsere Liebe zum Verein. Die Spiele, die wir mit unseren Freunden besuchen. (Echte) Soziale Kontakte pflegen. Und nach den Spielen?! Am liebsten zeigen wir unsere Leidenschaft jedem und reiben sie unserem Gegenüber in die Fresse. Gerne in Form von Trikots, Schals oder auch Tattoos. Letzteres ist wahrscheinlich die drastischste Variante seine Passion zu untermauern.

Aber was mache ich, wenn ich mich nicht so kleiden kann oder aus betrieblichen Gründen nicht oberarmfrei auftreten kann um das Wappen meines Eishockeyvereins zeigen zu können?!

Ich bin bei meinen Streifzügen durch das www auf Brayce gestoßen. „Das Trikot für’s Handgelenk!“ Hä?!

Brayce ist eine Firma in Monsheim. Das ist zwischen Worms und Mannheim und besteht aus 6 Mitarbeiter, die alle leidenschaftliche Sportfans sind. Darunter Jan Bartetzko, den ich kennenlernen durfte.

Die Idee ist, das du ein Armband mit deinen Vereinsfarben und Logo erstellen kannst. Der Clou: Jeder Verschluß, bestehen aus reinem Edelstahl lässt sich mit seiner eigenen Lieblingsnummer verzieren. Auf den Verschluß werden die Nummern einzeln draufgesetzt. Und damit meine ich, dass du dir deine persönliche Nummer aussuchen kannst. Von 0-99. Das ist absolut einzigartig.

Wie kommt man auf so was?! Chris Grünewald, ehemaliger Eishockeyspieler fragte sich wie man seine Liebe, außer mit Trikot und Schal noch zeigen kann. Mit dem Armband hat man was dezentes, aber auch ausdrucksstarkes erarbeitet. Die persönliche Spielernummer auf dem Band ist das Sahnehäubchen.

Atmo Eishockey

Die Puckarmbänder sind aus SuperSoft Silicone mit Puck Haptik. Sieht schon ziemlich schnieke aus! Aber auch die Schlittschuhschnur-Version kann was.

Mittlerweile haben Teams wie Adler Mannheim, Augsburger Panther, Düsseldorfer EG, Nürnberg Ice Tigers oder die Bären Neuwied Teambänder mit Logo! Und das ist nur eine kleine Auswahl der Clubs, die #gebrayced sind. Aber auch andere Sportarten wie Handball (Rhein-Neckar-Löwen) oder Fußball (FC Schalke, Wormatia Worms) haben Lunte gerochen.

Brayce_Ehliz

Der Bundesligist Schalke hat mich dann doch stutzig gemacht. Wie kommt man als eher kleines Unternehmen an diesen großen Player?! Jan:“ Der Vorstand war beim Pitch hin und weg. Sie wollten es unbedingt direkt in Ihre Produktpalette aufnehmen.“

Das muss man auch erst einmal hinbekommen.

Und wie geht es weiter?! Die Bemühungen im Fußball gehen weiter. Klar, da ist die Medienkraft am größten. Mit einigen Profivereinen ist man schon in Kontakt.

Aber Eishockeyfans werden auch bald die NHL-Teams fürs Handgelenk bei BRAYCE finden. Die Ursprungsidee kam vom Hockey. Und das wird Mittelpunkt bleiben.

Brayce_Reinprecht

Mittlerweile gibt es aber auch weiter Sportarten die #geBRAYCEd wurden. Basketball, Football und sogar Rennsport (Daniel Abt) in Reifendesign sind gefragte Modelle.

Aber wie ist das, wenn ich kein Profiverein bin?! Krieg ich auch mein Vereinsarmband?! „Grundsätzlich hören wir uns jede Anfrage an und wollen natürlich auch alles umsetzen. Für alle Vereine haben wir was im Petto. Sei es ein eigenes Team-Armband oder ein satter Mannschafts- oder Fangruppen Rabatt. Jeder kommt auf seine Kosten. Denn der Kontakt gerade zur Base ist uns sehr wichtig und wir sind über Social Media immer für Euch zu erreichen.“

Also, ihr Gretzky’s der Theke, die Kühnhakl’s der Bandenchecker. Holt euch euer Brayce-Armband und zeigt beim nächsten Meeting gekonnt, wer euer Verein ist!

Übersicht PES Bänder

 

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Neuwied vs Herford / Großes Tempo, großes Kino!

von Frank Göbel

Leute, es ist wieder Eishockey angesagt! Sagt Dates ab und cancelled Termine mit Geschäftspartnern. Heute spielen die Bären Neuwied gegen die Ice Dragons Herford! Das ist ungefähr so wie das Stanley Cup Finale Detroit gegen Colorado anno 1996. Mindestens.

Die Regionalliga West macht keinen Halt vor Olympia. Warum auch? Während die Deutsche Nationalmannschaft mal wieder der Musik hinterherstolpert (mal von dem Achtungserfolg gegen die Großmacht Norwegen abgesehen), schaue ich mir Eishockey an, welches es in sich hat. Hier und heute geht es um Platz 2. Punktgleich mit den Gästen. Es ist der letzte Spieltag bevor die schönste Jahreszeit für Eishockeyfans losgeht.

 

In einer Videobotschaft wurde am Vorabend noch einmal die ganze Region dazu aufgerufen zum Neuwieder Icehouse zu kommen um das Team nach vorne zu peitschen.

 

 

Pump-Up-Song:

Papa Roach – „Crocked Teeth“

 

 

 

Hätten wir das auch geklärt. Auf geht’s!!!

 

Ein großartiges Tempo in den ersten Minuten. Flotte Pässe und schnelles Spiel. Beide Teams geben hier Vollgas und man merkt, das es hier um was geht. Die erste Chance hat Hutt. Mit seinem strammen Schlenzer touchiert er die Latte, in dem von Köllejan gehütetem Heim-Tor.

Die Ice Dragons setzten nun Nadelstiche. Immer wieder schafften sie es sich durch die Verteidigung zu schlängeln und zu Torschüssen zu kommen.

In der 10. Minute wurde der Aufwand der Gäste belohnt. 1-0 durch den Kanadier Benjamin Skinner. Und es sollte noch schlimmer kommen für die Bären Neuwied. Bohle markiert das 2-0 und das hatte Auswirkungen.

Neuwied wirkte gehemmt. Auch wenn das Tempo aufrecht gehalten wurde. Herford hatte den Durchblick und die besseren Ideen.

Die Ansprache in der Pause hatte es wohl in sich. Jamieson mit einem Zucker-Deke blank vor Herfords Goalie zum 1-2. Die Bären lebten also noch. In der Folge wurde es hektisch. Weniger auf dem Eis. Der Stadionsprecher wurde der Sprecherbox verwiesen. Warum auch immer.

Bohle markierte also in einer undurchsichtigen Phase im Powerplay das 1-3. Kurze Zeit später dann das ernüchternde 1-4 (Nasebandt) und die Köpfe hingen die Bande runter. Die Ice Dragons waren hier Chef im Ring und niemand hätte wohl einen Pfifferling auf die Bären gegeben.

Wäre da nicht Dennis Schlicht. Der wuchtige Verteidiger mit dem Anschlußtreffer zum 2-4. Es sollte noch besser kommen. Kapitän Fröhlich markiert im Alleingang zum viel umjubelten 3-4. Was für ein Comeback. Und es hätte grandioser werden können!

1:10 Minute doppelte Überzahl stand für die Hausherren an. Bei noch 1:13 zu spielen. Aber Neuwied war zu hektisch und suchte zu schnell den Abschluß.

So blieb es beim 3-4 nach 40 Minuten.

Das letzte Drittel. 1-Tor-Rückstand. Das muss man mit Bedacht angehen. Und auch Herford wollte hier nicht ins offene Messer laufen. Eis-Schach war jetzt angesagt. Niemand wollte den ersten Fehler machen. Und doch passierte er. In einem 2 gegen 1 Konter netzte Johannhardt eiskalt ein und sollte damit den Auwärtssieg perfekt machen. Originalzitat des verwiesenen Stadionsprecher Fabian Illgens:“ Herford erzielt das 3-5, wer es gemacht hat keine Ahnung, wer die Vorlage hat, keine Ahnung, ich bin nicht mehr da!“ Muss man erstmal hinkriegen. Geiler Typ!

Die Bären hatten dieser Kaltschnäuzigkeit nichts mehr entgegen zusetzen. Der Kampfeswille war auf jeden Fall da. Bis zur letzten Sekunde wurde um den Puck an der blauen Linie gekämpft. Das zeigt, das die Moral und Einstellung stimmen.

 

Die Herforder Ice Dragons fahren hier einen wichtigen Sieg in Neuwied ein. Auf Seiten der Bären, sollte man noch an der Taktik der doppelten Überzahl, die sich heute 2 mal über eine Minute bot, arbeiten. In den Play-Offs muss so etwas konsequent ausgenutzt werden!

Die Fotos würden uns freundlich von René Weiß zur Verfügung gestellt.

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Schiedsrichter / Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt…

von Frank Göbel

 

Ein verregneter und trister Freitag Abend begrüßt mich, als ich an der Eishalle Troisdorf aus meinem Auto steige. Ich schaue mir heute die Partie Troisdorf Dynamite gegen die Bergisch Raptors an. Wir befinden uns in der Landesliga NRW und heute Abend spielt der 1. (Troisdorf) gegen den Letzten und 6.

Es ist der vorletzte Spieltag, bevor die Play-Offs losgehen. Noch mal Mut und Selbstvertrauen gegen den abgeschlagenen Letzten tanken oder vielleicht doch die Überraschung für die Raptors? Das könnte vielleicht etwas den Tabellenstand lindern. Ein Auswärtssieg beim Spitzenreiter würde jedem Spieler und den Fans guttun.

Aber die Partie an sich ist heute nicht mein Fokus. Es geht um den Schiedsrichter. Chris Warnke, den ich schon des Öfteren vertrösten musste, hat heute Abend meine volle Aufmerksamkeit. Denn Chris ist Schiedsrichter. Und ich möchte ihm heute einmal über die Schulter schauen. 

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In unserer Redaktion genießt er den Status des Schiedsrichterobmanns und wird bei Leserfragen immer wieder gefragt, sobald es sich um das Regelwerk dreht.

Heute Abend wird im 2-Mann-Verfahren das Spiel geleitet. Das bedeutet 2 Schiedsrichter, die gleichberechtigt sind.

Auf die Frage, ob man auch mal Meinungsverschiedenheiten hat, verneint Chris. „Wenn der Kollege den Arm hebt, macht er das nicht ohne Grund. Zumal ich vermutlich am anderen Ende der Eisfläche bin. Da steh ich dann auch voll hinter meinem Kollegen.“

Denn mit 2 Leuten auf dem Eis, wird die Fläche geteilt. Links und rechts der blauen Linie wird dann das Spiel jeweils geleitet.

„Natürlich gibt es auch Verschiebungen. Da wird dem Spiel gefolgt und ich muss dann in die andere Hälfte.“ Nonverbale Kommunikation ist hier unabdingbar. Man muss den Partner da im Auge haben. Und natürlich auch das Spiel.

Es ist seltsam dieses Spiel heute Abend zu beobachten. Normalerweise schaut man dem Puck hinterher, dem Spiel oder bestimmten Spielern. Heute sind die Streifenhörnchen aber an der Reihe. Das Spiel stellte eigentlich keine großen Probleme dar, wird Chris nach der Partie zu Protokoll geben.

„Außer der erste Check. Der war zwar noch vertretbar, aber auch an der Grenze. Da muss man von der ersten Minute eine Linie zeigen. Das ist nicht einfach, aber ich versuche da immer die Kommunikation zu den Spielern zu finden.“

Nach einem Pfiff wird auch mal ein Witz gemacht und alle bringt das immer etwas runter. Auch wenn es mal hitzig wird. Gerade beim Goalie-Gewusel geht das ja immer schnell und die Gemüter kochen hoch.
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EHC Troisdorf vs. Bergisch Raptors / Boah ey…!

von Frank Göbel

Ein kalter verregneten Februar-Freitag im Rheinland. Was wäre da schöner als die Arbeitswoche mit einem Eishockeyspiel zu beenden? Mal schauen, der hiesige KEC spielt auswärts in Düsseldorf und kämpft um die Play-Offs. Aber schon der Gedanke an die Autobahn mit Wochenendwütigen Fahrgästen, lässt mich erschaudern.

Ich habe mich heute abend dann für den EHC Troisdorf entschieden. Das bedeutet Eishockey weitab von Telekom und Hochglanzhallen mit üppigen Eintrittspreisen. Wir sind hier in der Landesliga NRW. Es steht der vorletzte Spieltag der Vorrunde an. Die Troisdorf Dynamite haben es zum Abschluß mit den Bergisch Raptors aus Solingen zu tun. Troisdorf grüßt von der Tabellenspitze (39 Punkte) und Solingen, naja, von unten (7 Punkte). Hier prallen heute Welten aufeinander.

Pump-Up Song

Waterparks – „Blondes“

https://youtu.be/-8NSiHBIvg4

Vor dem Spiel gibt es noch ein Salute-to-Service. Es wird den Soldaten der Bundeswehr für Ihren Einsatz im In- und Ausland gedacht. Beim Warm-Upund im Spiel trägt man heute Tarntrikots. In den USA längst Standard, hierzulande gehört vermutlich noch etwas Mut zu solchen Aktionen. Auf jeden Fall gelungen und es ist nur eine Frage der Zeit bis wir das in der DEL sehen.

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Rein ins Spiel und der EHC Troisdorf zeigt direkt, das sie hier den Heimsieg wollen. Solingen zu defensiv eingestellt und gibt dem EHC damit Entfaltungsmöglichkeiten zu Torschüßen. Und die hagelt es nicht zu knapp. Menzen zwirbelt zum 1-0 im Powerplay ein. Aber noch im Jubel der anwesenden Fans versaut Wolter die Party und netzt mit dem gefühlten ersten Schuß ein. Ausgleich! Solingen eskaliert.

Auch wenn Troisdorf es schön macht, die Raptors halten dagegen mit Ehrgeiz und Wille. Das 2-1 müssen sie dennoch hinnehmen. Hubert nutzt das Gewusel vor dem Tor und schiebt ein. Führung zurück. Durchatmen. So haben sich die Dynamites das nicht vorgestellt. Die Raptors machen nicht viel nach vorne, setzen aber kleine Nadelstiche. Sogar in Unterzahl zieht man zum Tor. Allen voran die Nummer 10 der Raub-Dinos; Wolter. Bärenstarke Partie heute.

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War im ersten Drittel noch Wille und Ehrgeiz Trumpf, kam im zweiten Abschnitt noch Mut hinzu. Die Raptors spielten forsch nach vorne und machten richtig Alarm. Der Ausgleich kam aber erst in der 12. Minute durch Wintgen im Powerplay. Ein trockener Schlagschuß von der blauen Linie traf ins Schwarze.

Bis hierhin ist auf jeden Fall Solingens Torwart Tizian Winkelsträlter zu erwähnen. Hielt mit seinen Saves das Team im Spiel!

Aber auch die Freude über dieses Tor währte nicht lange. Hubert in Unterzahl zur erneuten Führung. Ärgern. Dabei blieb es bis zum Schlußabschnitt.

Im letzten Drittel besorgte Hubert die erste 2 Tore Führung. Das war für den EHC wichtig, für die Raptors ernüchternd. Bis hierhin sah man nicht, das hier der Tabellenletzte spielte.

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Wenn einer Erfahrung hat, dann Solingens Kapitän. Tim Neuber behielt die Übersicht und markierte das 4-3! Hier war noch lange nicht Schluß.

Aber eine unnötige Strafe, gab Troisdorf die Möglichkeit wieder in Front zu gehen. Kevin Stör war der Glückspilz für die Dynamites. 5-3.

Ein eklatanter Abspielfehler im Mittelfeld bescherte den im letzten Drittel etwas abbauenden Felix Wolter den Alleingang aufs Tor und versenkte eiskalt. 5 zu fucking 4!!!! Jemand Bock auf Hockey?!

Würde hier der Ausgleich fallen, wäre das wie das Miracle, als die Amis 1980 die Russen schlugen.

Aber das Wunder von Troisdorf blieb aus. Dominik Klein machte kurz vor Schluß den 6. und letzten Treffer der Partie. Davon erholten sich die prähistorischen Jäger nicht mehr

Dieses Spiel hat Spaß gemacht und gezeigt, daß Tabellenstand nicht immer vorher das Spiel entscheiden. Solingen kann heute mit stolzer Brust die Heimreise antreten.

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Cologne Thunder Ducks vs. Mad Dogs Cologne / …autsch

von Frank Göbel

IKEA, GroKo, NHL-Allstargame oder Roger Federer. All diese Headlines der letzten Tage schieben wir mal gekonnt beiseite. Denn, es ist Spieltag in der Rheinland Hockey League! Welchen Grund könnte besser sein als Montag Abend um 21:00 Uhr in einer Eishalle zu sein? Genau, gibt es nicht.

Heute sind die Mad Dogs Cologne zu Gast bei den Cologne Thunder Ducks. Die Dogs grüßen als unangefochtener Spitzenreiter, während die Ducks als 5. etwas das Nachsehen haben. Die knappe Niederlage vor 2 Wochen bei den Orcas Hennef (1-2) hat es jetzt nicht gerade besser gemacht.

Heute also gegen die Mad Dogs. Was gibt es einfacheres?!

Die Beinchen sind gestretcht, das Eis ist abgezogen und die letzten Cheerleader verlassen das Eis. Es fehlt nur noch eins:

Pump-Up-Song:

Donots „Gegenwindsurfen“

Wie startet man am schlechtesten ein Eishockeyspiel? Genau, mit zwei Strafen. Leder und Erlich nahmen für die Ducks nacheinander Platz und durften auch relativ schnell wieder raus. 2-0 für die Mad Dogs durch Schreuer und Lohmar.

Die Mad Dogs sind nicht umsonst Spitzenreiter. Jeder Pass sitzt. Und viele Schüße landen heute genau ins Schwarze. Eichhorn und Tobias Vossen mit den nächsten Treffern. Die Mad Dogs haben heute Nacht richtig Apettit. Welter auf Seiten der Ducks trifft noch zum Ehrentor im ersten Drittel.

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Nach den ersten 20 Minuten sehe ich resignierende Enten und gallige Hunde.

Schreuer und Vossen, die heute schon einmal erfolgreich waren, haben sich dann für Tor 5 und 6 verantwortlich gezeigt. Das ganze roch schwer nach Massaker im Lentpark. Beske macht für die Ducks zwar noch das 2. Tor, aber so richtig freuen tut sich hier keiner. Aber eines fällt jedem in der Halle auf. Es ist verdammt ruhig auf der Ducks-Bank. Und das gehört zu den fundamentalen Dingen des Teamsports: Kommunikation. Es ist ja nicht so, das die Thunder Ducks gar keine Chance hatten. 8 Strafzeiten zogen die Mad Dogs. Powerplay Möglichkeiten waren also da. Die Thunder Ducks hingegen zogen ganze 9 Strafzeiten und 3 Mal musste man den Puck bei Unterzahl aus dem Tor holen. Auch wenn einige Strafen nicht gerecht waren, hin oder her, es waren zu viele Strafen. Das wird vermutlich Thema der nächsten Mannschaftssitzung sein.

Die Höchststrafe war aber das 7. Gegentor, das die Ducks in eigener Überzahl durch Christopher Vossen kassierten.

Unbenannt8

Die Mad Dogs hatten heute richtig Bock auf Hockey und die Ducks waren heute leider kein Prüfstein.

Am Ende heißt es 2-9 und man kann froh sein, das es nicht zweistellig wurde.

Klar, das es gegen die Mad Dogs eckelig werden würde, wusste man vorher. Jetzt gilt es in den nächsten Spielen unbedingt Punkte zu sammeln!

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Cologne Thunder Ducks vs. EHC Tiger Köln/ Neue Blickwinkel

Von Frank Göbel

 

Da ist er wieder. Der Weekend-Hangover. Zwei Tage geht man später als gewohnt ins Bett. Kaum ist der Montag da, ist es nur schwer, wieder in den gewohnten Arbeitswochentrott einzusteigen.

Wie toll, das es die Rheinland Hockey League (RHL) gibt.

Für schlaflose Montagsmaler bietet sie eine schöne Möglichkeit am späten abend nicht gelangweilt auf der Couch zu gammeln oder mit unwichtigem Zeug soziale Medien zu belasten.

Heute, also Montag, treffen die Cologne Thunder Ducks (8 Punkte)  auf die EHC Tiger Köln (10 Punkte).

Schauplatz ist der wunderschöne Lentpark und seine fullminante Eishalle. Vermutlich die schönste Eishalle. Weltweit. Ever!

Sportlich trennen die beiden Teams also gerade mal 2 Punkte. In dieser  Liga zählt jeder Punkt zum erreichen der hart umkämpften Endrunde!

 

‪21:10h, noch 5 Minuten bis zum Bully.‬

Pump-Up-Song:

A Day to remember – „Sticks& Bricks“

 

 

 

 

‪21:15h. Where’s the fucking PuckDROP???!!!!‬

 

Und ich werde überrascht. Philipp Heisterkamp, mit dem ich mich im Vorfeld schon unterhalten habe, bittet mich zum Zeitnehmerplatz. Ich darf hier hautnah das Spiel miterleben. Einzige Vorraussetzung: Ich hab Strafbanktürdienst. Mach ich doch gerne.

Mit drei weiteren Damen bilden wir also die 5 Herrscher der Uhr. 

Philipp ist eigentlich Torwart bei den Ducks. Aber sein Knie macht nicht mehr mit. Vermutlich spielt er nie wieder. Schicksale einer Hobbyliga.

Philipp ist natürlich nicht ganz unparteiisch. Da fallen viele Ratschläge über Stellungsspiel von Marcel oder Schußgenauigkeiten von Michael. Das ist menschlich und auch irgendwo sympathisch.

Die Hausherren gehen etwas überraschend durch einen krassen Torwartfehler in Unterzahl in Führung. Die Freude währt aber nicht allzu lange.

Der EHC Tiger spielt seine Stärke aus und machen hier schnell 2 Buden. Alexander Klaumann erwischte einen Sahnetag und netzte 2 mal ein.

1-2 zum Pausentee. Der Türsteherjob unterdessen macht Spaß. Näher kommt man an die Spieler nicht ran.

Zu Beginn des zweiten Drittels dann die Überraschung. 2-2 durch Moritz Grethe! Große Teile der Zeitnehmerbox jubelten.

In der Folge hatten wir ein intensives Spiel. Viele Strafen ( ja, Türdienst) und harte Zweikämpfe. Auch eine 2+10 Strafe wird gegen die Gäste ausgesprochen. Ich öffne dem kopfschüttelnden Protagonisten die Türe. Ein zweiter Mann, der die Bankstrafe absitzt, wird dann auch noch gefunden. Fast ’ne Skatrunde, gebe ich gedanklich zu Protokoll. Und ich merke, das selbst die Spieler das ganze mit Humor sehen. Gut so.

Und nach 40 Minuten heisst es 2-2 in einem toll geführten Eishockeyspiel.

Die Finalen 20 Minuten sollten dann noch mal alles geben. Aber Philipp flucht schnell über eigene Fehler, zum Beispiel an der blauen Linie. Dieser war es dann, der das 3-2 für die Gäste durch Lukas Schneider brachte.

Florian von Hesselbach machte dann mit einem Doppelpack den Auswärtssieg perfekt. Ducks Torwart Skomerski hat in diesem Spiel tolle Safes gezeigt. Auf ihn wird es auch in den kommenden Spielen ankommen.

Die Stimmung auf der Zeitnehmerbank ist bedrückt. Hier hat man sich mehr versprochen.

 

 Als ich dann um viertel vor elf in die kalte Kölner Luft entlassen werde, habe ich einen neuen Blick auf das Spiel gewonnen. Von der Zeitnehmerbank. Das war interessant und intensiv. Ob ich beim nächsten mal wieder Klinkenputzer spielen darf? Ich würde auch ein Skatspiel mitbringen!

 

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Abenteuer Hockey im Ausland Part 1

Von Diana Jansen

Nach einem turbulentem Jahr 2017 bringt das neue Jahr für mich mehr als nur ein weiteres Semester oder einen weiteren Geburtstag. Ende Februar –in ziemlich genau 50 Tagen¬– beginnt das bisher größte Abenteuer meines kurzen Lebens.
Es geht ins Ausland, um genau zu sein nach Italien. Und das für ganze sechs Monate. Als aktive Spielerin habe ich also den Entschluss gefasst, nicht nur mein Glück an einer anderen Uni zu versuchen, sondern auch, auf die Trainingspause zu verzichten.

Das hieß also, dass eine Hockeymannschaft hermusste. Am liebsten Skaterhockey, zur Not auch Eishockey. In Nordamerika kann das jeder, also kann ich das in Italien auch schaffen.

Damit begann allerdings schon die erste große Hürde. Wie finde ich einen passenden Verein in einer Sprache, die ich noch nicht ganz so gut verstehe? Fragen wir also mal Google nach „Hockey“ in der Nähe von Florenz. Das funktioniert jedoch nicht so gut, da es natürlich Feldhockey und andere Dinge zu Hauf gibt. Also folgt eine weitere Suche: Dieses Mal nach dem Verband, in dem in diesem Fall Inlinehockey organisiert ist (FISR). Dazu noch weiterführende Recherchen. Nach einiger Zeit dann endlich ein Ergebnis: Ein Hobbyteam mit Halle in der Nähe des Flughafens von Florenz. Eine etwas längere Anreise, von der ich noch nicht wusste, wie ich sie meistern sollte, aber naja. Was tut man nicht alles für den Sport? Die Jungs aus dem Team haben mir auch sehr schnell geantwortet und zugesagt.
Ich nahm mir also vor, etwa vier Wochen vor meiner Ankunft noch mal zu schreiben. Mein Ansprechpartner kam mir aber Ende Oktober zuvor, denn leider musste er mir mitteilen, dass sie im nächsten Jahr keine Halle haben würden. Die Suche ging also wieder von vorne los. Nun hatte ich aber Hilfe von einem ehemaligen Mitspieler, der mir sofort eine andere Mannschaft −diesmal in Empoli− empfahl. Wieder schrieb ich eine Email mit Fragen und wartete nervös auf eine Antwort, die wieder nicht lange auf sich warten ließ. Auch hier wurde ich sehr freundlich behandelt und jede noch so blöde Frage nach der Nahverkehrsanbindung und den Duschen wurde ausführlich beantwortet. Jetzt spiele ich wohl allerdings in der zweiten Liga…naja, lassen wir das mal auf uns zukommen.
Der ein oder andere wird sich jetzt vielleicht fragen: Inlinehockey oder Eishockey in Italien? Das gibt es? Die Antwort lautet ganz klar: Ja! Und das sogar relativ weit verbreitet. Eishockey ist denke ich klar, aber Inlinehockey ist da doch schon etwas anderes. Wie bereits zuvor erwähnt, gibt es die FISR, die Federazione Italiana Sport Rotellistici, in der die Vereine organisiert sind. Anders als bei uns gibt es insgesamt vier Ligen (Serie A-D), eine Damenliga und die Jugendabteilungen. Ich habe noch nicht den vollen Durchblick, aber es gibt −ebenfalls im Gegensatz zu Deutschland− nur bestimmte Spieltage/Wochenenden, an denen gespielt wird. Dadurch ist das Ganze natürlich weniger „professionell“ gestaltet und auch weniger Wettbewerbsorientiert. Nach meinen bisherigen Kontakten ist das Level dabei auch nicht ganz so hoch wie in den heimischen Herrenligen, sodass man auch als Frau mit etwas Erfahrung bei den „Männern“ in dieser Liga mithalten kann. 

Der Stellenwert des Hockey ist in Italien leider genauso niedrig wie in Deutschland. Zwar gibt es viele Spieler und kleinere Ballungszentren um die größeren Städte wie Rom, aber es ist trotzdem wie auch hier eine Randsportart.
Neben der Suche nach einem passenden Team gibt es allerdings noch einiges anderes, was man beachten muss. Die wichtigsten Fragen waren für mich bisher: Wie bekomme ich meine Ausrüstung nach Italien? Bekomme ich vor Ort das passende Zubehör?

Als erstes musste ein passender Flug her. Mit den üblichen Suchmaschinen war das keine große Hürde. Mit diesen Informationen ging es dann ins Reisebüro meines Vertrauens. Natürlich hätte ich den Flug auch selber buchen und zehn Euro sparen können. Allerdings habe ich dort die Profis, die wissen, was ich dazubuchen muss. Alleine mit der Information, dass ich sechs Monate weg sein werde und die Ausrüstung mit auf die Reise geht, konnten mir zwei Optionen aufgezeigt werden: Das Gepäckstück von 23 Kg auf 32 Kg zu erhöhen oder ein zweites Gepäckstück mit 23 kg anmelden. Ich entschied mich für die erste Variante, damit ich nicht drei Koffer mit mir rumschleppen muss. 
Als Letztes blieb also noch der Transport der Schläger. Hier war ich wieder froh, alles über das Reisebüro gemacht zu haben. Allgemeines Sportgepäck war keine mögliche Option, also hat die Dame bei der Fluggesellschaft angerufen und nachgefragt. Zuerst hieß es, es wäre kein Platz mehr dafür, doch mit der Argumentation, dass Golfgepäck, Fahrräder und Skier noch dazugebucht werden können, ließen sie sich doch noch breitschlagen. Mit einem internen Vermerk der Fluggesellschaft schmuggle ich meine Schläger nun als Golfgepäck in den Flieger. Beide Extras kosten jeweils 50€ (ich denke, das ist Airlineabhängig).
Auf meine zweite Frage habe ich bisher keine Antwort gefunden. Ich gehe eigentlich davon aus, dass ich Zubehör irgendwo bekommen werde. Allerdings wird das ohne Auto wahrscheinlich schwierig. Also muss vor der Abreise noch ein Besuch im Hockeyladen untergebracht werden, um zumindest ein paar Ersatzrollen, Kugellager und Schrauben auf Vorrat zu haben.
Als letztes bleibt zu sagen, dass das Organisieren eines Hobbies im Ausland im Vorfeld der Reise ein großer Batzen Arbeit ist. Man muss unglaublich viel bei der Suche beachten und vor allem daran denken, dass man das ganze Zeug irgendwie mitnehmen und vor Ort auch lagern können muss. Man kann –zumindest meiner Meinung nach– keinesfalls alles auf den letzten Drücker buchen oder einfach alles mitnehmen und vor Ort erst suchen. Ob alles dann tatsächlich so laufen wird, wie es geplant ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

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